{"id":93834,"date":"2026-09-07T09:25:07","date_gmt":"2026-09-07T09:25:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/93834\/"},"modified":"2026-09-07T09:25:07","modified_gmt":"2026-09-07T09:25:07","slug":"dieselskandal-am-eugh-960-verfahren-davon-400-aus-oesterreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/93834\/","title":{"rendered":"Dieselskandal am EuGH: 960 Verfahren, davon 400 aus \u00d6sterreich"},"content":{"rendered":"<p>Die juristische Aufarbeitung des Dieselskandals hat am Europ\u00e4ischen Gerichtshof (EuGH) eine neue Dimension erreicht. Anfang September 2026 waren an dem h\u00f6chsten Gericht der Europ\u00e4ischen Union rund 960 Verfahren registriert. Ein au\u00dfergew\u00f6hnlich hoher Anteil dieser F\u00e4lle entf\u00e4llt dabei auf rechtliche Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit Abgasmanipulationen, wobei insbesondere Eingaben aus \u00d6sterreich die Statistik dominieren.<\/p>\n<p>Wie aus aktuellen Berichten hervorgeht, machen die \u00fcber 400 Dieselverfahren fast die H\u00e4lfte des gesamten Fallaufkommens am EuGH aus. Diese spezifischen Klagen stammen laut den vorliegenden Daten nahezu ausschlie\u00dflich aus \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung markiert einen drastischen Anstieg der juristischen Aktivit\u00e4t im Vergleich zu vorangegangenen Zeitr\u00e4umen. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2024 wurden lediglich 573 Vorabentscheidungsverfahren aus allen 27 EU-Mitgliedstaaten verzeichnet. Davon entfielen zum damaligen Zeitpunkt lediglich 39 Verfahren auf \u00f6sterreichische Gerichte.<\/p>\n<p>Massive Zunahme durch Vorabentscheidungsersuchen<\/p>\n<p>Ein wesentlicher Treiber f\u00fcr diese Entwicklung ist der Oberste Gerichtshof (OGH) in \u00d6sterreich. In den Jahren 2024 und 2025 legte das H\u00f6chstgericht in rund 20 Verfahren spezifische Fragen zum Dieselskandal dem EuGH zur Kl\u00e4rung vor. Diese Vorabentscheidungsersuchen dienen dazu, die Auslegung des Unionsrechts zu vereinheitlichen, haben jedoch in der Folge zu einer regelrechten Flut an Folgeverfahren gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Der Rechtsanwalt Michael Poduschka, der zahlreiche Kl\u00e4ger vertritt, ordnete die aktuelle Lage dahingehend ein, dass die Zahl der \u00f6sterreichischen Dieselverfahren derzeit alle bisherigen Rekorde breche. Die enorme Konzentration von F\u00e4llen aus einem vergleichsweise kleinen Mitgliedstaat unterstreicht die anhaltende Relevanz der Abgasthematik f\u00fcr die \u00f6sterreichische Justiz und den europ\u00e4ischen Rechtsrahmen.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>\u00dcber 400 \u00f6sterreichische Dieselverfahren sind derzeit beim EuGH anh\u00e4ngig \u2014 so viele wie nie. Auch Ihr Fall k\u00f6nnte betroffen sein. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Anspr\u00fcche pr\u00fcfen und den Klageweg Schritt f\u00fcr Schritt gehen. <a href=\"https:\/\/www.boerse-express.com\/lp\/report\/eugh-dieselverfahren-960-faelle-400-aus-oesterreich-20071?adref=Blog_BEX:Ex-Article-ID_1127594:Topic_corporate_compliance_esg:Source_BEX_Dynamic_LP:RssSource_Ad-Hoc-News:Slot_AD1of2&amp;lp=20071\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern<\/a><\/p>\n<p>Unterschiedliche Strategien der Automobilhersteller<\/p>\n<p>In der Reaktion auf die anhaltende Klagewelle verfolgen die betroffenen Automobilkonzerne unterschiedliche juristische Strategien. W\u00e4hrend der Volkswagen-Konzern (VW) Verfahren teilweise durch Anerkennung beendete, setzt BMW verst\u00e4rkt auf Vergleichsangebote. Diese au\u00dfergerichtlichen oder prozessbeendenden Einigungen zielen offenbar darauf ab, langwierige Urteilsspr\u00fcche und damit verbundene Grundsatzentscheidungen zu vermeiden.<\/p>\n<p>Rechtsanwalt Poduschka \u00e4u\u00dferte in diesem Zusammenhang den Verdacht, dass zwischen den Herstellern eine Abstimmung \u00fcber das prozessuale Vorgehen stattfinden k\u00f6nnte. Aufgrund dieser Vermutung strebe er eine Sachverhaltsdarstellung an die EU-Kommission an, um die Vorgehensweise der Konzerne wettbewerbsrechtlich pr\u00fcfen zu lassen.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Die Hersteller setzen auf Anerkennung oder Vergleiche \u2014 doch was bedeutet das f\u00fcr Ihre Entsch\u00e4digung? Unser Report erkl\u00e4rt die aktuellen EuGH-Urteile und gibt Ihnen eine klare Orientierung, ob sich ein Verfahren f\u00fcr Sie lohnt. <a href=\"https:\/\/www.boerse-express.com\/lp\/report\/eugh-dieselverfahren-960-faelle-400-aus-oesterreich-20071?adref=Blog_BEX:Ex-Article-ID_1127594:Topic_corporate_compliance_esg:Source_BEX_Dynamic_LP:RssSource_Ad-Hoc-News:Slot_AD2of2&amp;lp=20071\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Report zu EuGH-Urteilen jetzt sichern<\/a><\/p>\n<p>Die aktuelle Situation am EuGH verdeutlicht, dass die rechtlichen Folgen des Dieselskandals auch Jahre nach dem Bekanntwerden der ersten Manipulationen nicht abebben. Die massive Belastung des europ\u00e4ischen Gerichts durch \u00f6sterreichische F\u00e4lle zeigt zudem, dass nationale Gerichte vermehrt auf europ\u00e4ische Kl\u00e4rung setzen, um die Entsch\u00e4digungsanspr\u00fcche von Fahrzeughaltern abschlie\u00dfend zu bewerten.<\/p>\n<p>Ob die EU-Kommission aufgrund der vermuteten Absprachen der Hersteller t\u00e4tig wird, bleibt abzuwarten. Die enorme Verfahrenslast d\u00fcrfte den EuGH jedoch noch \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n\t\t    Disclaimer&#8230;&#13;\n\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die juristische Aufarbeitung des Dieselskandals hat am Europ\u00e4ischen Gerichtshof (EuGH) eine neue Dimension erreicht. 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