{"id":94083,"date":"2026-09-07T15:19:10","date_gmt":"2026-09-07T15:19:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/94083\/"},"modified":"2026-09-07T15:19:10","modified_gmt":"2026-09-07T15:19:10","slug":"vorbote-rechtsextremer-siege-us-medien-sehen-erfolg-der-afd-als-signal-fuer-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/94083\/","title":{"rendered":"&#8222;Vorbote rechtsextremer Siege&#8220;: US-Medien sehen Erfolg der AfD als Signal f\u00fcr Europa"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Vorbote rechtsextremer Siege&#8220;US-Medien sehen Erfolg der AfD als Signal f\u00fcr Europa<img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/2026-09-07T090619Z_2109553951_RC29ENA18JAP_RTRMADP_3_GERMANY-ELECTION-SAXONY-ANHALT-AFD-REACTION.web.webp\" alt=\"2026-09-07T090619Z_2109553951_RC29ENA18JAP_RTRMADP_3_GERMANY-ELECTION-SAXONY-ANHALT-AFD-REACTION\"\/>Tino Chrupalla, Ulrich Siegmund und Alice Weidel vor der Presse. Auch in den USA geh\u00f6rte ihr Erfolg bei der Landtagswahl zu den Themen des Tages. (Foto: REUTERS)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In den USA findet der Wahlsieg der AfD viel Beachtung. Die &#8222;New York Times&#8220; sieht in ganz Europa weitere Wahlerfolge von Rechtsextremen am Horizont. In der &#8222;Washington Post&#8220; legt ein Politikwissenschaftler die Finger in die Wunde des deutschen Wirtschaftsmodells. Das &#8222;Wall Street Journal&#8220; sieht einen Fehler der AfD. Sie erinnern an den besonderen historischen Kontext Deutschlands und sehen den Aufstieg der rechten Partei als Auftrag an die anderen, ihren Kurs zu \u00e4ndern und mehr auf die Sorgen der Menschen einzugehen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Ersch\u00fctterungen durch den gr\u00f6\u00dften Wahlerfolg einer rechtsextremen Partei seit 1945 war laut &#8222;New York Times&#8220; von Londons Downing Street bis in den \u00c9lys\u00e9e-Palast von Paris sp\u00fcrbar. Selten sei das Ergebnis einer Regionalwahl als so bedeutend f\u00fcr das Schicksal der Demokratie in Europa angesehen worden, schreibt das US-Blatt. &#8222;Es handelte sich nicht um irgendein europ\u00e4isches Land, sondern um Deutschland &#8211; ein Land, das rechtsextreme Parteien seit der Katastrophe des Nationalsozialismus unerbittlich isoliert hat.&#8220; Der Erfolg der AfD sei jedoch kein Ausrei\u00dfer, sondern der j\u00fcngste Schritt eines stetigen, jahrzehntelangen Vormarschs, der die extreme Rechte immer n\u00e4her an die Machtzentren des Kontinents herangef\u00fchrt habe.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In Deutschland seien auch steigende Verbraucherpreise und fehlende Jobs der Grund f\u00fcr den Sieg der AfD gewesen, analysiert die Zeitung. Wegen der krachenden Niederlage der CDU wackle nun auch Bundeskanzler Friedrich Merz. In Frankreich k\u00f6nne zugleich bei Abtritt von Pr\u00e4sident Emmanuel Macron im kommenden Fr\u00fchling der cordon sanitaire fallen, das franz\u00f6sische \u00c4quivalent zur Brandmauer. Auch in vielen weiteren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2026\/09\/06\/world\/europe\/afd-germany-europe-far-right-saxony-anhalt.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">beobachtet die NYT<\/a>, wie rechtsextreme Kr\u00e4fte an Einfluss gewinnen. Angesichts der f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr in ganz Europa anstehenden Wahlen k\u00f6nne der bemerkenswerte Erfolg der AfD &#8222;ein Vorbote weiterer rechtsextremer Siege sein &#8211; und zugleich ein Vorbild daf\u00fcr, wie solche Siege herbeigef\u00fchrt werden k\u00f6nnen&#8220;.<\/p>\n<p>Deutschlands Modell am Ende<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/opinions\/2026\/09\/06\/afd-is-winning-because-germany-fears-change\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">In der &#8222;Washington Post&#8220; sieht der Politikwissenschaftler Yascha Mounk<\/a> viele Gr\u00fcnde f\u00fcr den Erfolg der AfD. &#8222;Die Wirtschaft des Landes befindet sich in einem desolaten Zustand. Die Branchen, in denen Deutschland traditionell f\u00fchrend war, wie beispielsweise der Automobilbau, sind in Sachen Spitzentechnologie nicht mehr weltweit f\u00fchrend.&#8220; Der deutsche Technologiesektor befinde sich in einem noch beklagenswerteren Zustand. &#8222;W\u00e4hrend China und die Vereinigten Staaten um die Vorherrschaft in den Bereichen Robotik und k\u00fcnstliche Intelligenz k\u00e4mpfen, sind deutsche Unternehmen sogar hinter europ\u00e4ische Nachbarn wie Frankreich zur\u00fcckgefallen.&#8220; Der soziale Zusammenhalt im Land befinde sich wegen der Einwanderung auf einem gef\u00e4hrlich niedrigen Niveau.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Mounk sieht ein Ende des deutschen Wirtschaftsmodells und bezieht sich auf die Analyse der deutschen Analystin Constanze Stelzenm\u00fcller: Deutschland habe seine Sicherheitsbed\u00fcrfnisse seit langem an die USA, seine Versorgung mit billiger Energie an Russland und die Quellen seines Wirtschaftswachstums an China ausgelagert. &#8222;Alle drei Elemente dieses Modells liegen nun in Tr\u00fcmmern&#8220;, schreibt Mounk. Pr\u00e4sident Donald Trump \u00fcbe Druck auf die europ\u00e4ischen Staaten aus, sich um ihre eigene Verteidigung zu k\u00fcmmern. Wladimir Putins Aggression zeige, wie kurzsichtig Generationen deutscher Politiker waren, als sie ihre Energiesicherheit Russland anvertrauten. China habe sich durch seinen Fortschritt &#8222;von einem der besten Kunden Deutschlands zu der gr\u00f6\u00dften Bedrohung f\u00fcr das \u00dcberleben seines viel gepriesenen verarbeitenden Gewerbes entwickelt&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die populistische, einwanderungsfeindliche Botschaft der AfD finde Widerhall bei nationalistischen Politikern in Gro\u00dfbritannien, Frankreich, Italien und Spanien, schreibt die &#8222;New York Times&#8220;. Dort empf\u00e4nden W\u00e4hler viele der gleichen Missst\u00e4nde wie in Deutschland. &#8222;In allen diesen L\u00e4ndern verzeichnen rechtsextreme Kandidaten einen Aufschwung und bedrohen die Amtsinhaber, denen systemische Probleme in der Wirtschaft ihrer L\u00e4nder angelastet werden.&#8220; Zwei Lager stehen sich laut NYT in Europa gegen\u00fcber. Die einen sehen die Rechtsextremen als Gefahr f\u00fcr die Demokratie, die anderen als ihre Retter. Die einen bef\u00fcrchteten Fremdenfeindlichkeit durch sie, die anderen hofften auf &#8222;ein Bollwerk gegen eine realit\u00e4tsferne Elite, die ihre nationale Identit\u00e4t ausgeh\u00f6hlt und ihre Existenzgrundlage gef\u00e4hrdet hat&#8220;.<\/p>\n<p>Warnung vor zu viel Jubel<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Chefredaktion des <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.wsj.com\/opinion\/the-afd-rises-on-the-german-right-c72372d2\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">&#8222;Wall Street Journal&#8220;<\/a> warnt US-Konservative davor, den Aufstieg der AfD zu bejubeln. &#8222;Die Instinkte der Partei sind antiamerikanisch, an der Macht w\u00fcrde sie die NATO von innen untergraben statt Amerikas Allianzen in Europa zu st\u00e4rken.&#8220; Dies entbinde die Mainstream-Parteien jedoch nicht von ihrer Verpflichtung, &#8222;bei au\u00dfer Kontrolle geratener Migrationspolitik und wirtschaftlichem Niedergang echten Wandel zu liefern&#8220;. Sonst w\u00fcrden Wahlergebnisse wie in Sachsen-Anhalt zur neuen Normalit\u00e4t. Die Deutschen bef\u00e4nden sich in einer Falle: Es sei unm\u00f6glich, eine rechte Partei an die Macht zu bringen, da die CDU zu schwach sei &#8211; auch wegen der Beliebigkeit der Politik der Gro\u00dfen Koalitionen &#8211; und die AfD keine absoluten Mehrheiten erreiche.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die W\u00e4hler h\u00e4tten die Politik mit ihrem Votum f\u00fcr eine &#8222;verbannte Partei der aufsteigenden Rechten&#8220; ins Durcheinander gest\u00fcrzt. Als Gr\u00fcnde sieht das &#8222;Wall Street Journal&#8220; die Frustration \u00fcber traditionelle Parteien, \u00fcber verfehlte Einwanderungspolitik seit 2015 sowie eine &#8222;unter Blutarmut leidende Wirtschaft&#8220;, die Berlin heilen m\u00fcsse. Dazu k\u00e4men hohe Haushaltsenergiekosten wegen &#8222;Fixierungen auf Netto-Null-Klimaziele&#8220;, so das konservativ-wirtschaftsfreundliche Medium. Zwar sei Panik wegen der St\u00e4rke rechter Kr\u00e4fte in Europa unangebracht &#8211; aber Deutschland sei wegen seiner Historie ein Sonderfall. Die AfD, meint die Chefredaktion des US-Mediums, schade sich selbst, indem sie Nazis nicht aus der Partei ausschlie\u00dfe oder sie diszipliniere.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, rpe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Vorbote rechtsextremer Siege&#8220;US-Medien sehen Erfolg der AfD als Signal f\u00fcr EuropaTino Chrupalla, Ulrich Siegmund und Alice Weidel vor&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":94084,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[2864,6,34,1672,26071,194],"class_list":["post-94083","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-afd","tag-europa","tag-politik","tag-sachsen-anhalt","tag-ulrich-siegmund","tag-usa"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94083","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=94083"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94083\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94084"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=94083"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=94083"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=94083"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}