Ich hab das aus einem Interview mit der Ökonomin Sarah Godar. Sie erklärt ziemlich nüchtern, warum Milliardär:innen und große Konzerne am Ende oft weniger Steuern zahlen als normale Arbeitnehmer:innen.
Der Kern des Problems:
Superreiche bekommen ihr Einkommen nicht als Lohn. Gewinne bleiben im Unternehmen, werden nur mit Körperschaftsteuer belastet und nie ausgeschüttet. Dadurch greift die progressive Einkommensteuer kaum oder gar nicht. Effektiv liegt die Steuerlast dann unter jener von Durchschnittsbürger:innen.
Bei Konzernen läuft das Spiel ähnlich. Gewinne werden über Lizenzgebühren und interne Zahlungen in Länder wie Irland oder Luxemburg verschoben. In Österreich bleibt steuerlich wenig übrig, obwohl hier gearbeitet wird.
Und dieses ständige Argument, dass Reiche bei höheren Steuern sofort wegziehen würden, hält laut Studien kaum. Die meisten bleiben. Familie, Unternehmen und Netzwerke lassen sich nicht einfach nach Dubai verlagern. Außerdem gibt es Wegzugssteuern.
Was mich daran nervt:
Bei Pflege, Bildung oder Sozialleistungen heißt es immer, es sei kein Geld da. Gleichzeitig gehen Milliarden verloren und politisch passiert mal wieder erstaunlich wenig.

Wie seht ihr das, bleibt das ein Dauerproblem?

Interview: https://kontrast.at/steuerhinterziehung-interview-sarah-godar/




die_mexify_suchtet

9 comments
  1. Nö, kein Dauerproblem sondern völliger Blödsinn, der allerdings bei Kontrast mittlerweile zum Dauerproblem wird.

  2. Zum Vergleich: der Schaden durch Sozialbetrug liegt bei 26 Millionen €.

  3. was ist jetzt die neuigkeit daran. reiche und unternehmen können es sich richten. die normalen bürger zahlen die zeche für alles. österreich wie es leibt und lebt.

  4. und hätten wir die 1,7 milliarden mehr, würde das auch nichts bringen, bei unseren tollen politikern die das geld beim fenster hinauswerfen

  5. naja, erstere Erklärung ist seltsam. … Gewinne bleiben im Unternehmen… was daran ist das Problem? Die zweitere ist schlüssig.
    Das Konzerne durchrechnen dürfen , glaube ich mich zu erinnern, wurde unter Schüssel gesetzlich verankert. Könnte man jederzeit ändern. Wenn man wollte 😉

  6. rechnen wir uns doch mal durch was uns die ganzen parteien so kosten und deren freunderlbudden

  7. Es wäre fairerweise selten dämlich Unternehmensgewinne vor Ausschüttung voll zu besteuern. Schließlich möchte man, dass Unternehmen investieren und eine ordentliche Eigenkapitalquote erfüllen.

  8. Milliardäre zahlen weniger Steuern, weil Gewinne in Unternehmen bleiben und nie ausgeschüttet werden. Hä? Da bringst du aber einiges durcheinander.

Leave a Reply