In Luxemburg ermittelt die Justiz wegen Korruption, Urkundenfälschung und Schleuserei gegen ein kriminelles Netzwerk. Mehr als 200 Drittstaatsangehörige erhielten mutmaßlich durch fingierte Arbeitsverträge und fiktive Adressen unrechtmäßig Aufenthaltstitel sowie Sozialleistungen. Im Zentrum des Skandals steht die „Direction générale de l’immigration“ (DGIM). Bislang wurden 25 Personen angeklagt, Innenminister Léon Gloden hat einen externen Audit der Behörde beauftragt.
Wer aus einem Land außerhalb der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraums – etwa aus Montenegro, Serbien oder den USA – für längere Zeit nach Luxemburg ziehen möchte, muss ein mehrstufiges bürokratisches Verfahren durchlaufen. Doch wie funktioniert dieses eigentlich?