Die verschärften Grenzkontrollen Deutschlands an der Autobahn 8 haben auf luxemburgischer Seite für viel Unmut gesorgt. Unmittelbar nachdem Deutschland diese Kontrollen als Maßnahme im Kampf gegen illegale Migration angekündigt hatte, gab es Kritik aus dem Großherzogtum.

Nun hat man eine gemeinsame Lösung gefunden. Die Innenminister von Luxemburg und Deutschland haben sich darauf verständigt, die Grenzkontrollen auf der Autobahn bei Schengen flexibler zu gestalten. Das bestätigte das Bundesinnenministerium auf SR-Anfrage.

Kontrollstelle an der Grenze abgebaut

Die Kontrollstelle der Bundespolizei auf der Autobahn wird umgestaltet. Die Betonblöcke sollen entfernt werden, sodass der Verkehr wieder auf zwei Fahrspuren fließen kann. Zudem wird die erlaubte Geschwindigkeit dort von 20 auf 70 km/h erhöht.

Dadurch sollen die Auswirkungen auf den Verkehr verringert werden, es soll weniger Staus an der Grenze geben.

Die Änderungen sollen nach SR-Informationen zum 1. August in Kraft treten.

In Luxemburg gesehen, in Deutschland kontrolliert

Die Bundespolizei erhält den Angaben zufolge in Absprache mit der luxemburgischen Polizei verbesserte Möglichkeiten, kontrollrelevante Fahrzeuge frühzeitig, auf luxemburgischem Territorium, identifizieren zu können. Im Anschluss sollen die Fahrzeuge dann – abseits der A 8 – auf deutschem Territorium kontrolliert werden.

Außerdem soll die grenzpolizeiliche Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden. Mit gemeinsamen Streifen soll laut Ministerium die grenzüberschreitende Kriminalität noch stärker bekämpft werden

315 illegale Einreisen im Juni

Insgesamt wurden im Juni an den rheinland-pfälzischen und saarländischen Grenzen zu Frankreich und Luxemburg 315 illegale Einreisen festgestellt. In 16 Fällen wurden Schleuser festgenommen.

Über dieses Thema haben auch die SR info-Nachrichten im Radio am 15.07.2025 berichtet.