Mehr als 3.000 Hektar Wald- und Moorgebiet brennen in Belgien, ungefähr 50 Kilometer Luftlinie von der nördlichen Luxemburger Grenze entfernt. Mehrere Löschflugzeuge und -hubschrauber aus Schweden, Deutschland, den Niederlanden und Tschechien wurden nach der Aktivierung des EU-Katastrophenschutzmechanismus in das Einsatzgebiet im Hohen Venn entsandt. Doch warum hat Luxemburg keine Löschflugzeuge geschickt? Diese Frage stellten mehrere unserer Leser in den sozialen Medien.
„Das CGDIS verfügt selbst über keine Löschflugzeuge“, antwortet Pressesprecher Cédric Gantzer gegenüber Tageblatt. Allerdings: Die Luxemburger Regierung hatte noch Ende Juli ein Löschflugzeug in die Gironde nach Frankreich entsandt, um dort beim historischen Waldbrand auszuhelfen. „Das Flugzeug, das dort zum Einsatz kam, gehört dem Unternehmen Aquarius Aerial Firefighting, einer auf die Brandbekämpfung aus der Luft spezialisierten Tochtergesellschaft von Cargolux“, sagt Gantzer. Das Unternehmen hat ungefähr 15 Maschinen. Diese sind aber nicht in Luxemburg, sondern während der Brandsaison in Portugal und anderen betroffenen Gebieten im Süden stationiert. Das Ende Juli von der Regierung entsendete Flugzeug sei nur zufällig in Luxemburg gewesen – und nun nicht für einen Einsatz in Belgien verfügbar.