Ein 32 Jahre alter Luxemburger hat in einem Hotel in Magaluf einen Guardia-Civil-Beamten in den linken Unterarm gebissen. Der Tourist wurde daraufhin festgenommen und kam am Donnerstagvormittag gegen eine Kaution von 1.500 Euro wieder frei. Nach Angaben der Guardia Civil werden ihm unter anderem Angriff auf und Widerstand gegen einen Vollstreckungsbeamten vorgeworfen.

Der Vorfall ereignete sich demnach am späten Mittwochabend im Hotel des Urlaubers. Dessen Direktor rief die Polizei, nachdem der Tourist in den Pool erbrochen und mehrere Gäste angepöbelt haben soll. Ein Mitarbeiter verwies ihn aufgrund seines unangemessenen Verhaltens des Hotels. Dabei soll der Mann versucht haben, den Angestellten anzugreifen.

Als die Beamten eintrafen, zeigte der Tourist nach deren Aussage „deutliche Anzeichen“ von Trunkenheit. Wegen seiner „teilweise zusammenhanglosen Äußerungen“ vermuteten die Polizisten zudem einen möglichen Drogenkonsum. Der Mann soll sich den Beamten gegenüber zunächst aggressiv verhalten haben. Er wurde an Ort und Stelle in Polizeigewahrsam genommen. Nachdem er sich beruhigt hatte, durfte er jedoch wieder gehen und kehrte mit seiner Partnerin auf das Zimmer zurück.

Wenige Stunden später ging erneut ein Notruf aus dem Hotel bei der Guardia Civil ein. Der Luxemburger soll wieder Mitarbeiter und Gäste angepöbelt und Passanten bedroht haben. Als die Beamten eintrafen, soll er sich erneut aggressiv und einschüchternd verhalten haben. Schließlich soll er sich auf einen der Polizisten gestürzt und diesen tätlich angegriffen haben.

Die Beamten überwältigten den Mann daraufhin zu fünft. Während des Gerangels biss er einem Polizisten in den linken Unterarm und schlug ihn zudem an der Schulter. Der Beamte musste anschließend ärztlich behandelt werden.

Die Beamten brachten den renitenten Urlauber anschließend auf das Polizeirevier. Die Ermittlungsunterlagen wurden an das zuständige Gericht weitergeleitet. Ein Haftrichter setzte in ihn gegen Auflagen wieder auf freien Fuß.