Luxemburg investiert in der jüngsten Finanzierungsrunde zehn Millionen Euro in das KI-Unternehmen Mistral AI, wie das Finanzministerium am Dienstag auf Facebook bekannt gibt. Mit der finanziellen Unterstützung des europäischen Vorreiters beabsichtigt das Großherzogtum, aktiv zu einer größeren technologischen Souveränität beizutragen.
Neue Finanzierungsrunde
Mistral hat sich in der neuen Finanzierungsrunde drei Milliarden Euro gesichert, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag berichtete. Die Bewertung des Unternehmens steigt damit auf über 21 Milliarden Euro – die bislang größte Eigenkapitalfinanzierung eines europäischen Technologieunternehmens überhaupt. Der größte Investor ist der südkoreanische Tech-Konzern Samsung Electronics.
Zum Vergleich: Der Branchenprimus OpenAI wurde in seiner jüngsten Finanzierungsrunde mit rund 852 Milliarden US-Dollar bewertet.
„Weltweit einzigartige“ Partnerschaft
Premier Luc Frieden (CSV) hatte Anfang März dieses Jahres angekündigt, Luxemburg solle Europas führende Nation werden, wenn es um die konkrete Anwendung von Künstlicher Intelligenz geht. Dafür ist der Staat eine „weltweit einzigartige“ Partnerschaft mit dem französischen Unternehmen Mistral AI eingegangen. Mit dieser Kooperation will Luxemburg drei Ziele erreichen: die Einführung von KI im öffentlichen Sektor beschleunigen, das luxemburgische KI-Ökosystem stärken und die europäische KI-Souveränität verbessern.
Die Partnerschaft mit Mistral AI lässt sich Luxemburg bereits 40 Millionen Euro an staatlichen Investitionen kosten – vor allem für Gelder für Lizenzen und Support.
Mistral AI ist eines von Europas Vorzeige-Start-ups im Bereich KI, gegründet 2023 von Arthur Mensch, Timothée Lacroix und Guillaume Lample, die zuvor bei Meta und Google DeepMind forschten.