Die Parteichefs der Linken Ines Schwerdtner und Jan van Aken legten an der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde rote Nelken nieder. Auch die Linken-Spitzenkandidatin für die Berliner Abgeordnetenhauswahl, Elif Eralp, war vor Ort.
Die Kommunisten Liebknecht und Luxemburg waren 1919 erschossen worden. Ein Revolutionsausschuss, dem auch Karl Liebknecht angehörte, hatte zum Sturz der Regierung von Friedrich Ebert aufgerufen. Es kam zu Massendemonstrationen und bewaffneten Kämpfen in Berlin. Diese Erhebung, die später als „Spartakusaufstand“ bezeichnet wurde, wurde von der Regierung unter Ebert mithilfe von Militär und Freikorps niedergeschlagen.
Luxemburg und Liebknecht tauchten unter, wurden jedoch entdeckt, verschleppt und verhört. Rechtsgerichtete Freikorps-Soldaten erschossen Liebknecht im Tiergarten. Luxemburg wurde ebenfalls nach dem Verhör in einem Auto erschossen. Ihre Leiche wurde in den Berliner Landwehrkanal geworfen und erst Ende Mai 1919 gefunden.