Hohe Zölle drohen

Tanken in Luxemburg: Diese Menge ist erlaubt

Aktualisiert am 13.03.2026Lesedauer: 1 Min.

Teure Reserve: Wer zu viel Sprit in Kanistern nach Deutschland einführt, muss mit harten Konsequenzen rechnen.Vergrößern des Bildes

Teure Reserve: Wer Sprit in Kanistern nach Deutschland einführt, muss mit harten Konsequenzen rechnen. (Quelle: IMAGO/Horst Galuschka )

Wer in Luxemburg günstig tankt, sollte die Grenzen kennen. Denn wer Benzin oder Diesel im Kanister nach Deutschland mitnimmt, zahlt drauf. Diese Regeln gelten.

An der Zapfsäule sparen Autofahrer in Luxemburg an günstigen Zeitpunkten viele Euro. Doch wer den Kofferraum mit Kanistern füllt, riskiert bei der Rückreise hohe Steuernachzahlungen. Für die Einfuhr nach Deutschland gilt eine klare Grenze.

Luxemburgs niedrige Steuern locken viele Tank-Touristen aus Deutschland an. Die Strategie: Wer zum Tanken kommt, kauft auch im Land ein oder geht dort essen. So profitiert die gesamte Wirtschaft.

Beim Transport von Benzin und Diesel geht Luxemburg jedoch einen Sonderweg: Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern gilt dort ein striktes Verbot für Reservekanister im Auto. Wer die Grenze überquert, darf lediglich den fest verbauten Fahrzeugtank befüllen. Werden bei einer Kontrolle dennoch zusätzliche Behälter entdeckt, drohen empfindliche Strafen.

Generell gilt bei der Rückreise nach Deutschland aus dem EU-Ausland: Ab einer Menge von 20 Litern Reservekraftstoff verlangt der deutsche Fiskus Mineralölsteuer. Außerdem empfiehlt der ADAC aus Brandschutzgründen, nie mehr als zehn Liter im Kofferraum zu transportieren.

Wegen Luxemburgs Sonderweg gelten diese Grenzen jedoch nur bei der Einreise aus anderen EU-Staaten. Einige Staaten wie Polen und Tschechien haben zudem eigene Obergrenzen von zehn Litern, um den Tanktourismus in ihre Länder einzuschränken.

Wichtig: Der Zoll kontrolliert die Einhaltung der erlaubten Mengen stichprobenartig. Wer die Freimengen missachtet und bei einer Stichprobe erwischt wird, muss mit Konsequenzen rechnen.