Luxemburg ist eines der Gründungsmitglieder der Europäischen Union (EU) und seit Anbeginn Teil des Euroraums. Umso bedeutender ist es, dass Land trotz der Bitcoin-kritischen Einstellung der Europäischen Zentralbank (EZB) auf Bitcoin setzt.
EZB-Chefin Christine Lagarde, die erst kürzlich wieder ihrer Bitcoin-Kritik Nachdruck verliehen hat, positionierte sich Anfang des Jahres klar gegen die Idee des Chefs der Tschechischen Zentralbank, einen Teil der Währungsreserven in BTC zu investieren.
Mit der Bitcoin-Investition Luxemburgs, des Landes mit der höchsten Wirtschaftsleistung pro Kopf in der EU, gibt es also einen Hoffnungsschimmer, dass man sich in Europa nicht allzu sehr abhängen lässt.
El Salvador und das Königreich Bhutan akkumulieren schon seit Jahren die mit Abstand bedeutendste Kryptowährung. Nachdem US-Präsident Donald Trump in diesem Jahr das Dekret zur strategischen Bitcoin-Reserve unterzeichnet hat, springen nun immer mehr Länder auf den Zug auf.
Ende August wurde beispielsweise ersichtlich, dass die Vereinigten Arabischen Emirate über staatliche Mining-Aktivitäten einen beträchtlichen BTC-Bestand aufgebaut haben. Das Emirat Abu Dhabi kaufte zudem ebenfalls über einen Staatsfonds, Mubadala Investment, Bitcoin-Spot-ETFs.
Derweil befinden sich Pakistan, Kirgistan und Kasachstan ebenfalls in dem Prozess, eine eigene Bitcoin-Reserve ins Leben zu rufen.
Die Bitcoin-Investition über einen Staatsfonds wäre für die Länder, die einen haben, die wohl naheliegendste Option, die ersten Schritte zu wagen. Hier gilt es zu beobachten, ob Norwegen, das Land mit dem größten Staatsfonds der Welt, es Luxemburg nachtut. Bislang hält Norwegen lediglich indirekt BTC durch die Investition in Aktien wie Strategy und Metaplanet.
Die USA planen, einen eigenen Staatsfonds an den Start zu bringen. Über diesen Fonds, der von den Bitcoin-Sympathisanten Howard Lutnick (Handelsminister) und Scott Bessent (Finanzminister) verwaltet werden soll, könnten die USA womöglich ebenfalls ohne größere Hürden ihr BTC-Engagement vergrößern.