Die Verlegerverbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg fordern klare Rahmenbedingungen für den Umgang von Plattformen und Künstlicher Intelligenz mit journalistischen Inhalten. Die jetzt veröffentlichte „Erklärung von Luxemburg“ soll die Medienvielfalt und faire Wettbewerbsbedingungen garantieren und so die wirtschaftliche Basis unabhängiger Medien sichern.

„Wer den Informationsfluss kontrolliert, kontrolliert die Demokratie“, so Michelle Cloos, Generaldirektorin des „Tageblatt Luxemburg“. Diese Kontrolle dürfe nicht von digitalen Gatekeepern monopolisiert werden.

Die Verbände fordern in der Erklärung mehr Transparenz bei Algorithmen, Quellen und Rankinglogiken und bessere Möglichkeiten für Medienhäuser, die Rechte an ihren Inhalten durchzusetzen. Außerdem wollen sie eine verpflichtende Vergütung für die Nutzung journalistischer Inhalte durch Dritte und eine diskriminierungsfreie Auffindbarkeit journalistischer Angebote im Netz.

Plattformen sollen Journalismus mitfinanzieren

Zudem soll es klare Grenzen für KI-generierte Inhalte der marktbeherrschenden Plattformen geben. Die Erklärung kritisiert die marktverzerrenden Praktiken der Plattformen und fordert, dass sich diese künftig an der Finanzierung journalistischer Inhalte beteiligen.

Mit Blick auf das Recht auf Vergessen dürfe es zudem nicht zur „Umschreibung der Geschichte“ kommen. Journalistische Archive müssen insbesondere bei Themen von öffentlichem Interesse vollständig erhalten bleiben.

An der „Luxemburger Erklärung“ sind neben der Editpress aus Luxemburg der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) aus Deutschland, der Verlegerverband Schweizer Medien (VSM) und der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) beteiligt.

Quelle: KNA-Mediendienst

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