Gute Nachrichten für Fahrgäste, die zwischen Bettemburg und Luxemburg-Stadt pendeln. Sie können nun von den neuen TER-Zügen auf der Strecke profitieren, die zwischen Metz und dem hauptstädtischen Bahnhof verkehren. Wie „Virgule“ berichtet, hatte die französische Eisenbahngesellschaft SNCF die Züge bereits 2019 in der Normandie gekauft; in Betrieb genommen wurden sie jedoch erst am Montag.
Die neuen Züge bestehen aus fünf Wagen und bieten jeweils 554 Sitzplätze. Laut einer Mitteilung der Region Grand Est ist die neue Zugflotte bereits seit dem 29. April im Einsatz. Nach Informationen von „Virgule“ sollen bis Juni schrittweise sieben dieser Züge in Betrieb gehen. Bis Januar 2027 sollen alle 16 neuen Züge vollständig eingesetzt sein. Sobald die Züge regulär verkehren, können sie während der Stoßzeiten bis zu 13.000 Fahrgäste befördern.
Züge halten in Bettemburg
Auch luxemburgischen Pendlern sollen die Züge zugutekommen, da sie in Bettemburg halten. Dort können Fahrgäste umsteigen und etwa mit der CFL bis nach Düdelingen weiterfahren. Warum die Züge erst Jahre nach ihrem Kauf zum Einsatz kommen konnten, erklärte Thibaud Philipps, Vizepräsident der Region Grand Est für Mobilität, gegenüber „Virgule“ mit zahlreichen Verzögerungen.
Nach dem Abschluss der Modernisierungsmaßnahmen sollen alle Sitze in den neuen Zügen mit einer einheitlichen Farbe verkleidet werden, nämlich dunkelblau. Foto: Antony Speciale/Virgule
„Die Züge verspäteten sich beim Transfer von der Normandie in den Grand Est“, sagte er. „Zudem war ein entscheidender Schritt notwendig, nämlich die Ausrüstung mit dem sogenannten ERTMS-System (European Rail Traffic Management System – System für Management und Steuerung des Eisenbahnverkehrs, Anm. d. Red.), um die Grenze überqueren zu können. Anschließend musste noch die Zulassung für den Betrieb auf luxemburgischer Seite erfolgen.“ Neben technischen und administrativen Hürden spielte laut Philipps auch die Ausbildung der Lokführer eine Rolle.
Anpassungen an Bahnhöfen
Aktuell sind die neuen TER-Züge noch an ihren Sitzfarben und Beschriftungen zu erkennen, die sich von jenen der Region Grand Est oder der ehemaligen Region Lothringen unterscheiden. Im Zuge eines Modernisierungsprogramms der SNCF sollen sie später optisch an die übrigen Triebwagen angepasst werden.
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Für die neue Zugflotte wurden zudem Anpassungen an den Bahnhöfen vorgenommen: Die Bahnsteige wurden verbreitert, um längere Züge aufnehmen zu können. Daher halten die neuen Züge vorerst nicht in Howald.
Mehr Details zu den Fahrplänen der neuen Züge sind auf den Internetseiten der Eisenbahngesellschaften CFL und SNCF erhältlich.
*mit Informationen von „virgule.lu“