Für Vicky Leandros ist Luxemburg bis heute ein ganz besonderer Ort. Die Sängerin verrät im Interview, dass sie dort noch immer viele Freunde hat und regelmäßig privat zurückkehrt. Vor allem ihre ESC-Geschichte verbindet sie eng mit dem Land.
Wie Vicky Leandros zur ESC-Legende wurde
1967 wurde Vicky Leandros von Radio Luxemburg für den Eurovision Song Contest ausgewählt. Damals entschied noch eine Jury über den Beitrag – und die Wahl fiel auf „L’amour est bleu“ des französischen Komponisten André Popp.
Auch wenn sie beim ESC damals „nur“ den vierten Platz belegte, wurde der Song ihr großer internationaler Durchbruch. Später nahm Vicky Leandros das Lied sogar in mehreren Sprachen auf und feierte damit weltweit Erfolge – unter anderem in Kanada und Japan. Dafür ist sie bis heute dankbar: „Luxemburg hat mir diese Chance gegeben“, sagt sie gegenüber „RTL.lu“
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Jetzt kehrt die Sängerin zum ESC zurück. Dann wird Vicky Leandros erneut „L’amour est bleu“ performen – genau den Song, mit dem sie 1967 in Wien ihre erste ESC-Erfahrung machte. Damals war sie gerade einmal 17 Jahre alt.
Als die Anfrage vom ORF kam, musste sie deshalb nicht lange überlegen: „Ich dachte: Was für eine tolle Idee – ich komme sehr gerne.“ Nur wenige Jahre nach ihrem ersten ESC-Auftritt schrieb Vicky Leandros selbst Geschichte. 1972 gewann sie mit „Après toi“ den Eurovision Song Contest für Luxemburg.
Vicky Leandros kritisiert heutigen ESC
Wenn Vicky Leandros auf den heutigen ESC blickt, staunt sie über die riesigen Produktionen. Gleichzeitig erinnert sie sich aber auch an die deutlich einfacheren Zeiten früherer Wettbewerbe. „Es war ein wunderschönes Theater mit einem Sinfonieorchester unter der Bühne“, erzählt sie. Bei ihrem Sieg mit „Après toi“ habe es lediglich einen schwarzen Vorhang und ein paar Lamettastücke als Dekoration gegeben.
Heute sei alles viel größer geworden – mit moderner Technik, riesigen Bühnen und spektakulären Effekten. Für Vicky manchmal sogar etwas zu viel. „Damals ging es nur um den besten Song“, sagt sie offen.
Sarah Engels tritt für Deutschland an
Für Deutschland tritt in diesem Jahr Sarah Engels an. Sie reiste mit ihrer gesamten Familie nach Wien an. Und schon vor ihrem großen Auftritt am 16. Mai machte die Sängerin das ESC-Publikum sprachlos.
Bei der Eröffnung stahl sie nicht nur alle Blicke – dank einmaligem Wow-Kleid in Feuerrot. Auch bei ihrem ersten Auftritt zeigte Sarah mit ihren Tanzeinlagen und einem waghalsigen Stunt, was in ihr steckt.