E-Mail aus Epstein-Files: So lästerte Mette-Marit über Luxemburg

Das klingt so gar nicht nach vornehmer Prinzessin: Neu veröffentlichte Dokumente aus den sogenannten Epstein-Files rücken Luxemburg unerwartet in den Mittelpunkt des internationalen Sex-Skandals. In einer E-Mail an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bezeichnete Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen die Hochzeit von Erbgroßherzog Guillaume von Luxemburg und Stéphanie de Lannoy als “langweilig”. Die Hochzeit fand im Oktober 2012 statt. Der private Austausch stammt aus dem dem gleichen Jahr und wurde nun im Zuge der Veröffentlichung von rund drei Millionen Seiten durch das US-Justizministerium öffentlich. 2008 war Epstein zum ersten Mal verurteilt worden.

Royale Hochzeit 2012: Norweger waren zu Gast

Die Hochzeit von Guillaume von Luxemburg und Stéphanie de Lannoy galt als eines der bedeutendsten royalen Ereignisse des Jahres 2012, nicht nur in Luxemburg. Am 19. Oktober fand die zivile Trauung statt, einen Tag später folgte die kirchliche Zeremonie in der Kathedrale Notre-Dame in Luxemburg. Vertreter zahlreicher europäischer Königshäuser nahmen teil. So auch Mette-Marit und ihr Ehemann, Kronprinz Haakon.

Skandalprinzessin Mette-Marit: Sollen sie und Haakon auf den Thron verzichten?

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“Boring marriage”: Der Wortlaut der brisanten Mail

Anschließend zu lästern, ist so gar nicht fein. Umso größer ist nun die Aufmerksamkeit für eine E-Mail, die Mette-Marit offenbar am 21. Oktober 2012 verschickt hatte. Absenderin: “HKH Kronprinsessen“. Empfänger: Jeffrey Epstein. Auf dessen Nachfrage, wie die Hochzeit gewesen sei, antwortete Mette-Marit knapp: “Boring marriage”.

Noch mehr Lästereien von Mette-Marit über Luxemburgs royales Paar

Es kommt noch schlimmer: In der Mail vergleicht die norwegische Kronprinzession die royale Hochzeit mit einem alten Film, dessen Figuren man kenne – und bei dem man wisse, dass die Beziehung nicht ewig halten werde. Unter anderem Bericht das “Luxemburger Wort” über die unappetlichen Lästereien von Norwegens Kronprinzessin.

Ehe des Großherzogs hält: Paar hat zwei Söhne

Mit ihrem schnoddrigen Urteil irrte sich Mette-Marit übrigens: Die von ihr so geschmähte Hochzeit gilt bis heute als stabiler Anfang einer Ehe. Sie dauert inzwischen über ein Jahrzehnt. Guillaume trat im vergangenen Jahr die Nachfolge seines Vaters als Großherzog an. Das Paar hat zwei Söhne.

Marius Borg Høiby

Muss sich bei Vergewaltigungsprozess verantworten: Marius Borg Høiby, hier mit seiner Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit. Foto: Lise Aserud/NTB/dpa

Vergewaltigungsprozess gegen Mette-Marits Sohn Marius

Die neuen Enthüllungen kommen für die norwegische Kronprinzessin zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Medienberichten zufolge wird Mette-Marit in den Dokumenten mehrere hundert Male erwähnt. Bereits seit Jahren ist zwar bekannt, dass sie Kontakt zu Epstein hatte. Nun kommen aber unappetliche Details zu Tage.Damit nicht genug: Der in Oslo beginnende Vergewaltigungsprozess gegen Mette-Marits unehelichen Sohn Marius Borg Høiby belastet das norwegische Trhonfolger-Paar zusätzlich.

Mette-Marit kleinlaut: Kontakt zu Epstein war “einfach peinlich”

Am Freitagabend reagierte Mette-Marit mit einer öffentlichen Stellungnahme: Sie habe Epsteins Hintergrund nicht ausreichend geprüft, erklärte sie. Ihr Urteilsvermögen sei schlecht gewesen. Der Kontakt sei ihr heute “einfach peinlich”. Den Opfern des Sexualstraftäters sprach sie ihr tiefes Mitgefühl aus.

– Luxemburger Wort

– Eigene Recherche