{"id":10445,"date":"2026-06-26T17:16:07","date_gmt":"2026-06-26T17:16:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/10445\/"},"modified":"2026-06-26T17:16:07","modified_gmt":"2026-06-26T17:16:07","slug":"tageblatt-lu-digitalisierung-egovday-wie-luxemburg-ki-in-den-staatsapparat-integrieren-will","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/10445\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Digitalisierung | eGovDay: Wie Luxemburg KI in den Staatsapparat integrieren will"},"content":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung der Luxemburger Verwaltungen hat auf dem eGovDay am Donnerstag den n\u00e4chsten Schritt gemacht. Das Ministerium f\u00fcr Digitalisierung und das \u201eCentre des technologies de l\u2019information de l\u2019\u00c9tat\u201c (CTIE) planen, eine bessere und sichere Nutzung staatlicher Daten im wissenschaftlichen Rahmen zu erm\u00f6glichen. Die Luxemburger Regierung hat sich im Mai 2025 eine \u201eData Strategy\u201c an die Hand gegeben, im Dezember vergangenen Jahres stimmte die Chamber dem europ\u00e4ischen \u201eData Governance Act\u201c zu, um der Datenverwaltung in Luxemburg eine juristische Grundlage zu liefern und \u201edem Land, der Forschung und der Politik zu helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen\u201c, so Digitalisierungsministerin St\u00e9phanie Obertin (DP). <\/p>\n<p>Dazu hat die Regierung nun einen Datenkatalog erstellt. Dieser wurde am Donnerstag mit der Internetplattform letzdata.lu, der \u201eLuxembourg Data Factory\u201c, vorgestellt. Der Zugang zu Daten, die im \u00f6ffentlichen Sektor verf\u00fcgbar sind, soll wissenschaftlichen Akteuren vereinfacht werden. Das Ministerium erkl\u00e4rt auf Nachfrage des Tageblatt, dass jede nat\u00fcrliche oder juristische Person Zugang zu diesen Daten beantragen kann, solange gew\u00e4hrleistet ist, dass anhand der Daten statistische Analysen, Bildungs- und Ausbildungsprojekte, wissenschaftliche und historische Forschung sowie die Auswertung luxemburgischer und europ\u00e4ischer Politiken durchgef\u00fchrt werden. Ziel sei es, Forschung und Recherche unter m\u00f6glichst guten Rahmenbedingungen zu erm\u00f6glichen. <\/p>\n<p>            &#13;<br \/>\n              Im Endeffekt sieht man ziemlich genau, wo und f\u00fcr was KI eingesetzt wird&#13;<\/p>\n<p class=\"Zitat-Autor1\">St\u00e9phanie Obertin <\/p>\n<p class=\"Zitat-Funktion1\">Digitalisierungsministerin <\/p>\n<p>Die zur Verf\u00fcgung gestellten Daten werden von der Regierung in einem sicheren digitalen Umfeld vom CTIE zur Verf\u00fcgung gestellt und d\u00fcrfen die Landesgrenzen laut Obertin nicht verlassen. Die Daten werden anonymisiert und pseudonymisiert, der Zugriff ist nur f\u00fcr einen genehmigten Zeitraum m\u00f6glich. Nicht anonymisierte Ergebnisse d\u00fcrfen die Forschenden nicht aus dem digitalen Sandkasten exportieren. Die B\u00fcrger haben laut \u201eData Governance Act\u201c auf die Wiederverwendung ihrer Daten keinen Einfluss. Wie Ministerin Obertin betont, bestehe die Regierung jedoch auf gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Transparenz: Entscheidungen, wer auf welche Datens\u00e4tze zugreifen kann und wem der Zugriff verweigert wurde, sollen \u00f6ffentlich auf <a href=\"https:\/\/letzdata.public.lu\/en.html\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">letzdata.lu <\/a>einsehbar sein. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            KI im \u00f6ffentlichen Dienst <\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu der Datenwiederverwendung wird K\u00fcnstliche Intelligenz weiter in das luxemburgische Verwaltungssystem integriert, k\u00fcndigte Obertin am Donnerstag an. Das Ziel der Regierung sei die Verbesserung der Qualit\u00e4t und Effizienz \u00f6ffentlicher Dienstleistungen. Die KI solle Beamte k\u00fcnftig dabei unterst\u00fctzen, bestimmte Aufgaben schneller zu erledigen und die Verarbeitung von Informationen zu verbessern. Bereits seit Januar kommt in den Luxemburger Verwaltungen eine KI in Form eines Chatbots zum Einsatz. Mit dem neuen Dienst \u201eAI Model as a Service\u201c soll der Anwendungsbereich der KI ausgeweitet werden \u2013 ein konkretes Beispiel wurde am Donnerstag jedoch nicht genannt. Daf\u00fcr wird den Beamten eine <a href=\"https:\/\/mindigital.gouvernement.lu\/dam-assets\/publications\/document-de-reference\/charte-utilisation-ai-dans-ladministration-centrale\/charte-utilisation-ia-dans-ladministration-centrale.pdf\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">KI-Charta<\/a> zur Verf\u00fcgung gestellt, die Richtlinien zu menschlicher Kontrolle, Datenschutz, Transparenz, Zuverl\u00e4ssigkeit der Ergebnisse, Respekt der Grundrechte und verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigem Einsatz von KI beinhaltet. \u201eIm Endeffekt sieht man ziemlich genau, wo und f\u00fcr was KI eingesetzt wird\u201c, betont die DP-Ministerin. <\/p>\n<p>Auf Nachfrage, wie die Regierung KI in der Politik benutzen wolle, erkl\u00e4rt Obertin, dass Daten und KI dabei helfen sollen, bestehende Initiativen und Ma\u00dfnahmen der Ministerien zu bewerten. Ein konkretes Beispiel wurde nicht genannt. Der Staat verf\u00fcge \u00fcber eine KI-Infrastruktur, die es erm\u00f6gliche, Daten auszuwerten, ohne \u00fcber das \u00f6ffentliche Netz auf Large Language Models (LLM) zur\u00fcckzugreifen. Im M\u00e4rz hatte Luxemburg auch eine Partnerschaft mit dem franz\u00f6sischen KI-Unternehmen MistralAI abgeschlossen. <\/p>\n<p class=\"Infobox-Titel1\">eGovDay <\/p>\n<p class=\"Infobox-Text1\">Der eGovDay ist eine j\u00e4hrliche Fachveranstaltung, die vom Ministerium f\u00fcr Digitalisierung und vom \u201eCentre des technologies de l&#8217;information de l&#8217;\u00c9tat\u201c (CTIE) organisiert wird, um einen wissenschaftlichen Austausch \u00fcber Themen wie E-Governance, digitalen Wandel und Effizienzsteigerung der Beh\u00f6rden zu halten. Es geht um den Austausch zwischen Staat und Akteuren, um die digitale Transformation des luxemburgischen Staates voranzubringen und Dienstleistungen zu modernisieren. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Digitalisierung der Luxemburger Verwaltungen hat auf dem eGovDay am Donnerstag den n\u00e4chsten Schritt gemacht. 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