{"id":10641,"date":"2026-07-01T05:02:12","date_gmt":"2026-07-01T05:02:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/10641\/"},"modified":"2026-07-01T05:02:12","modified_gmt":"2026-07-01T05:02:12","slug":"tageblatt-lu-pfas-belastung-fuer-umwelt-und-koerper-luxemburg-und-eu-suchen-nach-antworten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/10641\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | PFAS | Belastung f\u00fcr Umwelt und K\u00f6rper: Luxemburg und EU suchen nach Antworten"},"content":{"rendered":"<p>\u201eWas ich Ihnen erz\u00e4hlen werde, wird leicht deprimierend sein.\u201c Der Satz passt. Hans van Scharen, Lobbyforscher beim Corporate Europe Observatory, nimmt w\u00e4hrend seiner Pr\u00e4sentation kein Blatt vor den Mund. Er redet von einer dystopischen Situation. Von einem Gift, das \u00fcberall zu finden ist. Und von der Chemikalien-Lobby, die das EU-Parlament \u201egekapert\u201c habe. F\u00fcnf eingeladene luxemburgische Influencerinnen und Influencer filmen ihn dabei. Die Handys, die sie daf\u00fcr benutzen, sind belastet. Genau wie die Kleidung, die sie tragen, der Stuhl, auf dem sie sitzen, und das Wasser, das sie trinken. Denn die Ewigkeitschemikalien PFAS sind \u00fcberall zu finden \u2013 und stellen eine reelle Gefahr f\u00fcr die Gesundheit der Menschen dar. <\/p>\n<p>          PFAS-Bluttest <\/p>\n<p class=\"Infobox-Titel1\">Was sind PFAS? <\/p>\n<p class=\"Infobox-Text1\">PFAS stecken in Produkten, die Wasser, Fett, Hitze oder Schmutz abweisen sollen: etwa in Outdoorjacken, Schuhen, Teppichen, Kosmetika, Pizzakartons, Mikrowellen-Popcornbeuteln, Antihaftpfannen, Skiwachs, Elektronik, Feuerl\u00f6schsch\u00e4umen und bestimmten Medizinprodukten. F\u00fcr Hersteller sind sie attraktiv, weil sie Materialien besonders widerstandsf\u00e4hig und langlebig machen. Die Stoffgruppe umfasst Tausende Chemikalien. Weil viele von ihnen kaum abgebaut werden, reichern sie sich in Umwelt und K\u00f6rpern an. Deshalb hei\u00dfen sie auch Ewigkeitschemikalien. <\/p>\n<p>So erkl\u00e4ren es jedenfalls van Scharen und No\u00e9mie J\u00e9gou, \u201ePolicy Officer for Chemicals\u201c beim Europ\u00e4ischen Umweltb\u00fcro (EEB) an einem Dienstagmittag in Br\u00fcssel. Etwa 20 Personen sitzen auf Einladung der Gr\u00fcnen\/EFA-Fraktion des EU-Parlaments in einem gro\u00dfen Konferenzraum des EU-Parlaments und h\u00f6ren den Erkl\u00e4rungen zu. Darunter auch ein Tageblatt-Journalist. Zum eint\u00e4gigen Event geh\u00f6rt auch eine Blutprobe f\u00fcr die Anwesenden. Denn bei fast jedem Menschen sind die Chemikalien im Blut zu finden. Um das zu verbildlichen, hat die Fraktion Menschen aus ganz Europa zu einem Bluttest in der belgischen Hauptstadt eingeladen. Die Gr\u00fcnen wollen die Resultate im September als Teil einer Aufkl\u00e4rungskampagne vorstellen. <\/p>\n<p>Denn das Problem wirkt akut. PFAS finden sich l\u00e4ngst nicht nur an einzelnen belasteten Standorten. Sie wurden in B\u00f6den, Fl\u00fcssen, Trinkwasser und im Blut von Menschen nachgewiesen. Einige der tausenden PFAS-Verbindungen werden unter anderem mit geschw\u00e4chten Abwehrkr\u00e4ften, Leber- und Schilddr\u00fcsenproblemen, Fruchtbarkeitsst\u00f6rungen sowie einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr bestimmte Krebsarten in Verbindung gebracht. Der Nachweis von PFAS im Blut bedeutet allerdings nicht automatisch, dass jemand krank wird. Wie gro\u00df das gesundheitliche Risiko ist, h\u00e4ngt unter anderem davon ab, um welche PFAS es geht, wie hoch die Belastung ist und wie lange sie anh\u00e4lt. <\/p>\n<p>            &#13;<br \/>\n              Vom Eisb\u00e4ren in der Arktis bis zum ungeborenen Kind: Alle sind betroffen&#13;<\/p>\n<p class=\"Zitat-Autor1\">Hans van Scharen <\/p>\n<p class=\"Zitat-Funktion1\">Lobbyforscher beim Corporate Europe Observatory <\/p>\n<p>\u201eVom Eisb\u00e4ren in der Arktis bis zum ungeborenen Kind: Alle sind betroffen\u201c, sagt Hans van Scharen. Gerade weil die Stoffe kaum abgebaut werden, w\u00e4chst die Belastung weiter, solange neue PFAS in die Umwelt gelangen. Das internationale Rechercheprojekt \u201eForever Pollution\u201c bezeichnet PFAS als die \u201eschlimmste Verschmutzungskrise, der die Menschheit bisher begegnet ist\u201c. <\/p>\n<p>            &#13;<br \/>\n              <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Die-Verhandlungen-im-EU-Parlament-in-Bruessel-ueber-98461.jpg\" title=\"Belastung f\u00fcr Umwelt und K\u00f6rper: Luxemburg und EU suchen nach Antworten \" alt=\"Verhandlungen im EU-Parlament Br\u00fcssel zu strengeren PFAS-Regeln f\u00fcr Umwelt- und Gesundheitsschutz\" class=\"img-responsive\" style=\"object-position:30.194805194805198312% 71.428571428571430602%;\"\/>&#13;<br \/>\n              &#13;<\/p>\n<p class=\"image-caption\">Die Verhandlungen im EU-Parlament in Br\u00fcssel \u00fcber strengere PFAS-Regeln werden wohl in den n\u00e4chsten Monaten und Jahren weiterlaufen Foto: Editpress\/C\u00e9dric Feyereisen<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n              &#13;<\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Krisenkommunikation <\/p>\n<p>Es sind solche S\u00e4tze, die in Zeiten von Krieg, Energie- und Klimakrise schwer zu vermitteln sind. PFAS sind unsichtbar, aber fast \u00fcberall nachweisbar. Und weil sie sich kaum abbauen, l\u00e4sst sich die Verschmutzung nicht einfach wieder r\u00fcckg\u00e4ngig machen. Das kann Menschen alarmieren \u2013 oder sie schlicht \u00fcberfordern. F\u00fcr Umweltorganisationen stellt sich deshalb die Frage, wie man vor dieser Krise warnt, ohne dass der Eindruck entsteht, ohnehin nichts mehr tun zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Die Realit\u00e4t ist bereits be\u00e4ngstigend. Lasst sie uns wenigstens nicht noch schlimmer machen<\/p>\n<p class=\"Zitat-Autor2\">No\u00e9mie J\u00e9gou <\/p>\n<p class=\"Zitat-Funktion2\">\u201ePolicy Officer for Chemicals\u201c beim Europ\u00e4ischen Umweltb\u00fcro <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Noemie-Jegou-ist-Chemikalienexpertin-beim-Europaeischen-98462.jpg\" title=\"Belastung f\u00fcr Umwelt und K\u00f6rper: Luxemburg und EU suchen nach Antworten \" alt=\"No\u00e9mie J\u00e9gou, Chemikalienexpertin beim Europ\u00e4ischen Umweltb\u00fcro EEB, spricht \u00fcber strengere EU-Umwelt- und Gesundheitsregeln.\" class=\"img-responsive\" style=\"object-position:55.874835761467423367% 49.397590361445779195%;\"\/><\/p>\n<p class=\"image-caption\">No\u00e9mie J\u00e9gou ist Chemikalienexpertin beim Europ\u00e4ischen Umweltb\u00fcro EEB, einem Br\u00fcsseler Netzwerk von Umweltorganisationen, das auf strengere EU-Regeln f\u00fcr Gesundheit und Umwelt dr\u00e4ngt Foto: Editpress\/C\u00e9dric Feyereisen<\/p>\n<p>F\u00fcr No\u00e9mie J\u00e9gou vom Europ\u00e4ischen Umweltb\u00fcro ist das ein Dilemma. \u201eWir wollen, dass die Menschen es wissen. Gleichzeitig wissen wir, dass es sehr be\u00e4ngstigend sein kann\u201c, sagt sie. Aber gerade deshalb d\u00fcrfe die Krise nicht kleingeredet werden. \u201eDie Realit\u00e4t ist bereits be\u00e4ngstigend. Lasst sie uns wenigstens nicht noch schlimmer machen.\u201c Es gehe darum, das Problem sichtbar zu machen \u2013 und zu verhindern, dass noch mehr PFAS in die Umwelt gelangen. <\/p>\n<p>Neu ist die Debatte allerdings nicht. Seit rund 20 Jahren fordern Umweltorganisationen ein Verbot der Stoffgruppe, sagt J\u00e9gou. Doch lange sei es schwierig gewesen, aus der komplizierten Chemiefrage ein Thema zu machen, das auch au\u00dferhalb von Fachkreisen verstanden werde. Die Industrie habe von dieser Komplexit\u00e4t profitiert. Ihr Argument laute oft: \u201eEinige PFAS sind gef\u00e4hrlich, andere nicht.\u201c J\u00e9gou h\u00e4lt dagegen, dass alle PFAS extrem langlebig seien. F\u00fcr viele Einzelstoffe sei zudem noch unklar, welche gesundheitlichen Folgen sie bei langfristiger Belastung haben k\u00f6nnen. F\u00fcr sie ist das allein ein Grund, ihren Einsatz grunds\u00e4tzlich infrage zu stellen. Und: \u201eEs gibt Anwendungen, bei denen der Ausstieg sehr einfach w\u00e4re \u2013 etwa bei Textilien, Kosmetika und anderen Konsumprodukten. Dort wissen wir, dass es viele Alternativen gibt.\u201c <\/p>\n<p>EU arbeitet an Ma\u00dfnahmen <\/p>\n<p>Dass PFAS nun wieder st\u00e4rker im Fokus stehen, h\u00e4ngt laut J\u00e9gou auch mit dem Vorschlag f\u00fcr eine EU-weite Beschr\u00e4nkung zusammen. Deutschland, die Niederlande, D\u00e4nemark, Schweden und Norwegen hatten 2023 bei der Europ\u00e4ischen Chemikalienagentur ECHA eine Beschr\u00e4nkung f\u00fcr tausende PFAS vorgeschlagen. Der Entwurf sieht neben einem grunds\u00e4tzlichen Ausstieg auch \u00dcbergangsfristen und Ausnahmen f\u00fcr Anwendungen vor, f\u00fcr die es noch keine ausreichenden Alternativen gibt \u2013 etwa in Teilen der Medizin oder der Industrie. Die wissenschaftliche Pr\u00fcfung bei der ECHA soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Erst danach wird die EU-Kommission einen konkreten Gesetzesvorschlag vorlegen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Hans-van-Scharen-ist-Lobbyforscher-beim-Corporate-Europe-98463.jpg\" title=\"Belastung f\u00fcr Umwelt und K\u00f6rper: Luxemburg und EU suchen nach Antworten \" alt=\"Hans van Scharen, Lobbyforscher bei Corporate Europe Observatory, analysiert Unternehmenseinfluss auf EU-Politik in Br\u00fcssel\" class=\"img-responsive\" style=\"object-position:75.125161916649375371% 58.852081052028736963%;\"\/><\/p>\n<p class=\"image-caption\">Hans van Scharen ist Lobbyforscher beim Corporate Europe Observatory, einer Br\u00fcsseler Organisation, die den Einfluss von Unternehmen und Lobbyverb\u00e4nden auf die EU-Politik untersucht Foto: Editpress\/C\u00e9dric Feyereisen<\/p>\n<p>Hans van Scharen f\u00fcrchtet, dass die geplanten Regeln durch die Arbeit von Lobbyisten der Chemieindustrie verw\u00e4ssert werden. \u201eImmer wieder dominiert dieselbe einseitige Sicht: Wenn wir regulieren, kostet das wirtschaftlich zu viel\u201c, sagt der Lobbyforscher. \u201eWor\u00fcber sie nie sprechen, ist, was es die Gesellschaft kostet.\u201c Gemeint sind Gesundheitskosten, verseuchte B\u00f6den und Gew\u00e4sser sowie die Sanierung von PFAS-Hotspots. Das sind Orte, an denen B\u00f6den, Gew\u00e4sser oder Menschen besonders stark belastet sind \u2013 etwa rund um Produktionsanlagen, Flugh\u00e4fen oder fr\u00fchere Einsatzorte von L\u00f6schschaum. Wenn PFAS weiter in die Umwelt gelangen, k\u00f6nnte ihre Sanierung in Europa in den kommenden 20 Jahren laut <a href=\"https:\/\/foreverpollution.eu\/\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Forever Lobbying Project<\/a> rund zwei Billionen Euro kosten. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Die-EU-bereitet-eine-Beschraenkung-fuer-Tausende-98464.jpg\" title=\"Belastung f\u00fcr Umwelt und K\u00f6rper: Luxemburg und EU suchen nach Antworten \" alt=\"EU plant Beschr\u00e4nkung f\u00fcr Tausende langlebige Ewigkeitschemikalien zum Schutz von Umwelt und Gesundheit\" class=\"img-responsive\" style=\"object-position:90.213012585005330379% 19.879518072289155128%;\"\/><\/p>\n<p class=\"image-caption\">Die EU bereitet eine Beschr\u00e4nkung f\u00fcr Tausende Ewigkeitschemikalien vor Foto: Editpress\/C\u00e9dric Feyereisen<\/p>\n<p>F\u00fcr dieses Rechercheprojekt haben 46 Journalistinnen und Journalisten aus 16 L\u00e4ndern mehr als 14.000 interne und \u00f6ffentliche Dokumente zur PFAS-Debatte ausgewertet. Das im Januar 2025 ver\u00f6ffentlichte Projekt kommt zu dem Schluss, dass mehrere zentrale wissenschaftliche Argumente der Branche falsch oder irref\u00fchrend seien. Zum Beispiel: In ihren Stellungnahmen bezeichnen Industrievertreter vor allem Fluorpolymere, eine Untergruppe der PFAS, als wenig besorgniserregende Polymere \u2013 und berufen sich dabei auf die OECD. Doch: Die OECD erkl\u00e4rte gegen\u00fcber dem Forever Lobbying Project, dass sie die Kriterien f\u00fcr diese Einsch\u00e4tzung nie endg\u00fcltig festgelegt habe. <\/p>\n<p>Nicht auf Br\u00fcssel warten <\/p>\n<p>Gerade weil offen ist, wie viel von der geplanten Beschr\u00e4nkung nach den Verhandlungen noch \u00fcbrig bleibt, sollten sich die Mitgliedstaaten laut No\u00e9mie J\u00e9gou nicht allein auf Br\u00fcssel verlassen. \u201eUnabh\u00e4ngig davon, was auf EU-Ebene geschieht, sollten sie dort f\u00fcr einen m\u00f6glichst ambitionierten Vorschlag eintreten und auf nationaler Ebene tun, was sie k\u00f6nnen, um zumindest ihre B\u00fcrger zu sch\u00fctzen\u201c, sagt die Chemikalienexpertin. Nationale Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnten zudem ein Signal an die gesamte EU senden. <\/p>\n<p>\u201eLuxemburg bleibt nicht von PFAS verschont\u201c, sagt die EU-Abgeordnete von \u201ed\u00e9i gr\u00e9ng\u201c, Tilly Metz, dem Tageblatt gegen\u00fcber. Die Regierung k\u00f6nne sich deshalb nicht darauf beschr\u00e4nken, auf eine L\u00f6sung aus Br\u00fcssel zu warten. \u201eDie nationalen Ministerien sitzen in den R\u00e4ten von Anfang an mit am Tisch. Sie k\u00f6nnen jetzt schon sagen, dass sie ein Phasing-out wollen\u201c, sagt Metz. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tilly-Metz-dei-greng-fordert-dass-Luxemburg-bei-den-EU-98465.jpg\" title=\"Belastung f\u00fcr Umwelt und K\u00f6rper: Luxemburg und EU suchen nach Antworten \" alt=\"Tilly Metz von d\u00e9i gr\u00e9ng fordert schrittweisen PFAS-Ausstieg Luxemburgs bei EU-Verhandlungen f\u00fcr Umwelt- und Gesundheitsschutz\" class=\"img-responsive\" style=\"object-position:68.72294372294372522% 25.09401640414721868%;\"\/><\/p>\n<p class=\"image-caption\">Tilly Metz (\u201ed\u00e9i gr\u00e9ng\u201c) fordert, dass Luxemburg bei den EU-Verhandlungen f\u00fcr einen schrittweisen Ausstieg aus PFAS eintritt Foto: Editpress\/C\u00e9dric Feyereisen<\/p>\n<p>PFAS-Kommissionssitzung <\/p>\n<p>Mit diesen Fragen befassen sich am Mittwoch auch die Umwelt-, Agrar-, Gesundheits- und Arbeitskommissionen in einer gemeinsamen Sitzung. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Diskussion des ersten interministeriellen PFAS-Berichts. Landwirtschaftsministerin Martine Hansen (CSV) und Umweltminister Serge Wilmes (CSV) <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Nachrichten\/Umweltminister-Wilmes-stellt-ersten-PFAS-Bericht-vor-43693.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">pr\u00e4sentierten im M\u00e4rz w\u00e4hrend einer Kommissionssitzung den ersten interministeriellen PFAS-Bericht<\/a>, der 40 vorgeschlagene Ma\u00dfnahmen enth\u00e4lt. <\/p>\n<p>Die Abgeordnete Djuna Bernard von \u201ed\u00e9i gr\u00e9ng\u201c bem\u00e4ngelte damals, dass der 70-seitige Bericht den Abgeordneten erst kurz vor der Sitzung vorlag und f\u00fcr eine ausf\u00fchrliche Diskussion kaum Zeit blieb. Der Bericht enth\u00e4lt bislang weder einen nationalen Ausstiegsplan noch konkrete Verbote. Zun\u00e4chst will die Regierung genauer erfassen, woher PFAS stammen und wie stark Menschen und Umwelt belastet sind. <\/p>\n<p>Die PFAS-Belastung l\u00e4sst sich nicht vollst\u00e4ndig r\u00fcckg\u00e4ngig machen, sagt Chemikalienexpertin No\u00e9mie J\u00e9gou. Aber sie m\u00fcsse nicht einfach hingenommen werden. \u201eUnabh\u00e4ngig davon, was auf EU-Ebene geschieht, sollte ein Staat dort f\u00fcr eine m\u00f6glichst ambitionierte Regelung eintreten \u2013 und zugleich auf nationaler Ebene alles tun, um zumindest seine B\u00fcrger zu sch\u00fctzen.\u201c Entscheidend sei nun, den weiteren Eintrag von PFAS in die Umwelt zu stoppen. \u201eWenn wir den Hahn zugedreht haben, gibt es M\u00f6glichkeiten, die am st\u00e4rksten belasteten Orte zu sanieren und daf\u00fcr zu sorgen, dass sich so etwas nicht wiederholt.\u201c <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eWas ich Ihnen erz\u00e4hlen werde, wird leicht deprimierend sein.\u201c Der Satz passt. 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