{"id":10707,"date":"2026-07-02T03:38:42","date_gmt":"2026-07-02T03:38:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/10707\/"},"modified":"2026-07-02T03:38:42","modified_gmt":"2026-07-02T03:38:42","slug":"tageblatt-lu-thailaendisches-chemieunternehmen-massenentlassungen-indorama-schliesst-werk-in-steinfort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/10707\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Thail\u00e4ndisches Chemieunternehmen | Massenentlassungen: Indorama schlie\u00dft Werk in Steinfort"},"content":{"rendered":"<p>Das thail\u00e4ndische Chemieunternehmen Indorama beendet seine Aktivit\u00e4ten in Luxemburg, wie die Gewerkschaftsfront OGBL-LCGB am Mittwoch mitteilt. Mehr als 100 Arbeitspl\u00e4tze sind durch die Schlie\u00dfung des Werks in Steinfort bedroht. Die Gewerkschaften nennen es \u201eeine brutale Entscheidung\u201c. <\/p>\n<p>F\u00fcr OGBL und LCGB ist es nicht zu verstehen, dass die Schlie\u00dfung als unvermeidlich dargestellt wird. \u201eEs kann nicht hingenommen werden, dass eine Entscheidung mit derart schwerwiegenden Folgen einfach angek\u00fcndigt wird, ohne dass zuvor gemeinsam mit allen betroffenen Akteuren ernsthaft \u00fcber die industrielle Zukunft des Standorts nachgedacht wurde\u201c, schreiben die Gewerkschaften. Sie haben deswegen um ein dringendes Gespr\u00e4ch mit Wirtschaftsminister Lex Delles (DP) und Arbeitsminister Marc Spautz (CSV) gebeten. <\/p>\n<p>Au\u00dferdem stelle die Schlie\u00dfung ein \u201eau\u00dfergew\u00f6hnliches und \u00e4u\u00dferst besorgniserregendes Ereignis\u201c f\u00fcr den gesamten luxemburgischen Industriesektor dar. Seit der Schlie\u00dfung des TDK-Standorts im Jahr 2007 habe Luxemburg keine Schlie\u00dfung eines Industriestandorts dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung mehr erlebt. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Linke fordert Eingreifen der Regierung <\/p>\n<p>Auch \u201ed\u00e9i L\u00e9nk\u201c kritisiert die Entscheidung des Unternehmens am Mittwoch in einem Presseschreiben. Indorama, mehrheitlich im Besitz der thail\u00e4ndischen Familie Lohia, habe 2025 einen Umsatz von knapp 12 Milliarden Euro erzielt. Den Standort in Steinfort zu schlie\u00dfen, sei demnach \u201eeine willk\u00fcrliche Entscheidung eines multinationalen Konzerns\u201c. <\/p>\n<p>Das, was passiert, sei zudem kein Einzelfall. Die Fraktion verweist auf mehrere Werksschlie\u00dfungen und den Abbau von Arbeitspl\u00e4tzen in den vergangenen Jahren, etwa bei Guardian, TDK, ArcelorMittal, Goodyear oder Dupont. Sie fordert, dem europaweiten \u201eTrend zur Deindustrialisierung\u201c entgegenzuwirken. <\/p>\n<p>Die Regierung d\u00fcrfe eine \u201eeinfache Schlie\u00dfung, ohne eine Alternative f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten zu finden\u201c, nicht hinnehmen und m\u00fcsse Verantwortung \u00fcbernehmen. In diesem Zusammenhang habe die Fraktion eine Dringlichkeitssitzung der beiden zust\u00e4ndigen Parlamentsaussch\u00fcsse beantragt. <\/p>\n<p>Indorama Ventures ist ein thail\u00e4ndisches Chemieunternehmen, welches haupts\u00e4chlich Polyester herstellt. Zu den Produkten geh\u00f6ren unter anderem PET-Flaschen, Polyesterfasern und -garne. 2025 verzeichnete Indorama einen Umsatz von fast 12 Milliarden Euro und betrieb Standorte in mehr als 30 L\u00e4ndern. (dr\/les) <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das thail\u00e4ndische Chemieunternehmen Indorama beendet seine Aktivit\u00e4ten in Luxemburg, wie die Gewerkschaftsfront OGBL-LCGB am Mittwoch mitteilt. 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