{"id":11209,"date":"2026-07-11T04:29:09","date_gmt":"2026-07-11T04:29:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/11209\/"},"modified":"2026-07-11T04:29:09","modified_gmt":"2026-07-11T04:29:09","slug":"tageblatt-lu-beschaeftigung-auch-im-ersten-quartal-2026-bleibt-die-entwicklung-in-luxemburg-schlecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/11209\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Besch\u00e4ftigung | Auch im ersten Quartal 2026 bleibt die Entwicklung in Luxemburg schlecht"},"content":{"rendered":"<p>Die Zeit, in der die Politik \u00fcber die Probleme debattiert hat, die eine immer schneller wachsende Zahl an Besch\u00e4ftigten mit sich bringt, r\u00fcckt immer weiter in die Vergangenheit. <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Luxemburgs-Privatsektor-schafft-2025-nur-noch-wenig-neue-Stellen-63404.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">Seit mittlerweile mehr als zwei Jahren<\/a> ist das Gegenteil der Fall. Die Zahl der Arbeitspl\u00e4tze w\u00e4chst nur noch sehr langsam, und das bringt viele eigene Probleme mit sich. <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n            <a href=\"https:\/\/lustat.statec.lu\/vis?lc=fr&amp;tm=DF_E2604&amp;pg=0&amp;snb=1&amp;df[ds]=ds-release&amp;df[id]=DF_E2604&amp;df[ag]=LU1&amp;df[vs]=1.0&amp;dq=.Q&amp;lom=LASTNOBSERVATIONS&amp;lo=30&amp;pd=2016-Q1%2C2026-Q1&amp;to[TIME_PERIOD]=false\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">Laut neuen Statec-Zahlen<\/a> ist die Zahl der Arbeitspl\u00e4tze in Luxemburg im ersten Quartal 2026 um netto 1.400 Stellen gewachsen. Das sind etwa 15 neue Jobs pro Tag, ein \u00e4hnlich hohes \u2013 oder niedriges \u2013 Wachstum wie in den beiden Jahren zuvor. <\/p>\n<p>15 neue Jobs pro Tag mag nun nach viel klingen, sind es aber nicht. Unter anderem zeigt der Vergleich mit den Jahren zuvor, wie schwach das Wachstum geworden ist: Zwischen 2017 und 2023 sind durchschnittlich etwas mehr als 30 neue Arbeitspl\u00e4tze pro Tag entstanden. Luxemburg schafft also weiter Jobs. Aber halt deutlich weniger als in jenen Jahren, in denen das Land sich noch Sorgen \u00fcber \u201ezu viel Wachstum\u201c machte. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            1.400 neue Arbeitspl\u00e4tze in drei Monaten <\/p>\n<p>Volkswirtschaftlich schlecht ist zudem, dass die gro\u00dfe Mehrheit der neuen Arbeitspl\u00e4tze zwischen Januar und M\u00e4rz 2026, wie bereits in den beiden Jahren zuvor, beim Staat entstanden ist. Von den 15 neuen Jobs pro Tag sind stolze 12 auf Verwaltung, Bildungs- und Gesundheitswesen zur\u00fcckzuf\u00fchren: Das sind rund 1.100 der 1.400 neuen Arbeitspl\u00e4tze. Oder anders gesagt: Ohne den Staat w\u00e4re vom Besch\u00e4ftigungswachstum fast nichts \u00fcbrig geblieben. Kein anderer Sektor w\u00e4chst auch nur ann\u00e4hernd so schnell. <\/p>\n<p>Vor allem bei der Zentralverwaltung sowie bei den ambulanten Sozialdiensten f\u00fcr \u00e4ltere Menschen und Menschen mit Behinderung wurde im Laufe eines Jahres das st\u00e4rkste Wachstum verzeichnet, pr\u00e4zisiert Statec. <\/p>\n<p class=\"Zahl_Inhalt1\">12 <\/p>\n<p class=\"Zahl_Beschreibung1\">In Luxemburg sind in den ersten drei Monaten 15 neue Jobs pro Tag entstanden. 12 davon hat der Staat geschaffen. <\/p>\n<p>Im Privatsektor sind in den betreffenden drei Monaten netto nur etwa 300 neue Jobs entstanden. Das Muster aus den Jahren 2024 und 2025 setzt sich damit fort. Der private Sektor baut zwar nicht \u00fcberall Stellen ab. Aber er schafft auch nicht genug neue, um wieder zum alten Motor des Luxemburger Wachstumsmodells zu werden. Pro Tag hat er etwa drei neue Jobs geschaffen \u2013 in den guten Vorjahren war es hingegen regelm\u00e4\u00dfig ein Plus von 30 neuen Arbeitspl\u00e4tzen pro Tag. <\/p>\n<p>Stagnation im Bauwesen <\/p>\n<p>Im Detail: Im Sektor Handel, Transport sowie Hotel- und Gastst\u00e4ttengewerbe wurde im Quartalsvergleich ein leichter R\u00fcckgang bei der Zahl der Arbeitspl\u00e4tze gemessen. Auch die Informations- und Kommunikationsbranche gab minimal nach. Die Industrie legte derweil leicht, um 0,2 Prozent, zu. Auch der Finanzsektor kam nur auf ein mageres Plus von 0,1 Prozent. Einzig der Bereich der spezialisierten Unternehmensdienstleistungen zeigte mit plus 0,5 Prozent eine etwas bessere Dynamik. Doch das reicht nicht, um die Schw\u00e4che im Privatsektor insgesamt zu \u00fcberdecken. <\/p>\n<p>Im Bauwesen war die Lage in den ersten drei Monaten des Jahres etwas weniger schlecht als in den Vorquartalen. Gegen\u00fcber dem vierten Quartal 2025 <a href=\"https:\/\/statistiques.public.lu\/fr\/actualites\/2026\/stn27-26-emploi-salarie.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">haben die Statistiker von Statec<\/a> ein kleines Plus von 0,1 Prozent gemessen. Das \u00e4ndert aber wenig <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Erholung-bei-Bestandswohnungen-Neubauten-und-Mieten-bleiben-aber-unter-Druck-66030.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">am Gesamtbild<\/a>. Im Jahresvergleich liegt die Besch\u00e4ftigung im Bau noch immer um 0,9 Prozent niedriger. <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Luxemburg-baut-immer-weniger-und-immer-kleinere-Wohnungen-65194.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">Die Krise im Bauwesen ist also nicht vorbei<\/a>. Seit Ende 2022 hat die Branche rund 4.700 Jobs abgebaut \u2013 das ist in etwa jeder zehnte Arbeitsplatz. <\/p>\n<p>  &#13;<\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Meinung\/Luxemburg-baut-nicht-und-zahlt-den-Preis-dafuer-62909.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#13;<br \/>\n              <img decoding=\"async\" class=\"img-responsive wcms-image-layout wcms-img-fitting-cover wcms-img-aspect-ratio-16-9 wcms-img-object-position-centered\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Seit-Jahrzehnten-ist-bekannt-dass-hierzulande-etwa-30000-92291m.jpg\" loading=\"lazy\" title=\"Luxemburg baut nicht \u2013 und zahlt den Preis daf\u00fcr\" alt=\"Fehlende Wohnungen in Deutschland seit Jahrzehnten, Wohnungsnot mit rund 30.000 fehlenden Einheiten sichtbar\" style=\"object-position:49.997313578069011442% 50.001659460432776427%;\"\/>&#13;<br \/>\n            <\/a>&#13;<\/p>\n<p>    &#13;<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist auch die Entwicklung bei den Grenzg\u00e4ngern. Ihre Zahl wuchs im ersten Quartal um 0,6 Prozent und damit deutlich st\u00e4rker als jene der in Luxemburg wohnenden Besch\u00e4ftigten, die nur um 0,1 Prozent zulegte. Besonders stark ist der Zuwachs bei den Grenzg\u00e4ngern aus Frankreich: plus 1,1 Prozent innerhalb von drei Monaten. Die Zahl der Grenzg\u00e4nger aus Deutschland ging hingegen erneut zur\u00fcck, dieses Mal um 0,2 Prozent. Auch das ist kein kleines Detail. Es zeigt, dass sich die Attraktivit\u00e4t des Standortes ver\u00e4ndert hat. <\/p>\n<p>Schlecht f\u00fcr die Staatsfinanzen <\/p>\n<p>Diese maue Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wird nicht ohne Folgen bleiben. Luxemburgs Wohlstandsmodell beruhte lange auf einer einfachen Gleichung: mehr Jobs, mehr Grenzg\u00e4nger, mehr Lohnsteuern, mehr Sozialbeitr\u00e4ge. Wenn der Privatsektor aber nur noch wenige neue Jobs schafft und der Staat selbst immer st\u00e4rker zum Jobmotor wird, <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Nachrichten\/Ausgaben-steigen-auch-Anfang-2026-weiter-deutlich-schneller-als-Einnahmen-63893.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">wird die Rechnung komplizierter<\/a>: Die Steuereinnahmen werden nicht mehr so schnell steigen wie gewohnt, w\u00e4hrend zugleich dauerhaft h\u00f6here Ausgaben f\u00fcr Geh\u00e4lter entstehen. <\/p>\n<p>Genau das ist bereits in den Staatsfinanzen sichtbar. <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Nachrichten\/Ausgaben-steigen-auch-Anfang-2026-weiter-deutlich-schneller-als-Einnahmen-63893.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">In den ersten drei Monaten 2026<\/a> stiegen die Ausgaben des Zentralstaats um 8,6 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Die Einnahmen legten nur um 4,5 Prozent zu. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Zeit, in der die Politik \u00fcber die Probleme debattiert hat, die eine immer schneller wachsende Zahl an&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11210,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[405,5,1847,25,195],"class_list":["post-11209","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-luxemburg","tag-arbeitsmarkt","tag-luxemburg","tag-staatsfinanzen","tag-statec","tag-wirtschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@lu_de\/116899464159893751","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11209","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11209"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11209\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11210"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11209"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11209"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11209"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}