{"id":11931,"date":"2026-07-25T12:33:21","date_gmt":"2026-07-25T12:33:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/11931\/"},"modified":"2026-07-25T12:33:21","modified_gmt":"2026-07-25T12:33:21","slug":"ende-einer-aera-in-luxemburg-rtl-laesst-historische-langwellen-masten-in-junglinster-sprengen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/11931\/","title":{"rendered":"Ende einer \u00c4ra in Luxemburg: RTL l\u00e4sst historische Langwellen-Masten in Junglinster sprengen"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Junglinster_Transmitter_Luxembourg.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-post-image\" alt=\"\" decoding=\"async\"  \/><\/p>\n<p>Durchfuxt\/Wikipedia<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein markantes Wahrzeichen der europ\u00e4ischen Rundfunkgeschichte verschwindet in absehbarer Zeit aus dem Landschaftsbild. Die RTL-Muttergesellschaft CLT-UFA plant, die drei Sendemasten der ehemaligen Sendeanlage Junglinster in Luxemburg noch in diesem Herbst endg\u00fcltig zur\u00fcckzubauen. Das Ende der imposanten Anlage markiert f\u00fcr viele Radiomacher und Technikinteressierte einen sp\u00fcrbaren Einschnitt in der Historie der klassischen Langwellen\u00fcbertragung.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die drei 215 Meter hohen Stahlmasten auf dem L\u00ebnsterbierg pr\u00e4gen seit dem Jahr 1932 die Region oberhalb der \u00f6rtlichen Gemeindeverwaltung. In ihrer Anfangszeit galt die Anlage als der st\u00e4rkste Langwellensender Europas und spielte eine zentrale Rolle in der Entwicklung des internationalen Rundfunks. Bis 1974 befand sich der Sender im Dauerbetrieb, danach fungierte er \u00fcber Jahrzehnte als wichtige Reserve, bevor er im Jahr 2023 endg\u00fcltig vom Netz genommen wurde. Bereits vor gut einem Jahr hatte RTL mitgeteilt, dass die Sendet\u00fcrme nicht mehr ben\u00f6tigt werden und ein kompletter Abbau angestrebt wird.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den nun geplanten R\u00fcckbau gibt es zwar noch keinen exakten Termin, ein Unternehmenssprecher best\u00e4tigte jedoch k\u00fcrzlich gegen\u00fcber der luxemburgischen Presse, dass die Arbeiten aus rechtlichen Gr\u00fcnden fr\u00fchestens Anfang Oktober beginnen k\u00f6nnen. Derzeit stehen zudem noch einige letzte beh\u00f6rdliche Genehmigungen aus. Da die gigantischen Konstruktionen nicht unter Denkmalschutz stehen, hat die Gemeinde Junglinster dem Vorhaben weitgehend zugestimmt. Geplant ist ein zweigleisiges Verfahren: Der obere Teil der Masten soll durch eine gezielte Sprengung zu Fall gebracht werden, w\u00e4hrend der untere Bereich, der mit schwerem Ger\u00e4t gut erreichbar ist, auf klassische Weise maschinell abgerissen wird.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der fehlenden funktechnischen Nutzung d\u00fcrften auch handfeste Sicherheitsaspekte eine Rolle bei der endg\u00fcltigen Entscheidung gespielt haben. Im April 2025 l\u00f6ste ein Jugendlicher, der ungesichert auf einen der T\u00fcrme kletterte, einen massiven und gef\u00e4hrlichen Rettungseinsatz aus. F\u00fcr die Senderbetreiber stellen stillgelegte Antennenanlagen zunehmend ein kaum kalkulierbares Sicherheitsrisiko dar. Auch ein weiterer historischer Standort ist offenbar vom R\u00fcckbau betroffen, denn f\u00fcr die RTL-Sendeanlage im nahegelegenen Beidweiler liegt Berichten zufolge ebenfalls bereits eine Abrissgenehmigung der Gemeinde vor.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dort, wo heute noch massive Stahlgittermasten an die gro\u00dfen Zeiten des Langwellenfunks erinnern, soll in Zukunft vor allem Wohnraum entstehen. Auf dem Gel\u00e4nde rund um die jetzigen Sendemasten plant RTL den Bau eines gro\u00dfen Wohngebietes, das Platz f\u00fcr mehr als tausend neue Einwohner bieten soll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Durchfuxt\/Wikipedia Ein markantes Wahrzeichen der europ\u00e4ischen Rundfunkgeschichte verschwindet in absehbarer Zeit aus dem Landschaftsbild. 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