{"id":12151,"date":"2026-07-30T17:29:10","date_gmt":"2026-07-30T17:29:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/12151\/"},"modified":"2026-07-30T17:29:10","modified_gmt":"2026-07-30T17:29:10","slug":"tageblatt-lu-kosmetische-korrekturen-reichen-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/12151\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | \u201eKosmetische Korrekturen reichen nicht\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Einen Rundumschlag zum Thema Stadtentwicklung pr\u00e4sentierte die hauptst\u00e4dtische LSAP-Sektion bei ihrer Pressekonferenz am Donnerstagmorgen. Die \u201eStater Sozialisten\u201c forderten eine bessere Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger durch eine konsequentere Begr\u00fcnung der Stadt \u2013 und f\u00fchrten den anwesenden Journalisten zugleich vor Augen, wie sich 40 Minuten ohne Schatten bei knapp 30 Grad anf\u00fchlen. <\/p>\n<p>Im Mittelpunkt ihrer Forderungen steht eine klimaresiliente Gestaltung des \u00f6ffentlichen Raums. \u201eDer \u00f6ffentliche Raum muss unser wichtigster Verb\u00fcndeter im Kampf gegen die Hitze sein\u201c, betonte Gemeinder\u00e4tin Maxime Miltgen. Die LSAP fordert unter anderem die Entsiegelung versiegelter Fl\u00e4chen, die Pflanzung gro\u00dfer B\u00e4ume, die Schaffung von Pocket Parks sowie mehr Trinkwasserbrunnen, Wasserspiele und schattige Aufenthaltsbereiche. \u201eDie Stadt Luxemburg verdient mehr als kosmetische Korrekturen. Sie verdient eine neue Vision\u201c, sagte Miltgen. <\/p>\n<p>Diese Vision vermisst die LSAP bei der DP-CSV-Koalition unter B\u00fcrgermeisterin Lydie Polfer. Der Konsum stehe im Mittelpunkt der Stadtplanung, w\u00e4hrend andere Bed\u00fcrfnisse in den Hintergrund r\u00fcckten. Dabei zeigten zahlreiche St\u00e4dte im In- und Ausland, dass sich mehr Gr\u00fcnfl\u00e4chen und Veranstaltungsr\u00e4ume keineswegs ausschlie\u00dfen. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Schnell und nachhaltig handeln <\/p>\n<p>Der LSAP-Abgeordnete Franz Fayot pl\u00e4dierte f\u00fcr rasch umsetzbare Ma\u00dfnahmen statt langwieriger Planungen. Als Beispiel nannte er die Fl\u00e4che am Boulevard Dr. Charles Marx, die kurzfristig in einen begr\u00fcnten Aufenthaltsraum mit B\u00e4umen, Spielm\u00f6glichkeiten und Sitzgelegenheiten umgestaltet werden k\u00f6nnte. Da die Pressekonferenz auf der dortigen Wiese stattfand, konnten sich die Journalisten selbst ein Bild machen. Die Fl\u00e4che, die unmittelbar an die Petruss grenzt, pr\u00e4sentierte sich nach der Trockenheit der vergangenen Wochen als ausged\u00f6rrte Beton- und Schotterfl\u00e4che mit wenigen vertrockneten Grasb\u00fcscheln, gleich neben einem tiefergelegenen bewaldeten Gebiet. <\/p>\n<p>Jeff van Luijk forderte mehr B\u00fcrgerbeteiligung bei der Stadtentwicklung. Entscheidungen w\u00fcrden zu h\u00e4ufig \u00fcber die K\u00f6pfe der Einwohner hinweg getroffen. Deshalb schl\u00e4gt die LSAP einen permanenten B\u00fcrgerrat nach dem Vorbild anderer Gemeinden wie Esch vor. <\/p>\n<p>Olivier Bichel, Co-Pr\u00e4sident des Komitees der \u201eStater Sozialisten\u201c, richtete den Blick auf die k\u00fcnftigen Stadtentwicklungsgebiete wie Laangfur, Nei Hollerich und Kuebebierg. Die Erfahrungen aus der Cloche d\u2019Or h\u00e4tten gezeigt, dass Gr\u00fcnfl\u00e4chen von Anfang an Teil der Planung sein m\u00fcssten. H\u00f6here Bebauungsdichte und mehr Natur schl\u00f6ssen sich nicht aus. <\/p>\n<p>Kritik \u00fcbte die LSAP auch an <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Luxemburg\/Nun-also-doch-Wie-die-Stadt-Luxemburg-fuer-mehr-Gruen-sorgen-will-66397.html\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">den j\u00fcngst vorgestellten Begr\u00fcnungspl\u00e4nen der Stadt.<\/a> \u201eUnser Eindruck ist, dass dieses Konzept etwas \u00fcberst\u00fcrzt vorgestellt wurde\u201c, sagte Miltgen. Zwar seien viele Ans\u00e4tze sinnvoll, doch es fehlten wichtige Elemente. Einige der pr\u00e4sentierten Projekte betr\u00e4fen Fl\u00e4chen, die bereits anderweitig verplant seien und langfristig nicht als \u00f6ffentliche Gr\u00fcnr\u00e4ume erhalten blieben. Deshalb fordert die LSAP unter anderem die Erstellung eines Hitzekatasters, um Hitzeinseln wissenschaftlich zu erfassen und Ma\u00dfnahmen gezielt dort umzusetzen, wo sie am dringendsten ben\u00f6tigt werden. <\/p>\n<p>Bichel erg\u00e4nzte abschlie\u00dfend: \u201eWir haben keine f\u00fcnf Jahre Zeit mehr, um weiter abzuwarten. Viele Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen jetzt umgesetzt werden.\u201c Dem Begr\u00fcnungskonzept der Stadt fehle eine klare Gesamtstrategie. Es enthalte zwar gute Ans\u00e4tze, lasse aber die notwendige Koh\u00e4renz vermissen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Einen Rundumschlag zum Thema Stadtentwicklung pr\u00e4sentierte die hauptst\u00e4dtische LSAP-Sektion bei ihrer Pressekonferenz am Donnerstagmorgen. 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