{"id":12271,"date":"2026-08-03T15:26:11","date_gmt":"2026-08-03T15:26:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/12271\/"},"modified":"2026-08-03T15:26:11","modified_gmt":"2026-08-03T15:26:11","slug":"tageblatt-lu-altes-geld-ein-kleines-vermoegen-rund-197-millionen-franken-flattern-noch-in-luxemburg-herum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/12271\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Altes Geld | Ein kleines Verm\u00f6gen: Rund 197 Millionen Franken flattern noch in Luxemburg herum"},"content":{"rendered":"<p>Manche Menschen misstrauen bekanntlich den Banken. Sie vertrauen ihr Erspartes lieber kleinen Porzellanschweinchen, alten Socken oder Briefumschl\u00e4gen an. Sie sind gewisserma\u00dfen die Eichh\u00f6rnchen unter den Sparern, und genau wie die kleinen Nager vergessen sie dann auch mal, wo sie ihre eiserne Reserve verbuddelt haben. Die Konsequenz: Kleine vergessene Sch\u00e4tze liegen \u00fcberall im Land. Seit Jahren. Und mit ihnen kann man gar nicht mehr bezahlen, denn es sind alte Luxemburger Franken. <\/p>\n<p>In der Summe ist es ein ganzer Batzen Geld. Auf 197 Millionen Franken beziffert die Luxemburger Zentralbank (BCL) die Bargeldnoten, die noch in Umlauf sind. Bei einem Wechselskurs von 1:40,3399 zum Stichtag der W\u00e4hrungsreform 2001 sind das heute rund 4,9 Millionen Euro. <\/p>\n<p>          Scheine kann man immer noch umtauschen <\/p>\n<p>Genau genommen sind es 862.306 Scheine. Am h\u00e4ufigsten fehlt der Hunderter: 785.939 St\u00fcck sind nie zur\u00fcckgekommen, rot, mit dem Portr\u00e4t von Gro\u00dfherzog Jean und dem gro\u00dfherzoglichen Palais. Dazu 65.851 Tausenderscheine in Braun, mit der Burg Vianden. Und 10.516 F\u00fcnftausender in Gr\u00fcn. Diese zeigten vorne Schloss Clerf, hinten das Europazentrum auf Kirchberg. <\/p>\n<p class=\"Zahl_Inhalt1\">862.306 <\/p>\n<p class=\"Zahl_Beschreibung1\">Scheine sind noch im Umlauf <\/p>\n<p>Der Hunderter macht damit \u00fcber 90 Prozent der verschollenen Scheine aus, aber nur 40 Prozent des Werts. Das passt ins Bild. Wer einen F\u00fcnftausender beiseitelegt, merkt sich in der Regel, wohin. Der Hunderter dagegen verschwindet in Jackentaschen, Kochb\u00fcchern und Schubladen. <\/p>\n<p>Die gute Nachricht f\u00fcr alle, die zu Hause f\u00fcndig werden: Die Scheine kann man weiterhin eintauschen, ohne Frist. Zust\u00e4ndig ist der \u201eEspace numismatique\u201c der BCL in der avenue Monterey 43, montags bis freitags von 10.30 bis 16.00 Uhr. Eine Bedingung gibt es: Mehr als die H\u00e4lfte des Scheins muss noch \u00fcbrig sein. Wo M\u00e4use und Feuchtigkeit im Spiel waren, entscheidet also die Restfl\u00e4che. Die schlechte Nachricht gilt den M\u00fcnzen. Die werden seit Dezember 2004 nicht mehr getauscht. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            M\u00fchsam ern\u00e4hrt sich das Eichh\u00f6rnchen \u2026 <\/p>\n<p>Wie z\u00e4h sich die Sache hinzieht, zeigt die Jahresbilanz. 2025 kamen gut 300.000 Franken zur\u00fcck an den Schalter \u2013 also nicht einmal 8.000 Euro. Wenn es in diesem Tempo weitergeht, wird der letzte Luxemburger Franken irgendwann um das Jahr 2650 eingel\u00f6st. <\/p>\n<p>Bis dahin stehen die vergessenen Scheine in den B\u00fcchern der Zentralbank. Die BCL f\u00fchrt sie unter \u201esonstige Verbindlichkeiten\u201c, zusammen mit offenen Lieferantenrechnungen und aufgelaufenen Zinsen. Denn ein Geldschein ist ein Versprechen der Notenbank. Und ein Versprechen, das niemand einl\u00f6st, bleibt eine Schuld. Jede vergessene Socke im Land ist streng genommen eine Forderung an die BCL. <\/p>\n<p>Wer also demn\u00e4chst den Dachboden entr\u00fcmpelt, sollte in die alten Umschl\u00e4ge schauen. Auf jeden Einwohner umgerechnet liegen rund sieben Euro irgendwo im Land herum. Die Eichh\u00f6rnchen haben immerhin die Ausrede, dass sie im Winter schlafen. <\/p>\n<p>  &#13;<\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Grossherzog-Guillaumes-Antlitz-ziert-Luxemburgs-neue-Euro-Serie-66345.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#13;<br \/>\n              <img decoding=\"async\" class=\"img-responsive wcms-image-layout wcms-img-fitting-cover wcms-img-aspect-ratio-16-9 wcms-img-object-position-centered\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Guillaume-bei-seiner-Ankunft-im-Muenzwerk-98895m.jpg\" loading=\"lazy\" title=\"Gro\u00dfherzog Guillaumes Antlitz ziert Luxemburgs neue Euro-Serie\" alt=\"Guillaume bei seiner Ankunft im M\u00fcnzwerk, moderner Industrieeingang mit Firmenlogo und Empfangsbereich\"\/>&#13;<br \/>\n            <\/a>&#13;<\/p>\n<p>        &#13;<br \/>\n          Hundert Jahre M\u00fcnzgeschichte&#13;<br \/>\n          &#13;<\/p>\n<p>    &#13;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Manche Menschen misstrauen bekanntlich den Banken. 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