{"id":12869,"date":"2026-08-17T15:57:12","date_gmt":"2026-08-17T15:57:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/12869\/"},"modified":"2026-08-17T15:57:12","modified_gmt":"2026-08-17T15:57:12","slug":"tageblatt-lu-waldbrand-in-belgien-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/12869\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Waldbrand in Belgien"},"content":{"rendered":"<p>Drei Fahrzeuge und elf Feuerwehrleute: Das CGDIS hat die belgische Feuerwehr bei der Bek\u00e4mpfung des riesigen Feuers im Hohen Venn unterst\u00fctzt. Tom Zeihen vom CIS Kehlen war einer der Einsatzleiter vor Ort. Wir erreichen ihn am Montagnachmittag, als er auf dem R\u00fcckweg vom Hohen Venn ist. Gegen\u00fcber dem Tageblatt schildert er, wie er den Waldbrand erlebt hat. <\/p>\n<p class=\"Infobox-Titel1\">Zur Person <\/p>\n<p>              &#13;<br \/>\n                <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Bild-109586.jpg\" title=\"\u201eWir waren an der Feuerfront\u201c \u2013 Luxemburger Feuerwehrmann \u00fcber den Einsatz im Hohen Venn \" alt=\"Feuerwehrmann Tom Zeihen\" class=\"img-responsive\" style=\"object-position:54.367814626585143856% 28.674698795180724176%;\"\/>&#13;<br \/>\n                &#13;<\/p>\n<p class=\"image-caption-credit\">&#13;<br \/>\n                    Foto: CGDIS&#13;\n                  <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n                &#13;<\/p>\n<p class=\"Infobox-Text1\">Tom Zeihen ist Leiter des CIS Kehlen. Vor dem Einsatz in Belgien war er bereits Teil der CGDIS-Truppe, die franz\u00f6sische Feuerwehrleute beim Kampf gegen die Br\u00e4nde an der Gironde unterst\u00fctzt hat. <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n            Herr Zeihen, wie kam es, dass Sie nach Belgien gefahren sind? <\/p>\n<p>Das CGDIS wurde gegen Samstagmittag vom Innenministerium kontaktiert, um eine Delegation nach Belgien zu schicken. Es wurde erst geschaut, wo in Luxemburg Waldbrand-Fahrzeuge sind und welche \u00fcberhaupt abgezogen werden konnten \u2013 auch hier ist die Waldbrandgefahr derzeit hoch. Es wurden Fahrzeuge aus Kehlen aus Frisingen abgezogen, dazu kam noch ein allradgetriebenes L\u00f6schfahrzeug vom CIS Laroschette. Die Wagen wurden jeweils mit drei Leuten best\u00fcckt, mit uns zwei F\u00fchrungskr\u00e4ften waren wir also elf. Innerhalb von zwei Stunden war alles organisiert. Um 15 Uhr sind wir in Kehlen gestartet. <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n            Was haben Sie gemacht, als Sie im Hohen Venn angekommen sind?  <\/p>\n<p>Wir haben uns bei der Einsatzleitung gemeldet und wurden sofort einem Einsatzabschnitt zugeteilt. Es war ein Wald mit Fichten und anderem Nadelgeh\u00f6lz, wir haben mit belgischen Kollegen zusammengearbeitet. Wir konnten mit den Fahrzeugen nicht reinfahren, das war unm\u00f6glich. Wir haben Schl\u00e4uche gezogen und sehr viel Manpower benutzt. Aber wir konnten den Abschnitt nicht halten, wir mussten ihn fallen lassen und zur\u00fcckziehen. <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n            Was ist dann passiert?  <\/p>\n<p>Wir haben einen neuen Abschnitt zugeteilt bekommen. Eine Linie von drei, vier Kilometern. Und die haben wir \u00fcber Nacht verteidigt. <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n            Wie kann man sich das vorstellen? <\/p>\n<p>Ziel war es, dass das Feuer nicht \u00fcber den Feldweg kommt. Man sagt: Hier habe ich eine Stra\u00dfe \u2013 bis hierhin darf das Feuer kommen, nicht weiter. Die andere Seite wurde bew\u00e4ssert, von Bauern mit Dung oder von Flughafen-Feuerwehrfahrzeugen. Und wir bleiben auf dem Weg stehen und schauen, dass wir das halten k\u00f6nnen. Das ist unsere Mission. Wir haben bis 7 Uhr morgens durchgearbeitet. Dann schnell einen Kaffee holen. Dann wieder zum Abschnitt. Wir haben ihn gehalten. Bis Sonntagabend um 21 Uhr. Dann kam der Abschnittsleiter zu uns. Er meinte, die Situation sei stabil, und schickte uns in den Nachbarort. Da war es brenzliger. <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n            Bekamen Sie auch Unterst\u00fctzung aus der Luft?  <\/p>\n<p>Wir waren an der Feuerfront. Dort, wo wir gek\u00e4mpft haben, sind die ganze Zeit Helikopter mit \u201eBambi Bags\u201c dr\u00fcbergeflogen, das sind die Wasserbeh\u00e4lter, die unten an den Helikoptern h\u00e4ngen. Zwei Flugzeuge waren auch unterwegs, sie sind 20, 25 Meter \u00fcber uns geflogen und haben zehn Meter neben uns abgeladen. Wir werden von der Einsatzleitung f\u00fcnf Minuten vorher gewarnt, wenn die Flugzeuge im Anflug sind, dann steigen wir zur Sicherheit in unsere Fahrzeuge. <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n            Wie war die Situation vor Ort, als sie den Hohen Venn am Montagmorgen verlassen haben?  <\/p>\n<p>Die belgischen Feuerwehrleute haben gesagt, dass das Feuer stabil ist. Es war am Montagmorgen eingekesselt. Aber das kann sich jederzeit noch einmal \u00e4ndern, wenn sich die Wetterverh\u00e4ltnisse ver\u00e4ndern. <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n            Wie viel Schlaf haben sie bekommen?  <\/p>\n<p>In der Nacht auf Sonntag eine Stunde, an der Einsatzstelle. Ich habe den Beifahrersitz vom Fahrzeug nach hinten geschoben. Sonntagvormittag konnte ich mich dann richtig hinlegen, von 12 Uhr bis 14.30 Uhr. In der Nacht auf Montag habe ich f\u00fcr zwei Stunden an der Einsatzstelle die Augen zugemacht. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Drei Fahrzeuge und elf Feuerwehrleute: Das CGDIS hat die belgische Feuerwehr bei der Bek\u00e4mpfung des riesigen Feuers im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":12870,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[61,1606,816,5,2548],"class_list":["post-12869","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-luxemburg","tag-belgien","tag-feuerwehr","tag-hohes-venn","tag-luxemburg","tag-waldbrnde"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@lu_de\/117111674810613790","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12869","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12869"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12869\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12870"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12869"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12869"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12869"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}