{"id":12985,"date":"2026-08-19T14:36:37","date_gmt":"2026-08-19T14:36:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/12985\/"},"modified":"2026-08-19T14:36:37","modified_gmt":"2026-08-19T14:36:37","slug":"tageblatt-lu-tankstellen-spritversorgung-in-luxemburg-unter-druck-geml-erwartet-keine-engpaesse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/12985\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Tankstellen | Spritversorgung in Luxemburg unter Druck \u2013 GEML erwartet keine Engp\u00e4sse"},"content":{"rendered":"<p>Verz\u00f6gerungen oder \u201elokale Anspannung\u201c bei der Versorgung mit Kraftstoffen k\u00f6nnen nicht ausgeschlossen werden. Das schreibt das Luxemburger Wirtschaftsministerium am Mittwochmorgen. Grund seien vor allem Probleme beim Transport. <\/p>\n<p>Die Versorgung st\u00fctze sich auf ein Netz aus Schiffen, Z\u00fcgen und Lkw. Diese Logistikkette stehe jedoch seit mehreren Wochen \u201eunter Druck\u201c, schreibt die Beh\u00f6rde. Die durch die Trockenheit gesunkenen Pegel an Rhein und Osel schr\u00e4nkten die Transportkapazit\u00e4ten der Schiffe ein. Betriebe seien gezwungen, ihre Transportwege anzupassen, um die Versorgung der Tankstellen sicherzustellen. <\/p>\n<p>F\u00fcr den Fall gr\u00f6\u00dferer Versorgungsprobleme k\u00f6nnte Luxemburg zudem auf staatliche \u00d6lreserven zur\u00fcckgreifen, wie Wirtschaftsminister Lex Delles (DP) Anfang August erkl\u00e4rte. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Albert-Kanal sorgt vor\u00fcbergehend f\u00fcr Verz\u00f6gerungen <\/p>\n<p>F\u00fcr zus\u00e4tzliche Verz\u00f6gerungen hatte zuletzt auch die Sperrung des Albert-Kanals in Belgien gesorgt. Der Wasserweg, der Antwerpen mit L\u00fcttich verbindet, war teilweise gesperrt worden, um die L\u00f6scharbeiten im Hohen Venn zu erleichtern. Dadurch kam es zu Verz\u00f6gerungen bei den Lastkahntransporten aus der Region L\u00fcttich, die f\u00fcr die Versorgung vieler Kraftstoffimporteure in Luxemburg von strategischer Bedeutung ist. Inzwischen ist diese Sperrung jedoch aufgehoben. <\/p>\n<p>Eine weitere Belastung f\u00fcr die Logistik steht allerdings bereits bevor: Ab kommender Woche werde auch die Bahnstrecke nach Wasserbillig wegen Bauarbeiten gesperrt, die Zufahrt zum \u00d6llager in Mertert. Das werde \u201ezus\u00e4tzlichen Druck auf die anderen Verkehrstr\u00e4ger\u201c aus\u00fcben. <\/p>\n<p>GEML sch\u00e4tzt Lage als stabil ein <\/p>\n<p> Beim Groupement Energies Mobilit\u00e9 Luxembourg (GEML) f\u00e4llt die Einsch\u00e4tzung der aktuellen Lage unterdessen weniger angespannt aus. \u201eDie Logistik war in den vergangenen Wochen angespannt, die Versorgungslage ist aktuell jedoch stabil\u201c, sagt Generalsekret\u00e4r Jean-Marc Zahlen gegen\u00fcber dem Tageblatt. Vereinzelt sei es bei einzelnen Tankstellen und Produkten zu kurzfristigen Nichtverf\u00fcgbarkeiten infolge versp\u00e4teter Lieferungen gekommen. <\/p>\n<p>\u201eEs handelt sich aber nicht um einen allgemeinen Kraftstoffmangel\u201c, betont Zahlen. Die Produkte seien verf\u00fcgbar, h\u00e4tten aufgrund der logistischen St\u00f6rungen jedoch teilweise nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt an den jeweiligen Standort geliefert werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Mehr Bahntransporte und flexible Lieferwege <\/p>\n<p>Die Belastung entstehe vor allem durch das Zusammenspiel mehrerer logistischer Einschr\u00e4nkungen, erkl\u00e4rt Zahlen. Die niedrigen Wasserst\u00e4nde auf dem Rhein h\u00e4tten die Ladekapazit\u00e4t der Binnenschiffe reduziert. Die Einschr\u00e4nkungen am Albert-Kanal h\u00e4tten zus\u00e4tzliche Verz\u00f6gerungen verursacht, diese seien inzwischen aber beendet. Auch die angek\u00fcndigten Arbeiten im Schienennetz m\u00fcssten bei der Planung ber\u00fccksichtigt werden. <\/p>\n<p>Gleichzeitig habe sich die Situation auf dem Rhein zuletzt etwas entspannt. Die Mineral\u00f6lunternehmen h\u00e4tten ihre Logistik angepasst: \u201eEs werden, soweit m\u00f6glich, mehr Mengen per Bahn transportiert, Produkte h\u00e4ufiger direkt in Belgien verladen und Lieferwege flexibler kombiniert\u201c, so Zahlen. Diese Anpassungen h\u00e4tten dazu beigetragen, die Versorgung zu stabilisieren. <\/p>\n<p>Versorgung f\u00fcr kommende Wochen gesichert <\/p>\n<p>F\u00fcr die kommenden Tage und Wochen gibt Zahlen Entwarnung: \u201eNach den aktuellen R\u00fcckmeldungen der Betreiber ist die Versorgung f\u00fcr die kommenden Tage und Wochen gesichert.\u201c Gr\u00f6\u00dfere oder fl\u00e4chendeckende Engp\u00e4sse seien derzeit nicht absehbar. Punktuelle und zeitlich begrenzte Verz\u00f6gerungen k\u00f6nnten allerdings weiterhin auftreten, solange sich die Transportlage nicht vollst\u00e4ndig normalisiert habe. Welche Tankstellen oder Produkte davon betroffen sein k\u00f6nnten, lasse sich nicht pauschal sagen. <\/p>\n<p>Das Ministerium teilt mit, dass es gegebenenfalls Ma\u00dfnahmen ergreifen werde, um m\u00f6gliche Auswirkungen abzumildern und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gew\u00e4hrleisten. Lokale \u201eAnspannungen\u201c k\u00f6nnten \u201ein dieser Ausnahmesituation\u201c aber nicht vollst\u00e4ndig ausgeschlossen werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Keine Auswirkungen auf Spritpreise <\/p>\n<p>Auf die Kraftstoffpreise h\u00e4tten die aktuellen logistischen Schwierigkeiten laut Zahlen keinen Einfluss. Luxemburg verf\u00fcge \u00fcber ein System regulierter H\u00f6chstpreise. Deren Entwicklung h\u00e4nge haupts\u00e4chlich von den internationalen Produktnotierungen, dem Roh\u00f6lpreis sowie dem Wechselkurs zwischen US-Dollar und Euro ab. <\/p>\n<p>Auch f\u00fcr Autofahrer bestehe derzeit kein Grund, vorsorglich zu tanken. \u201eEs besteht derzeit kein Grund, die eigenen Tankgewohnheiten zu \u00e4ndern oder vorsorglich zu tanken\u201c, sagt Zahlen. Die Versorgung Luxemburgs sei gew\u00e4hrleistet und die Betreiber h\u00e4tten Ma\u00dfnahmen getroffen, um logistische Einschr\u00e4nkungen auszugleichen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Verz\u00f6gerungen oder \u201elokale Anspannung\u201c bei der Versorgung mit Kraftstoffen k\u00f6nnen nicht ausgeschlossen werden. 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