{"id":13608,"date":"2026-09-02T10:02:05","date_gmt":"2026-09-02T10:02:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/13608\/"},"modified":"2026-09-02T10:02:05","modified_gmt":"2026-09-02T10:02:05","slug":"tageblatt-lu-ernteausfaelle-trockenheit-setzt-luxemburgs-landwirtschaft-zu-ministerium-reagiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/13608\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Ernteausf\u00e4lle | Trockenheit setzt Luxemburgs Landwirtschaft zu \u2013 Ministerium reagiert"},"content":{"rendered":"<p>Die D\u00fcrre hinterl\u00e4sst deutliche Spuren auf den Luxemburger Feldern. Bei der Maisernte 2026 rechnet Landwirtschaftsministerin Martine Hansen (CSV) mit einem Ertragsverlust von durchschnittlich 20 bis 25 Prozent gegen\u00fcber dem Mittel der vergangenen f\u00fcnf Jahre. Das geht aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Andr\u00e9 Bauler und Luc Emering (beide DP) hervor. <\/p>\n<p>Die Ernte hat in diesem Jahr ungew\u00f6hnlich fr\u00fch begonnen. Bereits Anfang August wurden erste Maisbest\u00e4nde wegen der Trockenheit geerntet. Wegen der hohen Sommertemperaturen soll die Ernte zudem deutlich fr\u00fcher abgeschlossen werden als \u00fcblich. Dabei gibt es gro\u00dfe regionale Unterschiede: W\u00e4hrend manche Fl\u00e4chen Totalausf\u00e4lle verzeichnen, werden andernorts durchschnittliche Ertr\u00e4ge erzielt. Entscheidend sind laut Hansen lokale Regenschauer. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Folgen f\u00fcr die Viehbetriebe <\/p>\n<p>Die schlechte Maisernte k\u00f6nnte vor allem f\u00fcr die Viehhaltung zum Problem werden. Mais spielt eine wichtige Rolle als Kraftfutter. Gleichzeitig gibt es erste Hinweise darauf, dass Rinder in diesem Jahr teilweise fr\u00fcher geschlachtet werden. <\/p>\n<p>In der Woche vom 17. bis 23. August wurden 363 K\u00fche und Rinder geschlachtet, gegen\u00fcber 331 in der Woche vom 20. bis 26. Juli. Das durchschnittliche Schlachtgewicht sank im selben Zeitraum von 397,4 auf 389,1 Kilogramm. Ob daraus allerdings ein Preisverfall beim Fleisch entsteht, lasse sich derzeit noch nicht sagen, erkl\u00e4rt Hansen. Die Schwankungen bei den Schlachtzahlen und -gewichten bewegten sich grunds\u00e4tzlich in einer \u00fcblichen Gr\u00f6\u00dfenordnung. <\/p>\n<p>Auch andere europ\u00e4ische L\u00e4nder von D\u00fcrre betroffen <\/p>\n<p>Die Probleme beschr\u00e4nken sich nicht nur auf Luxemburg. F\u00fcr die Europ\u00e4ische Union erwartet die Europ\u00e4ische Kommission 2026 beim Silomais durchschnittlich vier bis sechs Prozent weniger Ertrag. Besonders stark betroffen d\u00fcrften unter anderem Ungarn, Frankreich, Italien, Tschechien, die Slowakei und Deutschland sein. Bessere Werte werden dagegen etwa f\u00fcr die baltischen Staaten, Kroatien, Bulgarien und Spanien erwartet. <\/p>\n<p>Auch die Qualit\u00e4t von Mais und Weizen leidet unter dem Hitzestress. Das kann dazu f\u00fchren, dass Getreide und Silomais verst\u00e4rkt als Futtermittel eingesetzt werden. Gleichzeitig hat sich das Gr\u00fcnland in Teilen West- und Mitteleuropas wegen der anhaltenden Hitze und Niederschlagsdefizite deutlich verschlechtert. <\/p>\n<p class=\"Infobox-Titel1\">Erleichterungen f\u00fcr Landwirte wegen der D\u00fcrre <\/p>\n<p class=\"Infobox-Text1\">Das Landwirtschaftsministerium reagiert auf die anhaltende Trockenheit mit Erleichterungen f\u00fcr die Landwirtschaft. Die D\u00fcrre wird f\u00fcr 2026 als au\u00dfergew\u00f6hnliche Wetterlage und Fall h\u00f6herer Gewalt anerkannt. Landwirte, die ihre Verpflichtungen aufgrund der Trockenheit nachweislich nicht erf\u00fcllen k\u00f6nnen, sollen deshalb von Sanktionen ausgenommen werden. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landwirtschaftsministeriums gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer am Mittwoch hervor. <\/p>\n<p class=\"Infobox-Text1\">Zudem gelten flexiblere Regeln f\u00fcr Gr\u00fcnland und Weidefl\u00e4chen. So k\u00f6nnen etwa zus\u00e4tzliche Fl\u00e4chen erneuert werden, und Begr\u00fcnungen sowie Zwischenfr\u00fcchte d\u00fcrfen unter bestimmten Bedingungen als Futter genutzt werden. Bei einer Beihilfe f\u00fcr die Beweidung von Rindern wird die vorgeschriebene Weidedauer von drei auf zwei Monate reduziert. <\/p>\n<p class=\"Infobox-Text1\">Auch f\u00fcr Biobetriebe gibt es Erleichterungen: Bei Futtermangel kann unter bestimmten Voraussetzungen konventionelles Futter eingesetzt werden. Zudem ist eine vor\u00fcbergehende Stallhaltung m\u00f6glich, um die gesch\u00e4digte Vegetation zu schonen. Hierf\u00fcr muss ein Antrag bei der Bio-Zertifizierungsstelle der ASTA gestellt werden. <\/p>\n<p>Noch keine Futterimporte geplant <\/p>\n<p>Ob Luxemburg angesichts der schlechten Ernte zus\u00e4tzlich Futtermittel aus dem Ausland beziehen muss, ist weiterhin nicht absehbar. Die anhaltende Trockenheit versch\u00e4rft jedoch die Futterknappheit. Viele Betriebe greifen bereits auf Futterreserven zur\u00fcck, die eigentlich f\u00fcr den Winter vorgesehen waren. Mit den nun beschlossenen Erleichterungen will das Landwirtschaftsministerium den Betrieben mehr Spielraum bei der Futterversorgung und der Haltung ihrer Tiere geben. <\/p>\n<p>  &#13;<\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Nachrichten\/Der-Bauer-der-frueh-ernten-musste-und-verkauft-hat-kommt-nicht-gut-weg-82854.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#13;<br \/>\n              <img decoding=\"async\" class=\"img-responsive wcms-image-layout wcms-img-fitting-cover wcms-img-aspect-ratio-16-9 wcms-img-object-position-centered\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Die-Sommerernte-leidet-unter-der-Hitze-und-Trockenheit-123413m.jpg\" loading=\"lazy\" title=\"\u201eDer Bauer, der fr\u00fch ernten musste und verkauft hat, kommt nicht gut weg\u201c\" alt=\"Die Sommerernte leidet unter der Hitze und Trockenheit\" style=\"object-position:49.999845495872669687% 50.002113341367490307%;\"\/>&#13;<br \/>\n            <\/a>&#13;<\/p>\n<p>    &#13;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die D\u00fcrre hinterl\u00e4sst deutliche Spuren auf den Luxemburger Feldern. 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