{"id":13680,"date":"2026-09-03T08:53:07","date_gmt":"2026-09-03T08:53:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/13680\/"},"modified":"2026-09-03T08:53:07","modified_gmt":"2026-09-03T08:53:07","slug":"tageblatt-lu-energieversorgung-gaspreise-in-luxemburg-enovos-erwartet-2027-einen-anstieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/13680\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Energieversorgung | Gaspreise in Luxemburg: Enovos erwartet 2027 einen Anstieg"},"content":{"rendered":"<p>Die Gaspreise f\u00fcr Luxemburger Haushalte d\u00fcrften 2027 steigen. F\u00fcr das laufende Jahr stellt Erik von Scholz dagegen weiterhin Preisstabilit\u00e4t in Aussicht. Wie stark die Preise im kommenden Jahr steigen werden, k\u00f6nne derzeit noch nicht abgesch\u00e4tzt werden, sagt der Enovos-CEO am Donnerstagmorgen im Gespr\u00e4ch mit dem Radiosender 100,7. Noch vor einem Jahr hatte <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Enovos-erwartet-keine-hoeheren-Strom-und-Gaspreise-bis-2027-64542.html\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Enovos auch f\u00fcr 2027 keine h\u00f6heren Gaspreise erwartet<\/a>. Diese Einsch\u00e4tzung hat sich inzwischen ge\u00e4ndert. <\/p>\n<p>Grund f\u00fcr die erwartete Entwicklung sind die derzeit hohen Preise auf den internationalen Gasm\u00e4rkten. Enovos kauft Gas langfristig und teilweise bereits mehrere Jahre im Voraus ein. Dadurch werden kurzfristige Preisschwankungen abgefedert. Strukturelle Preissteigerungen erreichen die Kunden allerdings mit Verz\u00f6gerung. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Gas derzeit g\u00fcnstiger als 2025 <\/p>\n<p>Aktuell ist die Lage f\u00fcr die Verbraucher noch vergleichsweise g\u00fcnstig, denn f\u00fcr die Kunden ist Gas zurzeit billiger als noch vor zw\u00f6lf Monaten. Ein durchschnittlicher Haushalt zahle rund 2.700 Euro f\u00fcr Gas, erkl\u00e4rt von Scholz. Im vergangenen Jahr waren es im Durchschnitt knapp 3.100 Euro. Zus\u00e4tzlich senkt die staatliche Unterst\u00fctzung im Rahmen des Resilienzpakets den Preis derzeit um 15 Cent pro Kubikmeter. <\/p>\n<p>Enovos ist nach Angaben des CEO zudem bereits teilweise f\u00fcr 2028 und 2029 eingedeckt. Das Unternehmen wolle bewusst nicht spekulativ am Markt agieren, sondern langfristig und verantwortungsvoll einkaufen. <\/p>\n<p>Ein kalter Winter k\u00f6nnte Preise zus\u00e4tzlich treiben <\/p>\n<p>Wie stark sich die steigenden Einkaufspreise auf die Kunden auswirken, h\u00e4ngt laut von Scholz auch vom tats\u00e4chlichen Gasverbrauch ab. Sollte der kommende Winter besonders kalt ausfallen, k\u00f6nnte Enovos deutlich mehr Gas ben\u00f6tigen als bislang eingeplant. Das zus\u00e4tzliche Gas m\u00fcsste dann kurzfristig am Markt eingekauft werden \u2013 m\u00f6glicherweise zu h\u00f6heren Preisen. <\/p>\n<p>Dabei spielt auch der Verbrauch der Privathaushalte eine wichtige Rolle. Dieser sei beim Gasverbrauch \u201esehr relevant\u201c, erkl\u00e4rt von Scholz. Umso wichtiger seien Energieeffizienz und Einsparungen, insbesondere im W\u00e4rmesektor. Der verst\u00e4rkte Einsatz von W\u00e4rmepumpen k\u00f6nne dazu beitragen, den Gasverbrauch langfristig zu reduzieren. <\/p>\n<p>Ein milder Winter h\u00e4tte den gegenteiligen Effekt: Der Gasbedarf w\u00e4re geringer als erwartet. Allerdings h\u00e4ngt die Preisentwicklung nicht allein vom Wetter in Europa ab. Auch die Nachfrage in L\u00e4ndern wie den USA und China sowie die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen den weltweiten Gasmarkt. \u201eWir sehen ja schon, dass wir an einen Weltmarkt angeschlossen sind\u201c, sagt von Scholz. Deswegen sei die Situation recht komplex. <\/p>\n<p>Luxemburg hat Gasreserven im Ausland <\/p>\n<p>Bei der Versorgungssicherheit sieht von Scholz Luxemburg gut aufgestellt. Da das Land selbst keine Gasspeicher besitzt, mietet Enovos Kapazit\u00e4ten in Frankreich und Deutschland. Die gesetzlich vorgeschriebene Reserve von mindestens 15 Prozent des Gasverbrauchs werde erf\u00fcllt und teilweise sogar \u00fcbertroffen. <\/p>\n<p>Von Scholz sieht zudem Verbesserungsbedarf bei der europ\u00e4ischen Zusammenarbeit. Europa leide darunter, dass es keinen echten europ\u00e4ischen Markt gebe und die Mitgliedstaaten mit unterschiedlichen Mechanismen und Subventionen arbeiteten. Laut von Scholz sollten sie sich bei der Energieversorgung st\u00e4rker abstimmen, statt jeweils eigene Strategien zu verfolgen. (DJ) <\/p>\n<p>  &#13;<\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Meinung\/Luxemburgs-hohe-Gaspreise-Warum-das-Warten-bei-der-Energiewende-teuer-werden-kann-67131.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#13;<br \/>\n              <img decoding=\"async\" class=\"img-responsive wcms-image-layout wcms-img-fitting-cover wcms-img-aspect-ratio-16-9 wcms-img-object-position-centered\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Bei-den-aktuellen-Gaspreisen-muss-sich-im-Winter-so-manch-100418m.jpg\" loading=\"lazy\" title=\"Luxemburgs hohe Gaspreise: Warum das Warten bei der Energiewende teuer werden kann\" alt=\"Bei den aktuellen Gaspreisen muss sich im Winter so manch einer fragen, wie weit er die Heizung aufdreht\"\/>&#13;<br \/>\n            <\/a>&#13;<\/p>\n<p>    &#13;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Gaspreise f\u00fcr Luxemburger Haushalte d\u00fcrften 2027 steigen. 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