{"id":1396,"date":"2026-02-24T15:34:14","date_gmt":"2026-02-24T15:34:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/1396\/"},"modified":"2026-02-24T15:34:14","modified_gmt":"2026-02-24T15:34:14","slug":"tageblatt-lu-grenzgaenger-teilzeitjobs-und-alter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/1396\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Grenzg\u00e4nger, Teilzeitjobs und Alter"},"content":{"rendered":"<p>Luxemburg braucht Arbeitskr\u00e4fte. Das bleibt auch 2026 trotz weiterhin hoher Arbeitslosenzahlen richtig. Luxemburg braucht Fachkr\u00e4fte aus dem Ausland. Sie halten das Sozialsystem und die Wirtschaft am Laufen. <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/34-Tipps-fuer-mehr-Attraktivitaet-Handelskammer-stellt-Empfehlungen-vor-um-neue-Arbeitskraefte-anzuzi-14871.html\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die Handelskammer hat vergangenen Dezember eine Vorschlagsliste ver\u00f6ffentlicht, um dem Fachkr\u00e4ftemangel entgegenzuwirken<\/a>. <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Nachrichten\/Minister-Spautz-und-Delles-stellen-neue-Webseite-und-Anlaufstelle-fuer-Talente-vor-24481.html\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Arbeitsminister Marc Spautz (CSV) und Wirtschaftsminister Lex Delles (DP) haben im Januar eine neue Webseite und einen \u201eTalent Desk\u201c vorgestellt<\/a>, um neue Arbeitskr\u00e4fte ins Land zu locken. Aus der EU, aus Drittstaaten, aber vor allem auch aus der Gro\u00dfregion, die dann oft als Grenzg\u00e4nger nach Luxemburg pendeln. <\/p>\n<p>Zwar stellt das Gro\u00dfherzogtum noch immer <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Nachrichten\/Von-Grenzgewinnern-und-GrenzverlierernEine-Studie-fragt-nach-europaeischer-Verbundenheit-23483.html\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">den starken Arbeitskraft-Magneten im Zentrum der Gro\u00dfregion<\/a> dar, in j\u00fcngster Zeit schleicht sich jedoch die Sorge ein, dass dieser Magnet schw\u00e4cher werden k\u00f6nnte \u2013 und darunter Luxemburgs Wirtschaft leiden k\u00f6nnte. Auch wenn Statec im Januar verk\u00fcndet hat, dass die Zahl der Grenzg\u00e4nger im Jahresvergleich um 1,3 Prozent auf 231.500 gestiegen ist, stehen die Zeichen schon l\u00e4nger nicht mehr auf grenzenlosem Wachstum. Tats\u00e4chlich steigt nur noch die Zahl der Grenzpendler aus Frankreich (plus 2,6 Prozent auf \u00fcber 128.000). Die Zahl der Grenzg\u00e4nger aus Belgien stagniert, die der Deutschen ist sogar r\u00fcckl\u00e4ufig. Wohl einer der Gr\u00fcnde, <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Luxemburg\/Luxemburger-Regierung-startet-Podcast-fuer-deutsche-Grenzgaenger-24269.html\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">warum die Luxemburger Regierung k\u00fcrzlich einen eigenen Podcast f\u00fcr deutsche Grenzg\u00e4nger gestartet hat<\/a>. <\/p>\n<p>          Bei unter 30-J\u00e4hrigen zieht Luxemburg weniger stark <\/p>\n<p>Bei der Suche nach Gr\u00fcnden f\u00fcr diesen Trend k\u00f6nnte die Entwicklung der Mindestl\u00f6hne Aufschluss geben. Laut aktueller Daten von Eurostat liegt Luxemburg im europ\u00e4ischen Vergleich weiter an der Spitze, deutlich vor Deutschland (Platz drei), Belgien (Platz f\u00fcnf) und Frankreich (Platz sechs). Setzt man den Mindestlohn jedoch ins Verh\u00e4ltnis zur Kaufkraft in den jeweiligen L\u00e4ndern, dann \u00e4ndert sich das Bild. Luxemburg verliert seine Spitzenposition an Deutschland, Frankreich und Belgien bleiben weiter hinter dem Gro\u00dfherzogtum zur\u00fcck. Wird Luxemburg f\u00fcr deutsche Arbeitnehmer unattraktiver, weil der wirtschaftliche und finanzielle Druck weniger stark ist? <\/p>\n<p>Wie sich die Arbeitsm\u00e4rkte in der Gro\u00dfregion ver\u00e4ndern und in welchem Verh\u00e4ltnis sie zueinander stehen, das untersucht die Interregionale Arbeitsmarkt-Beobachtungsstelle (IBA OIE) mit Sitz in Saarbr\u00fccken. Im vergangenen Dezember hat sie ihre neusten Zahlen vorgestellt \u2013 mit besonderem Fokus auf die Arbeitskr\u00e4fte der Zukunft. Und die Erkenntnis ist interessant: Bei den Grenzg\u00e4ngern unter 30 zieht der Magnet Luxemburg weniger stark als in anderen Altersgruppen. 85 Prozent aller Grenzg\u00e4ngerstr\u00f6me in der gesamten Gro\u00dfregion flie\u00dfen nach Luxemburg. Bei den unter 30-J\u00e4hrigen sind es hingegen nur 81 Prozent. Und: Auch in dieser Altersgruppe bilden sich die nationalen Trends ab. Die Zahl der Franzosen w\u00e4chst am st\u00e4rksten, die Zahl der jungen Deutschen geht zur\u00fcck. <\/p>\n<p class=\"Zahl_Inhalt1\">14.690 <\/p>\n<p class=\"Zahl_Beschreibung1\">Grenzg\u00e4nger sind heute Luxemburger, die nicht mehr in Luxemburg wohnen <\/p>\n<p>Aber auch f\u00fcr Franzosen k\u00f6nnte der luxemburgische Arbeitsmarkt k\u00fcnftig unattraktiver werden. Der Grund: ein neues Steuerabkommen zwischen Luxemburg und Frankreich aus dem Jahr 2018, das nach einer \u00dcbergangsfrist nun endg\u00fcltig in Kraft tritt. Wegen einer neuen Berechnungsmethode m\u00fcssen Haushalte mit einem Einkommen aus Luxemburg und einem Einkommen aus Frankreich zuk\u00fcnftig mit einem erh\u00f6hten Steuersatz auf ihre franz\u00f6sischen Eink\u00fcnfte rechnen. Au\u00dferdem verschwindet der Sonderstatus der Grenzg\u00e4nger und mit ihm verschiedene Mechanismen, die eine Steuererleichterung in Frankreich erm\u00f6glichten. <\/p>\n<p>Was bei der Beobachtung dieser Entwicklungen nicht au\u00dfer Acht gelassen werden darf: Auch immer mehr Luxemburger werden zu Grenzg\u00e4ngern ins eigene Land. Eine Studie der wissenschaftlichen Abteilung der Chamber hat im vergangenen Dezember gezeigt, dass die Zahl dieser \u201eatypischen Grenzg\u00e4nger\u201c \u2013 also Luxemburger, die weiterhin in Luxemburg arbeiten, aber \u00fcber die Grenze gezogen sind \u2013 seit 2012 kontinuierlich zugenommen hat. In dieser Gruppe sind vor allem junge Menschen, Singles und Geringverdiener stark vertreten. Im Jahr 2024 machten sie mehr als 14.690 Personen aus, was etwa 6 Prozent der Gesamtzahl der Grenzg\u00e4nger nach Luxemburg entspricht. <\/p>\n<p>          Arbeitsm\u00e4rkte im Vergleich <\/p>\n<p>Abseits der Grenzg\u00e4ngerstr\u00f6me gibt es auf den Arbeitsm\u00e4rkten der Gro\u00dfregion in den vergangenen Jahren noch weitere interessante Trends zu beobachten, alle zusammengetragen von der IBA. Ein Beispiel: Die Entwicklung der Teilzeitarbeit. Seit 2014 hat der Anteil derer, die in Luxemburg nicht in Vollzeit arbeiten, leicht abgenommen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang der Unterscheid zwischen den Geschlechtern. W\u00e4hrend der Anteil der M\u00e4nner in Teilzeit steigt, nimmt der Anteil der Frauen mehr als doppelt so stark ab \u2013 die deutlichste Ver\u00e4nderung in der gesamten Gro\u00dfregion. Zum Vergleich: In Rheinland-Pfalz und im Saarland ist der Anteil der Teilzeitbesch\u00e4ftigten in diesem Zeitraum \u00fcber alle Geschlechter gr\u00f6\u00dfer geworden. Eine Entwicklung, mit der Deutschland in der Gro\u00dfregion tats\u00e4chlich allein da steht. Die Teilzeitquote in Luxemburg liegt bei 17,9 Prozent, im Saarland sind es 29,4, in Rheinland-Pfalz 32,2. <\/p>\n<p>Deutliche Unterschiede gibt es auch bei den j\u00fcngsten und \u00e4ltesten Teilnehmern auf dem Arbeitsmarkt. Die Besch\u00e4ftigungsquote der 55- bis 64-J\u00e4hrigen hat in allen Teilen der Gro\u00dfregion seit 2014 zugenommen, Luxemburg bildet hier das Schlusslicht. Nur knapp jeder Zweite dieser Altersgruppe arbeitet im Gro\u00dfherzogtum noch, in den beiden deutschen Bundesl\u00e4ndern sind es 70 Prozent respektive drei von vier Personen \u2013 was nat\u00fcrlich an unterschiedlicher Rechtslage und Renteneintrittsaltern in den L\u00e4ndern liegt. Aber auch bei den 15- bis 24-J\u00e4hrigen liegt Luxemburg mit einer Besch\u00e4ftigungsquote von 28,3 Prozent deutlich hinter Rheinland-Pfalz und dem Saarland und nur knapp hinter Lothringen. <\/p>\n<p>            &#13;<br \/>\n              <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Bild-37124.jpg\" title=\"Wie sich der Arbeitsmarkt in der Gro\u00dfregion ver\u00e4ndert \" alt=\"Wie sich der Arbeitsmarkt in der Gro\u00dfregion ver\u00e4ndert \" class=\"img-responsive\" style=\"object-position:49.998819062169154392% 49.99999970139355554%;\"\/>&#13;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Luxemburg braucht Arbeitskr\u00e4fte. Das bleibt auch 2026 trotz weiterhin hoher Arbeitslosenzahlen richtig. 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