{"id":2060,"date":"2026-03-03T19:14:21","date_gmt":"2026-03-03T19:14:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/2060\/"},"modified":"2026-03-03T19:14:21","modified_gmt":"2026-03-03T19:14:21","slug":"tageblatt-lu-oel-und-gas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/2060\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | \u00d6l und Gas"},"content":{"rendered":"<p>Es ist eine Entwicklung, die nicht \u00fcberraschend kommt: Gibt es Krieg in der Region, wo am meisten \u00d6l gef\u00f6rdert wird, dann steigen die Unsicherheiten und damit auch der Preis am Weltmarkt. <\/p>\n<p>So meldete die Nachrichtenagentur AFP am Montagmorgen: \u201eInfolge des Angriffs auf den Iran sind am Montagmorgen die \u00d6lpreise wieder gestiegen. Zu Handelsbeginn in Asien kletterte der \u00d6lpreis kurz \u00fcber 82 Dollar pro Barrel (159 Liter), gab dann aber wieder nach.\u201c Gegen Mittag lag <a href=\"https:\/\/tradingeconomics.com\/commodity\/brent-crude-oil\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">der Preis f\u00fcr ein Barrel<\/a> bei rund 79 Dollar. Verglichen mit den Tagen vor den US-israelischen Angriffen ist das ein Zuwachs von etwa acht Prozent. <\/p>\n<p>Konkret bef\u00fcrchtet wird, dass der Iran die \u201eStra\u00dfe von Hormus\u201c, eine 50 Kilometer breite Meeresenge, die den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean verbindet, komplett schlie\u00dfen k\u00f6nnte. Rund ein F\u00fcnftel der weltweiten \u00d6lproduktion wird t\u00e4glich \u00fcber diese Handelsroute transportiert. Am Sonntag wurden dort bereits drei Schiffe angegriffen, zahlreiche Reedereien stellten den Schiffsverkehr durch die Passage danach ein. <\/p>\n<p>            &#13;<br \/>\n              <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Die-Entwicklung-des-Oelpreises-in-den-letzten-fuenf-Jahren-37561.jpg\" title=\"Krieg im Iran k\u00f6nnte Energiepreise in die H\u00f6he treiben \u2013 auch in Luxemburg \" alt=\"Entwicklung des \u00d6lpreises in den letzten 5 Jahren mit Schwankungen und Trends im Energiemarkt\" class=\"img-responsive\"\/>&#13;<br \/>\n              &#13;<\/p>\n<p class=\"image-caption\">Die Entwicklung des \u00d6lpreises in den letzten f\u00fcnf Jahren Bild: Screenshot tradingeconomics.com<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n              &#13;<\/p>\n<p>W\u00e4re die Stra\u00dfe von Hormus dauerhaft nicht mehr passierbar, k\u00f6nnten viele Golfstaaten kein \u00d6l mehr exportieren. Nur Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate verf\u00fcgen \u00fcber alternative Exportrouten \u00fcber Pipelines. Katar, Bahrain, Kuwait, der Irak und auch der Iran selbst sind auf den Transport \u00fcber die Golf-H\u00e4fen angewiesen. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Markt reagiert auf Instabilit\u00e4t <\/p>\n<p>\u201eDer Markt hat auf die Instabilit\u00e4t reagiert\u201c, erl\u00e4utert Jean-Marc Zahlen, Generalsekret\u00e4r des \u201e<a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/In-den-letzten-Jahren-ist-der-Verkauf-von-Diesel-um-35-Prozent-eingebrochen-18044.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">Groupement \u00e9nergies mobilit\u00e9 Luxembourg<\/a>\u201c (GEML), am Montag gegen\u00fcber dem Tageblatt. \u201eAuf der Stra\u00dfe von Hormus gibt es Restriktionen, die Risiken rund um den Transport sind gestiegen. Das macht ihn teurer.\u201c Was diese Preissteigerungen auf dem Weltmarkt f\u00fcr den Luxemburger Autofahrer bedeuten, sei aktuell noch \u201eschwer zu prognostizieren\u201c, sagt er weiter. \u201eWir wissen nicht, wie es im Iran weitergehen wird und wie lange es dauern wird.\u201c <\/p>\n<p>Doch \u201ein den n\u00e4chsten Tagen, wenn es so weitergeht, kann man mit Preissteigerungen rechnen\u201c, sagt er weiter. \u201eWir m\u00fcssen hoffen, dass die Auswirkungen nicht zu gro\u00df werden. (\u2026) Wir verfolgen die Situation, schauen uns von Tag zu Tag an, wie es weitergeht.\u201c <\/p>\n<p>In Luxemburg gibt es einen staatlich fixierten, maximalen Preis, den Tankstellen von den Kunden fragen d\u00fcrfen. Dieser Preis wird t\u00e4glich auf Basis der Schwankungen der Marktpreise neu errechnet \u2013 wenn es dann sp\u00fcrbare Ver\u00e4nderungen gibt, ver\u00f6ffentlicht das Ministerium automatisch die neuen maximalen Preise. In der Regel kann es so ein bis zwei Mal pro Woche zu Preis\u00e4nderungen kommen. In Luxemburg dauert es so meist ein paar Tage, bis der Marktpreis einen Einfluss auf den Preis an der Zapfs\u00e4ule hat. <\/p>\n<p>Das Risiko ist aktuell der Transport, nicht die Versorgung <\/p>\n<p class=\"Zitat-Autor1\">Jean-Marc Zahlen <\/p>\n<p class=\"Zitat-Funktion1\">GEML-Generalsekret\u00e4r <\/p>\n<p>Faktoren, die mitspielen, gebe es neben dem \u00d6lpreis selbst noch eine ganze Reihe, so Zahlen, etwa der Euro-Dollar-W\u00e4hrungskurs. Zudem spiele es eine Rolle, wie sehr die M\u00e4rkte die jetzige Entwicklung antizipiert h\u00e4tten. Immerhin sei der \u00d6lpreis bereits in den Tagen und Wochen vorher gestiegen \u2013 Mitte Januar lag er erst bei rund 60 Dollar pro Barrel. <\/p>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/www.petrol.lu\/prix-officiels\/\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">aktuell g\u00fcltige Preis<\/a> hierzulande ist von Dienstag letzter Woche. Er bel\u00e4uft sich auf 1,483 Euro f\u00fcr einen Liter Super 95 und auf 1,465 Euro f\u00fcr einen Liter Diesel. Das ist leicht g\u00fcnstiger als im November 2025 und weit entfernt von fr\u00fcheren H\u00f6chstst\u00e4nden: Im Oktober 2022 beispielsweise kostete Super 95 mehr als 1,76 Euro f\u00fcr einen Liter und Diesel mehr als zwei Euro pro Liter. <\/p>\n<p>Gaspreis steigt deutlich <\/p>\n<p>Einen Preis von zwei Euro pro Liter, wie manche ihn bereits bef\u00fcrchten, findet Jean-Marc Zahlen \u201ea priori unrealistisch\u201c. \u201eDas w\u00fcrde mich erstaunen\u201c, sagt er. \u201eDerartige Preissteigerungen sehen wir derzeit nicht am Markt.\u201c Zudem hebt er beruhigend hervor: \u201eDas Risiko ist aktuell der Transport, nicht die Versorgung.\u201c Hinzu komme, dass man in Europa relativ gut diversifiziert sei, was die Herkunftsl\u00e4nder des verbrauchten \u00d6ls angehe. Etwas beunruhigender als der Blick auf den \u00d6lpreis derweil ist der Blick auf <a href=\"https:\/\/tradingeconomics.com\/commodity\/eu-natural-gas\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">den Gaspreis<\/a>. Dieser ist in Europa seit Freitag um mehr als 20 Prozent in die H\u00f6he geschnellt. Auch hier spielen die gleichen Gr\u00fcnde eine Rolle wie beim \u00d6l. Rund ein F\u00fcnftel des weltweit verbrauchten LNG (Fl\u00fcssiggas) muss von Katar aus durch die \u201eStra\u00dfe von Hormus\u201c, um zu seinen Kunden zu gelangen. Hinzu kommt, dass es sich um einen Markt mit weniger Anbietern handelt als der \u00d6lmarkt und Europas Gasspeicher nach einem kalten Winter, relativ leer sind. <\/p>\n<p>Wie beim \u00d6l gibt es jedoch auch beim Gas Faktoren, die gegen rasante Preisanstiege sprechen. So ist in Europa der Winter vorbei und der Gro\u00dfteil des LNG aus Katar geht nach Asien. Der Anteil des Fl\u00fcssiggases aus dem Golfstaat in Europa ist in den letzten Monaten, <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/statistics-explained\/index.php?title=EU_imports_of_energy_products_-_latest_developments#:~:text=Liquefied%20natural%20gas%20%2D%20partners,pp)%20decreased%20in%20this%20period.&amp;text=Figure%2010%20shows%20the%20evolution,the%20main%20partner%20widened%20considerably.%20\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">Eurostat zufolge<\/a>, deutlich zur\u00fcckgegangen. Betrug er im Jahr 2024 noch mehr als zehn Prozent, so sind es aktuell nur noch rund sechs Prozent. Ende 2025 standen die USA f\u00fcr fast 60 Prozent aller europ\u00e4ischen LNG-Importe. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist eine Entwicklung, die nicht \u00fcberraschend kommt: Gibt es Krieg in der Region, wo am meisten \u00d6l&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2061,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[517,516,518,505,29,506,5,11],"class_list":{"0":"post-2060","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-luxemburg","8":"tag-l","9":"tag-energiepreise","10":"tag-gas","11":"tag-iran","12":"tag-israel","13":"tag-krieg","14":"tag-luxemburg","15":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@lu_de\/116166843636467685","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2060","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2060"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2060\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2061"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2060"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2060"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2060"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}