{"id":2807,"date":"2026-03-11T08:31:13","date_gmt":"2026-03-11T08:31:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/2807\/"},"modified":"2026-03-11T08:31:13","modified_gmt":"2026-03-11T08:31:13","slug":"tageblatt-lu-luxemburg-das-handwerk-zwischen-zaghafter-erholung-und-tiefen-strukturproblemen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/2807\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Luxemburg | Das Handwerk zwischen zaghafter Erholung und tiefen Strukturproblemen"},"content":{"rendered":"<p>Zum Ende des Jahres 2025 \u201ebest\u00e4tigt sich f\u00fcr das luxemburgische Handwerk die Tendenz zu einer zaghaften Erholung, die jedoch weiterhin fragil ist\u201c, schreibt die Luxemburger Handwerkskammer in ihrem <a href=\"https:\/\/www.cdm.lu\/mediatheque\/media\/un-secteur-en-tension-productive-un-avenir-durable-en-ligne-de-mire-lartisanat-en-clair-obscur\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">Konjunkturbericht<\/a> zum letzten Quartal des Jahres. <\/p>\n<p>Der Aktivit\u00e4tsindikator des Sektors bleibt mit minus 8,2 Punkten im negativen Bereich, obwohl der Anteil der Unternehmen, die eine Verbesserung melden (11,4 Prozent), sich allm\u00e4hlich dem Anteil der Unternehmen ann\u00e4hert, die eine Verschlechterung melden (19,6 Prozent), so das Handwerk in einer Pressemitteilung. <\/p>\n<p>Diese Entwicklung, wie auch die ersten Zahlen f\u00fcr Anfang 2026, lassen vermuten, dass die Konjunkturtiefphase wahrscheinlich \u00fcberwunden ist, \u201eauch wenn die Handwerkskammer angesichts der aktuellen Krisen im Iran und in der Ukraine noch gewisse Vorbehalte (\u2026) \u00e4u\u00dfert\u201c. <\/p>\n<p>            &#13;<br \/>\n              <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Der-Aktivitaetsindikator-des-Handwerks-54873.jpg\" title=\"Das Handwerk zwischen zaghafter Erholung und tiefen Strukturproblemen \" alt=\"Aktivit\u00e4tsindikator Handwerk zeigt aktuelle Entwicklung und Trends im deutschen Handwerkssektor in \u00fcbersichtlicher Grafik\" class=\"img-responsive\"\/>&#13;<br \/>\n              &#13;<\/p>\n<p class=\"image-caption\">Der Aktivit\u00e4tsindikator des Handwerks Bild: Screenshot: Chambre des m\u00e9tiers<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n              &#13;<\/p>\n<p>Als schwach erweist sich immer noch der Bausektor, wo besonders der Verkauf von sich im Bau befindenden Immobilien (VEFA) weiterhin in einer besonders schleppenden Dynamik steckt, beklagen die Handwerker. Im dritten Quartal 2025 wurden nur 324 Transaktionen registriert, was weniger als der H\u00e4lfte des Durchschnitts vor der Krise entspricht (691 Verk\u00e4ufe pro Quartal). Die Erwartung eines durch steuerliche Ma\u00dfnahmen ausgel\u00f6sten Aufschwungs habe nicht zu einer nachhaltigen Trendwende gef\u00fchrt. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Staatliche Ma\u00dfnahmen haben nicht geholfen <\/p>\n<p>Auch beklagen die Handwerker, dass von den insgesamt 450 Millionen Euro, die die Luxemburger Regierung zwischen 2024 und 2027 in den VEFA-Bereich stecken wollte, bis zum Ende letzten Jahres gerade mal 221 Millionen angekommen sind. \u201eWeniger als die H\u00e4lfte der geplanten Mittel\u201c, heben sie hervor. <\/p>\n<p>Zudem bleibe, trotz einer f\u00fcr das vierte Quartal 2025 angek\u00fcndigten wirtschaftlichen Erholung, der Arbeitsmarkt besonders fragil, schreiben sie weiter. In diesem Zeitraum habe die Zahl der Arbeitssuchenden um 12,6 Prozent zugelegt. <\/p>\n<p>Am st\u00e4rksten betroffen sei erneut der Bausektor mit fast 40 Prozent zus\u00e4tzlichen Arbeitssuchenden in einem einzigen Quartal und einem R\u00fcckgang der Besch\u00e4ftigtenzahlen um 2 Prozent innerhalb eines Jahres. Seit Ende 2022 sind etwa <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Das-Wachstum-bei-den-Arbeitsplaetzen-legt-langsam-wieder-zu-Staat-bleibt-Jobmotor-Bau-und-Industri-23993.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">4.500 Jobs in dem Sektor verschwunden<\/a>, fast zehn Prozent aller Arbeitspl\u00e4tze im Bauwesen. <\/p>\n<p>Gleichzeitig ist die Besch\u00e4ftigung im \u00f6ffentlichen Sektor innerhalb von f\u00fcnf Jahren um 24 Prozent gestiegen, so das Handwerk weiter. Diese Entwicklung verst\u00e4rke das strukturelle Ungleichgewicht zwischen den produktiven Sektoren und dem \u00f6ffentlichen Dienst noch weiter. <\/p>\n<p>Hinter diesen Konjunkturzahlen lauert ein noch tieferes Problem: In den n\u00e4chsten zehn Jahren werden im Handwerk zwischen 24.000 und 28.000 Renteneintritte erwartet. Die Branche sieht eine \u201eernsthafte\u201c Gefahr f\u00fcr die \u00dcbertragung von Fachwissen und Handwerkskunst. <\/p>\n<p>Die Handwerkskammer fordert nun \u201eentschlossene staatliche Ma\u00dfnahmen\u201c in den Bereichen Produktivit\u00e4t, Wohnraum und Talente, um gegenzusteuern. Im Bereich Wohnungsbau w\u00fcnscht man sich etwa zinslose Darlehen f\u00fcr VEFA-K\u00e4ufer und Steuersenkungen f\u00fcr den Bau von Mietwohnungen. Im Bereich der Talentgewinnung wolle man mehr Bewusstsein f\u00fcr die Attraktivit\u00e4t des Handwerks, neue Ausbildungsformate sowie Verbesserungen bei der Mobilit\u00e4t und bezahlbarem Wohnraum. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zum Ende des Jahres 2025 \u201ebest\u00e4tigt sich f\u00fcr das luxemburgische Handwerk die Tendenz zu einer zaghaften Erholung, die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2808,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[615,5,616,195],"class_list":{"0":"post-2807","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-luxemburg","8":"tag-handwerk","9":"tag-luxemburg","10":"tag-vefa","11":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@lu_de\/116209613727015428","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2807","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2807"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2807\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2808"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2807"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2807"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2807"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}