{"id":3031,"date":"2026-03-13T08:17:07","date_gmt":"2026-03-13T08:17:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/3031\/"},"modified":"2026-03-13T08:17:07","modified_gmt":"2026-03-13T08:17:07","slug":"tageblatt-lu-finanzplatz-sam-tanson-wuenscht-dringende-antwort-zu-eu-plaenen-zum-kapitalmarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/3031\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Finanzplatz | Sam Tanson w\u00fcnscht dringende Antwort zu EU-Pl\u00e4nen zum Kapitalmarkt"},"content":{"rendered":"<p>Seit mehr als zehn Jahren bereits wird auf EU-Ebene an einem einheitlichen Kapitalmarkt gearbeitet. Das mittlerweile von Kapitalmarktunion in Spar- und Investitionsunion umbenannte Vorhaben l\u00f6st am luxemburgischen Finanzplatz Sorgen aus. Denn diese Union soll mit einer zentralisierten \u00dcberwachung der Kapitalm\u00e4rkte durch eine einzige europ\u00e4ische Beh\u00f6rde einhergehen. Darauf dr\u00e4ngen insbesondere Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen und die Niederlande in einem Brief unter anderem an die EU-Kommission, wie das Nachrichtenportal Politico berichtet. <\/p>\n<p>Darauf Bezug nehmend will Sam Tanson nun vom luxemburgischen Finanzminister Gilles Roth (CSV) wissen, welches die Position der Regierung zum Ansinnen der sechs EU-Staaten sei. Zudem fragt sie, ob es noch m\u00f6glich sei, eine Sperrminorit\u00e4t gegen das Vorhaben der zentralisierten \u00dcberwachung im zust\u00e4ndigen EU-Finanzministerium zu organisieren. Und schlie\u00dflich will die Gr\u00fcnen-Politikerin wissen, welche Position Luxemburg beim bevorstehenden EU-Gipfel in dieser Frage kommende Woche einnehmen werde. <\/p>\n<p>Dass beim Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in diesem Punkt eine Entscheidung herbeigef\u00fchrt werden soll, ist vorerst nicht zu erwarten. Denn nicht nur Luxemburg, sondern auch Irland und Belgien haben Bedenken gegen\u00fcber den Pl\u00e4nen der EU-Kommission. Wohl unterst\u00fctzt auch Luxemburg die Ziele der Spar- und Investitionsunion. Doch h\u00e4tte eine Zentralisierung der \u00dcberwachung der Kapitalm\u00e4rkte negative Konsequenzen f\u00fcr Luxemburg. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Luxemburg gr\u00f6\u00dfter Fonds-Standort in Europa <\/p>\n<p>\u201eDas k\u00f6nnte die gesamte Branche schw\u00e4chen\u201c, warnte Serge Weyland, CEO der ALFI, des Luxemburger Verbandes der Investmentfonds-Industrie, vor einigen Wochen. Heute sei der europ\u00e4ische Fondssektor sehr divers und innovativ, mit unterschiedlicher Expertise an verschiedenen Standorten, doch eine Zentralisierung w\u00e4re schlecht f\u00fcr die Innovation. \u201eWir hoffen, dass die Vernunft auf EU-Ebene siegt.\u201c Frankreich habe ein Interesse an der Zentralisierung \u2013 die europ\u00e4ische Kapitalmarktaufsicht ESMA hat ihren Sitz in Paris \u2013 und hoffe, mehr vom Gesch\u00e4ft f\u00fcr sich zu gewinnen. Was auf Kosten des hiesigen Finanzplatzes gehen w\u00fcrde. <\/p>\n<p>Weltweit hat sich Luxemburg, vor allem dank der schnellen Umsetzung von harmonisierten europ\u00e4ischen Regeln im Bereich der Investmentfonds seit 1985, gut positionieren k\u00f6nnen. Das Land gilt als zweitwichtigster Fonds-Standort nach den USA und als wichtigster Standort bei grenz\u00fcberschreitenden Fonds. F\u00fcr den Staat bedeutet das Steuereinnahmen von mehr als einer Milliarde Euro im Jahr. <\/p>\n<p>Die 27 EU-Staaten wollten noch in diesem Jahr die Spar- und Investitionsunion abschlie\u00dfen. Denn durch sie wird ein dringend notwendiger Schub bei den Investitionen in der EU erwartet. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit mehr als zehn Jahren bereits wird auf EU-Ebene an einem einheitlichen Kapitalmarkt gearbeitet. 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