{"id":341,"date":"2026-02-11T17:26:12","date_gmt":"2026-02-11T17:26:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/341\/"},"modified":"2026-02-11T17:26:12","modified_gmt":"2026-02-11T17:26:12","slug":"tageblatt-lu-arcelormittal-gewerkschaften-fordern-schnellstmoegliche-einberufung-einer-tripartite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/341\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | ArcelorMittal | Gewerkschaften fordern schnellstm\u00f6gliche Einberufung einer Tripartite"},"content":{"rendered":"<p>\u201eOGBL und LCGB fordern den Premierminister auf, dringend eine Tripartite im Sektor der Stahlindustrie einzuberufen\u201c, teilten beide Gewerkschaften am Mittwoch in einer Pressemitteilung mit. <\/p>\n<p>Der Hintergrund: Der Europ\u00e4ische Betriebsrat von ArcelorMittal wurde am 29. Januar 2026 von der Konzernspitze \u00fcber eine Studie informiert, die zur <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Nachrichten\/ArcelorMittal-prueft-1150-Jobs-in-Luxemburg-Gewerkschaften-warnen-vor-Fehlinterpretationen-24707.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" title=\"\">Verlagerung von Jobs aus dem Verwaltungsbereich nach Indien und Polen<\/a> f\u00fchren k\u00f6nnte. Im Fokus der Analyse, stehen 5.600 Arbeitspl\u00e4tze in Europa, davon 1.150 in Luxemburg. <\/p>\n<p>Auf eine konkrete Zahl wurde sich, laut einer Mitteilung des Konzerns von letzter Woche, noch nicht festgelegt. Es sei aber wichtig zu verdeutlichen, dass sich diese Zahlen \u201eauf den Umfang der Studie beziehen und nicht auf das Ergebnis der Studie\u201c, so ArcelorMittal. <\/p>\n<p>Am Mittwoch dieser Woche beklagten die beiden Luxemburger Gewerkschaften nun, dass sie immer noch keine Kenntnis \u00fcber die m\u00f6glichen Auswirkungen auf die Anzahl der Arbeitspl\u00e4tze, die tats\u00e4chlich abgebaut werden k\u00f6nnten, haben. V\u00f6llig emp\u00f6rt sei man aber schon allein von der \u201eBrutalit\u00e4t dieser Ank\u00fcndigung\u201c. <\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Verunsicherung sorgt ein rezentes, \u201evertrauliches Gespr\u00e4ch zwischen dem Premierminister und dem CEO von ArcelorMittal\u201c \u00fcber die Situation in Luxemburg. Noch nicht vergessen ist, dass es auch vor dem <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Hunderte-Jobs-bei-Amazon-in-Gefahr-Luxemburg-droht-ein-Sozialplan-von-historischem-Ausmass-3636.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" title=\"\">Sozialplan bei Amazon<\/a> im Vorfeld ein Gespr\u00e4ch zwischen dem Premierminister und der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des Konzerns gegeben hatte. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Ein vertrauliches Gespr\u00e4ch <\/p>\n<p>Bereits seit Oktober 2025 f\u00fchren die luxemburgischen Gewerkschaften, die Regierung und die Gesch\u00e4ftsleitung von ArcelorMittal Verhandlungen, um die ausgelaufene Tripartitevereinbarung aus dem Jahr 2020\/21 zu erneuern, schreiben sie weiter. Diese Verhandlungen mit der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung \u201efinden in einem komplexen Umfeld statt, das durch eine unsichere und sehr wettbewerbsintensive europ\u00e4ische und weltweite Konjunkturlage gekennzeichnet ist. (&#8230;) Der OGBL und der LCGB lehnen jede Verlagerung entschieden ab, die die Arbeitspl\u00e4tze, die Kompetenzen und die Zukunft der luxemburgischen Stahlindustrie gef\u00e4hrden k\u00f6nnte.\u201c <\/p>\n<p>Das Modell der Tripartite erm\u00f6glicht seit Jahrzehnten die Aufrechterhaltung der Stahlindustrie im Land sowie aller damit verbundenen Arbeitspl\u00e4tze, heben beide hervor. \u201eEs ist unerl\u00e4sslich, dass die Regierung alles in ihrer Macht Stehende unternimmt, um die Fortf\u00fchrung des luxemburgischen Modells zu gew\u00e4hrleisten, um das wir so beneidet werden\u201c, so ihre Forderung. <\/p>\n<p>Zur Erinnerung: In den Jahren 2020\/21, inmitten einer schwierigen konjunkturellen Lage, hatte ArcelorMittal geplant, 570 Arbeitspl\u00e4tze in Luxemburg abzubauen, 15 Prozent seiner Besch\u00e4ftigten. Dank erfolgreicher Tripartite-Verhandlungen konnten damals harte Entlassungen jedoch vermieden und neue Investitionen angesto\u00dfen werden. Im Endeffekt hat der Konzern hierzulande heute sogar einige Hundert Mitarbeiter mehr als damals ausgehandelt \u2013 insgesamt z\u00e4hlt er aktuell rund 3.500 Abgestellte in Luxemburg. <\/p>\n<p>Der Luxemburger Konzern ArcelorMittal, der derzeit auf Kirchberg seinen <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Das-kuenftige-Wahrzeichen-des-Kirchbergs-waechst-5456.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" title=\"\">neuen Hauptsitz<\/a> baut, hat <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/ArcelorMittal-Umsatz-geht-weiter-leicht-zurueck-Gewinn-verdoppelt-sich-24763.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" title=\"\">2025 seinen Nettogewinn<\/a> deutlich steigern k\u00f6nnen: Am Ende des Jahres stand ein Plus von 3,15 Milliarden Dollar in den B\u00fcchern. Im Vorjahr belief sich der Gewinn auf nur 1,3 Milliarden Dollar. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eOGBL und LCGB fordern den Premierminister auf, dringend eine Tripartite im Sektor der Stahlindustrie einzuberufen\u201c, teilten beide Gewerkschaften&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":342,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[86,5,87],"class_list":["post-341","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-luxemburg","tag-arcelormittal","tag-luxemburg","tag-ogbl-lcgb"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/341","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=341"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/341\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/342"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=341"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=341"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=341"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}