{"id":3523,"date":"2026-03-19T03:58:16","date_gmt":"2026-03-19T03:58:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/3523\/"},"modified":"2026-03-19T03:58:16","modified_gmt":"2026-03-19T03:58:16","slug":"tageblatt-lu-chamber-luxemburg-sucht-neuen-kurs-im-umgang-mit-den-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/3523\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Chamber | Luxemburg sucht neuen Kurs im Umgang mit den USA"},"content":{"rendered":"<p>Die internationale Sicherheitsstrategie der USA stellt seit dem Amtsantritt Donald Trumps die westlichen B\u00fcndnisse vor neue Herausforderungen. Nicht nur f\u00fcr L\u00e4nder wie Venezuela, Kuba oder Iran hat der amerikanische Pr\u00e4sident ganz konkrete Vorstellungen, auch die Verb\u00fcndeten in Europa d\u00fcrfen sich bereits seit geraumer Zeit Kommentare zu ihrer Innenpolitik anh\u00f6ren. <\/p>\n<p>Dass es sich dabei nicht um Ausrutscher handelte, ist sp\u00e4testens seit der Ver\u00f6ffentlichung der nationalen Sicherheitsstrategie der Trump-Regierung im November 2025 klar. <\/p>\n<p>              &#13;<br \/>\n                <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Der-LSAP-Abgeordnete-Franz-Fayot-92000.jpg\" title=\"Luxemburg sucht neuen Kurs im Umgang mit den USA \" alt=\"Franz Fayot, LSAP-Abgeordneter, spricht bei politischer Veranstaltung in Luxemburg\" class=\"img-responsive\" style=\"object-position:48.429243768740413145% 37.967147043843034737%;\"\/>&#13;<br \/>\n                &#13;<\/p>\n<p class=\"image-caption\">Der LSAP-Abgeordnete Franz Fayot Foto: Editpress\/Didier Sylvestre<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n                &#13;<\/p>\n<p>In der Chamber kritisierte Franz Fayot (LSAP) am Mittwoch die angestrebte amerikanische \u201eunilaterale Dominanz unserer \u00d6konomie\u201c durch eine gezielte Abh\u00e4ngigkeit von amerikanischem \u00d6l und Gas, dem Finanzmarkt und dem Silicon Valley. Auch hinter der Forderung, \u201erechtsextreme Patrioten ans Ruder\u201c zu lassen, stecke haupts\u00e4chlich \u00f6konomisches Interesse, durchgesetzt durch das \u201eRecht des St\u00e4rkeren\u201c, so Fayot. Die meisten EU-L\u00e4nder hielten bislang an den Abh\u00e4ngigkeiten zur USA fest. Die Entscheidung, sich nicht am Iran-Krieg zu beteiligen, sei ein Schritt in Richtung eines neuen europ\u00e4ischen Selbstbewusstseins. Fayot lobte Emmanuel Macron und Pedro S\u00e1nchez, die die Verletzung des internationalen Rechts durch die USA und Israel verurteilten. <\/p>\n<p>Er machte klar: \u201eTrumps Regierung hat einen Plan f\u00fcr Europa und der ist ein direkter Widerspruch zu unseren Werten von Offenheit, Solidarit\u00e4t, unseren europ\u00e4ischen Freiheiten, unserem Humanismus.\u201c <\/p>\n<p>Laurent Zeimet (CSV) blickte selbstkritisch auf das transatlantische Verh\u00e4ltnis. Bereits zu Zeiten Barack Obamas h\u00e4tte Europa mehr Eigenverantwortung in der Verteidigung \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. \u201eWenn man noch st\u00e4rker mit der Faust auf den Tisch schlagen will, muss man dazu auch imstande sein\u201c, sagte Zeimet mit Blick auf die Aufr\u00fcstungspl\u00e4ne der Regierung.  <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            ADR verteidigt Trumps Kritik <\/p>\n<p>An das Rednerpult trat Fred Keup. Der ADR-Fraktionspr\u00e4sident will die amerikanischen Motive einordnen. Die USA s\u00e4hen Europa nicht als Gegner, sondern als Partner. Ziel sei ein starkes Europa; Kritik unter Partnern sei legitim. Und damit kam Keup auf das Thema Migration zu sprechen. \u201eDurch Massenimmigration ist die Situation in vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern aus dem Gleichgewicht geraten.\u201c Keups Bedauern \u00fcber die politische Polarisierung wurde aus den anderen Fraktionen mit Gel\u00e4chter quittiert.  <\/p>\n<p>Den Aussagen des ADR-Manns hielt Sam Tanson (\u201ed\u00e9i gr\u00e9ng\u201c) ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine \u201estarke europ\u00e4ische Stimme\u201c entgegen: Man m\u00fcsse an den Menschenrechten und dem Einsatz f\u00fcr Mensch und Natur festhalten. Keups Anti-Migrationskurs wies sie zur\u00fcck: \u201eEuropa sollte f\u00fcr Sicherheit sorgen, aber nicht seine Freiheit und Humanit\u00e4t verlieren.\u201c <\/p>\n<p>Frieden: Kein Einfluss auf Konto-Schlie\u00dfung <\/p>\n<p>Die Opposition stellte anschlie\u00dfend Fragen zu der Schlie\u00dfung mehrerer Konten des internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) durch die Luxemburger \u201eSpuerkeess\u201c. Sam Tanson und Franz Fayot hakten nach, Premierminister Frieden (CSV) wies Verantwortung von sich. \u201eDer Grund, warum sie keine Antworten auf ihre Fragen bekommen, ist, dass ich Premierminister bin, nicht bei der \u201aSpuerkeess\u2018 arbeite und auch nicht Finanzminister bin.\u201c Er habe erst im Nachhinein davon erfahren, in einzelne Entscheidungen der \u201eSpuerkeess\u201c werde er nicht involviert und k\u00f6nne sie auch nicht beurteilen. Die Partnerschaft zu den USA stellte Frieden nicht infrage, die europ\u00e4ische Abh\u00e4ngigkeit solle jedoch weiter reduziert werden. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die internationale Sicherheitsstrategie der USA stellt seit dem Amtsantritt Donald Trumps die westlichen B\u00fcndnisse vor neue Herausforderungen. 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