{"id":3743,"date":"2026-03-21T03:18:08","date_gmt":"2026-03-21T03:18:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/3743\/"},"modified":"2026-03-21T03:18:08","modified_gmt":"2026-03-21T03:18:08","slug":"tageblatt-lu-neues-tripartite-abkommen-arcelormittal-streicht-300-stellen-investiert-290-millionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/3743\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Neues Tripartite-Abkommen | ArcelorMittal streicht 300 Stellen, investiert 290 Millionen"},"content":{"rendered":"<p>Es war eine Zahl, die Schrecken verbreitete: Anfang Februar 2026 wurde bekannt, dass ArcelorMittal <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Nachrichten\/ArcelorMittal-prueft-1150-Jobs-in-Luxemburg-Gewerkschaften-warnen-vor-Fehlinterpretationen-24707.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">intern eine Studie<\/a> \u00fcber bis zu 1.150 Verwaltungsstellen in Luxemburg in Auftrag gegeben hatte \u2013 um zu pr\u00fcfen, ob diese Funktionen in L\u00e4nder mit niedrigeren Geh\u00e4ltern verlagert werden k\u00f6nnten. <\/p>\n<p>Am fr\u00fchen Freitagabend kam nun eine Pressemitteilung mit den Ergebnissen der Tripartiteverhandlungen zur Stahlindustrie \u201eLUX2029\u201c. Die Verhandlungen hatten Anfang Oktober 2025 begonnen. <\/p>\n<p>\u201eAngesichts der aktuellen und zuk\u00fcnftigen Bed\u00fcrfnisse hat der Konzern etwa 300 Mitarbeiter in Luxemburg zu viel\u201c, ist hier zu lesen. Entlassungen sind keine geplant. Die Arbeitspl\u00e4tze will man nun mittels Ma\u00dfnahmen wie Vorruhestand, Pensionen, Kurzarbeit, freiwilligen Abg\u00e4ngen, internen Versetzungen und nat\u00fcrlicher Fluktuation abbauen. Im Rahmen der Umstrukturierungen wird eine \u201ecellule de reclassement\u201c eingerichtet. Ein Modell ganz nach Luxemburger Tradition. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Stahlindustrie unter Druck <\/p>\n<p>\u201eDie Stahlindustrie hierzulande steht <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Luxemburgs-Stahlindustrie-trotzt-der-europaeischen-Krise-13184.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">seit einiger Zeit unter Druck<\/a>\u201c, ist weiter in der Mitteilung zu lesen. Dies \u201einsbesondere aufgrund der Rohstoffpreise und der Billigimporte nach Europa, w\u00e4hrend das geopolitische und makro\u00f6konomische Umfeld die Lage nur noch verschlimmert.\u201c <\/p>\n<p>Im Gegenzug f\u00fcr die Hilfen verpflichtet sich der Stahlkonzern, zwischen 2026 und 2029 mindestens 290,5 Millionen Euro, m\u00f6glicherweise bis zu 334,5 Millionen Euro, in Schl\u00fcsselprojekte zur Entwicklung seiner Produktionsstandorte in Luxemburg zu investieren. Alles mit dem Ziel, den Fortbestand, die Nachhaltigkeit und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit seiner Werke hierzulande zu sichern. <\/p>\n<p>Man wolle sich bem\u00fchen, das Projekt zur Renovierung und Modernisierung von \u201eTrain 2\u201c in Belval umzusetzen und ein Kompetenzzentrum f\u00fcr Cybersicherheit einzurichten. Gepr\u00fcft werde auch die Errichtung einer \u201eMaintenance Academy\u201c, eines Ausbildungszentrums f\u00fcr Berufe im Bereich der Wartung industrieller Produktionsanlagen. Zudem versichert ArcelorMittal, dass <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Das-kuenftige-Wahrzeichen-des-Kirchbergs-waechst-5456.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">Luxemburg der Hauptsitz<\/a> des Konzerns bleibt. <\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie vor sechs Jahren <\/p>\n<p>Unterschrieben wurde das Abkommen am Freitag von Wirtschaftsminister Lex Delles, Arbeitsminister Marc Spautz, Finanzminister Gilles Roth, der Konzernleitung sowie den Gewerkschaften OGBL und LCGB. <\/p>\n<p>\u00dcberwacht werden wird seine Einhaltung von zwei Komitees, die sich aus Vertretern der Unternehmensleitung, der unterzeichnenden Gewerkschaften, Mitgliedern der Personalvertretung sowie Vertretern der Ministerien f\u00fcr Arbeit, Wirtschaft und Finanzen zusammensetzen. <\/p>\n<p>Die Ergebnisse von \u201eLUX2029\u201c sehen damit \u00e4hnlich aus wie die von \u201e<a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Abkommen-mit-Staat-und-Gewerkschaften-Eine-Loesung-wie-zu-Zeiten-der-grossen-Stahlkrise-46928.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">Lux2025<\/a>\u201c. Damals, 2021, plante <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/ArcelorMittal-Umsatz-geht-weiter-leicht-zurueck-Gewinn-verdoppelt-sich-24763.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">ArcelorMittal<\/a>, hierzulande mehr als 500 Jobs abzubauen. Nach Verhandlungen mit Regierung und Gewerkschaften wurde dann eine \u201ecellule de reclassement\u201c eingesetzt und im Gegenzug verpflichtete sich der Konzern zu <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/ArcelorMittal-Investitionsplan-zur-Wiederherstellung-der-Wettbewerbsfaehigkeit-47026.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">millionenschweren Investitionen<\/a>. Die Zahl der Angestellten h\u00e4tte laut Plan <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/ArcelorMittal-Investitionsplan-zur-Wiederherstellung-der-Wettbewerbsfaehigkeit-47026.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">damals auf 3.000<\/a> sinken sollen, was schlussendlich aber nicht passiert ist. Das Gesch\u00e4ft lief gut und die Zahl der Mitarbeiter liegt heute bei etwa 3.500. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Der-Bau-des-neuen-Hauptsitzes-laeuft-auf-Hochtouren-92128.jpg\" title=\"ArcelorMittal streicht 300 Stellen, investiert 290 Millionen \" alt=\"Bau des neuen Firmensitzes im fortgeschrittenen Stadium mit Baukr\u00e4nen und Arbeitern auf der Baustelle\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"image-caption\">Der Bau des neuen Hauptsitzes l\u00e4uft auf Hochtouren Foto: Christian Muller<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es war eine Zahl, die Schrecken verbreitete: Anfang Februar 2026 wurde bekannt, dass ArcelorMittal intern eine Studie \u00fcber&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3744,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[86,784,5],"class_list":["post-3743","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-luxemburg","tag-arcelormittal","tag-gewerkschaften","tag-luxemburg"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@lu_de\/116265006127272270","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3743","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3743"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3743\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3744"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3743"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3743"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3743"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}