{"id":4788,"date":"2026-04-01T10:29:21","date_gmt":"2026-04-01T10:29:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/4788\/"},"modified":"2026-04-01T10:29:21","modified_gmt":"2026-04-01T10:29:21","slug":"tageblatt-lu-finanzplatz-2025-erstmals-zahlen-luxemburger-banken-mehr-als-zwei-milliarden-euro-steuern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/4788\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Finanzplatz 2025 | Erstmals zahlen Luxemburger Banken mehr als zwei Milliarden Euro Steuern"},"content":{"rendered":"<p>Die 116 in Luxemburg ans\u00e4ssigen Kreditinstitute haben im vergangenen Jahr gemeinsam einen Nettogewinn von 6,85 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das ist zwar leicht weniger als die 7,2 Milliarden Euro des Rekordjahres 2024, stellt aber das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte des Luxemburger Bankenplatzes dar \u2013 wie aus <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Luxemburger-Banken-verbuchen-Nettogewinn-von-69-Milliarden-Euro-53310.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">Zahlen der Finanzaufsicht CSSF<\/a> hervorgeht. <\/p>\n<p>Doch nicht nur die Gewinne der Banken selbst sind bemerkenswert. Erstmals in der Geschichte des Finanzplatzes \u00fcbersteigen die gezahlten Steuern die Schwelle von zwei Milliarden Euro, wie neue Zahlen der Luxemburger Zentralbank zeigen: Die 116 Banken entrichteten 2025 insgesamt 2,021 Milliarden Euro an Steuern auf Einkommen und Gewinn \u2013 ein historischer H\u00f6chstwert und ein deutliches Plus gegen\u00fcber den 1,810 Milliarden Euro des Vorjahres. <\/p>\n<p>Um zu verstehen, wie au\u00dfergew\u00f6hnlich diese Zahl ist, lohnt ein Blick zur\u00fcck. Nach der Finanzkrise 2008 waren die Steuerzahlungen der Banken eingebrochen: 2008 zahlten die Kreditinstitute lediglich 265 Millionen Euro, 2011 sogar nur 50 Millionen Euro \u2013 ein Tiefpunkt, der die verheerenden Folgen der globalen Bankenkrise auch f\u00fcr Luxemburg widerspiegelt. In den Folgejahren erholte sich der Sektor langsam und die Steuerzahlungen drehten zwischen 640 und 910 Millionen Euro \u2013 solide, aber unter der Milliardenmarke. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Zinsanstieg als Wendepunkt <\/p>\n<p>Ein Durchbruch kam mit <a href=\"https:\/\/https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Kreditvolumen-bleibt-trotz-sinkender-Zinsen-weiter-deutlich-unter-Vorkrisenniveau-25470.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">dem Zinsanstieg<\/a>. Als die Europ\u00e4ische Zentralbank ab Sommer 2022 die Leitzinsen anhob, explodierten die Zinsertr\u00e4ge der Banken. Das schlug sich unmittelbar im Volumen der bezahlten Steuern nieder: 2023 knackten die Banken erstmals die Milliardenmarke und zahlten 1,663 Milliarden Euro. 2024 stiegen die Steuern weiter auf 1,8 Milliarden Euro \u2013 und nun, 2025, haben sie mit 2,021 Milliarden Euro erstmals die Zwei-Milliarden-Schwelle \u00fcberschritten. <\/p>\n<p>Das ist umso bemerkenswerter, als der Nettogewinn des Sektors 2025 leicht zur\u00fcckgegangen ist. Der R\u00fcckgang der Zinsmarge \u2013 die EZB hatte ab Mitte 2024 begonnen, die Zinsen wieder zu senken \u2013 hat die Ertr\u00e4ge aus dem Zinsgesch\u00e4ft um 2,9 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro gedr\u00fcckt. Teilweise ausgeglichen wurde dies durch steigende Kommissionseinnahmen, die um 2,2 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zulegten und von einem weltweit <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/2025-war-ein-gutes-Jahr-an-der-Boerse-Luxemburg-konnte-Verluste-wettmachen-23856.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">starken B\u00f6rsenjahr<\/a> profitierten. <\/p>\n<p>Dass davon mehr als zwei Milliarden an den Staat flie\u00dfen, unterstreicht die Bedeutung <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Das-Gewicht-des-Finanzplatzes-Die-Entwicklung-der-vergangenen-zehn-Jahre-27092.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">des Bankensektors<\/a> nicht nur als Arbeitgeber \u2013 mit 26.284 Besch\u00e4ftigten \u2013, sondern auch als zuverl\u00e4ssige Einnahmequelle f\u00fcr den luxemburgischen Fiskus. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die 116 in Luxemburg ans\u00e4ssigen Kreditinstitute haben im vergangenen Jahr gemeinsam einen Nettogewinn von 6,85 Milliarden Euro erwirtschaftet.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4789,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[681,193,5,165],"class_list":{"0":"post-4788","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-luxemburg","8":"tag-banken","9":"tag-finanzplatz","10":"tag-luxemburg","11":"tag-steuern"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@lu_de\/116328986223843357","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4788","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4788"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4788\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4789"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4788"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4788"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4788"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}