{"id":5029,"date":"2026-04-03T19:21:06","date_gmt":"2026-04-03T19:21:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/5029\/"},"modified":"2026-04-03T19:21:06","modified_gmt":"2026-04-03T19:21:06","slug":"tageblatt-lu-kultur-news-jazz-futter-in-wiltz-queere-geschichten-im-nationalmuseum-und-geister-in-der-villa-louvigny","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/5029\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Kultur-News | Jazz-Futter in Wiltz, queere Geschichten im Nationalmuseum und Geister in der Villa Louvigny"},"content":{"rendered":"<p>          Wiltz im Ausnahmezustand: Zwei Formate, ein Anspruch <\/p>\n<p>Der Brandbau wird am 10. und 11. April erneut zum Schauplatz eines Festivals, das sich bewusst jeder eindeutigen Verortung entzieht. \u201eJazzorwhatever!?\u201c versteht Jazz nicht als Stil, sondern als offenes System. Zwischen Berliner Club\u00e4sthetik (Moses Yoofee Trio), elektronisch gepr\u00e4gten Quartettkl\u00e4ngen (Yvonne Moriel, siehe Foto) und transkulturellen Kompositionen (Nawras Altaky) entfaltet sich ein Programm, das ebenso pr\u00e4zise kuratiert wie risikofreudig ist. Mit Berlinde Demans Serpent-Experimenten und starken Beitr\u00e4gen aus Luxemburg \u2013 etwa von Jambal oder Daniel Migliosi \u2013 wird die Spannweite zus\u00e4tzlich erweitert. Neu: eine zweite, bewusst reduzierte Kellerb\u00fchne f\u00fcr intimere Set-ups und DJ-Formate. <\/p>\n<p>              &#13;<br \/>\n                <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Yvonne-Moriel-tritt-beim-Jazzorwhatever-in-Wiltz-auf-92961.jpg\" title=\"Jazz-Futter in Wiltz, queere Geschichten im Nationalmuseum und Geister in der Villa Louvigny \" alt=\"Yvonne Moriel tritt beim \u201eJazzorwhatever?!\u201c in Wiltz auf\" class=\"img-responsive\" style=\"object-position:50.260538000529365377% 27.349772236734402497%;\"\/>&#13;<br \/>\n                &#13;<\/p>\n<p class=\"image-caption\">Yvonne Moriel tritt beim \u201eJazzorwhatever?!\u201c in Wiltz auf Foto: Paola Lesslhumer<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n                &#13;<\/p>\n<p>Mit \u201eFoodorwhatever!?\u201c (11. &amp; 12. April) wird der Ansatz ins Kulinarische \u00fcbertragen. Die Kids-Edition richtet sich am Samstag an ein junges Publikum, das spielerisch an sensorische Erfahrungen herangef\u00fchrt wird. Am Sonntag folgt die \u201eFull Experience\u201c: ein mehrg\u00e4ngiges Format, das K\u00fcche, Sound und Raumgestaltung eng verzahnt. <\/p>\n<p>Zwei Veranstaltungen, die weniger auf Repr\u00e4sentation als auf Erfahrung setzen \u2013 und damit einen seltenen Ton treffen. (ct) <\/p>\n<p>          Ausstellung zu Luxemburgs queerer Geschichte <\/p>\n<p>2028 steht im Nationalmuseum auf dem Fischmarkt queeres Leben in Luxemburg im Mittelpunkt. Das steht im aktuellen \u201eMuseoMag\u201c, dem Magazin des Hauses (siehe Beitrag zur neuen Ausgabe). \u201e\u00c0 travers un regard historique, nous voulons \u00e9clairer [l]es d\u00e9bats contemporains et analyser comment la vie des personnes LGBTIQ+ a chang\u00e9, ou non, au fil du temps\u201c, ist zur Ausrichtung zu lesen. \u201eNous souhaitons mettre en lumi\u00e8re l\u2019histoire d\u2019une partie de la soci\u00e9t\u00e9 qui, jusqu\u2019\u00e0 maintenant, n\u2019a traditionnellement pas \u00e9t\u00e9 int\u00e9gr\u00e9e au r\u00e9cit historique dominant.\u201c Historische Ausstellungen zum Thema wurden zuletzt in Esch angeboten: Das Mus\u00e9e national de la r\u00e9sistance et des droits humains ging in der Ausstellung \u201eVictimes oubli\u00e9es\u201c 2024 auf das Schicksal homosexueller Menschen in Luxemburg w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs ein; die Organisation Rosa L\u00ebtzebuerg organisierte zur Luxembourg Pride 2022 die Ausstellung \u201eLGBTIQ+ History in Luxembourg\u201c im B\u00e2timent4. Zur Schau im Nationalmuseum sucht das Team noch nach passenden Gegenst\u00e4nden \u2013 und nach Menschen, die ihre Erinnerungen teilen m\u00f6chten. Auch anonym. Gefragt sind alle, die Teil der Communities sind oder diese unterst\u00fctzen. Politisches oder aktivistisches Engagement sind keine Voraussetzung. Was z\u00e4hlt, sind die Geschichten. Interessiert? Das Team ist per Mail (histoire@mnaha.etat.lu) und telefonisch (+352 47 93 30 413) erreichbar. (ispi) <\/p>\n<p>            &#13;<br \/>\n              Ass dat net eng vun den Aufgabe vun enger kultureller Programmatioun, fir z\u2019innov\u00e9ieren, z\u2019experiment\u00e9ieren an z\u2019iwwerraschen? &#13;<\/p>\n<p class=\"Zitat-Autor1\">Claude Mangen <\/p>\n<p class=\"Zitat-Funktion1\">Scheidender Direktor des \u201eMierscher Theater\u201c im Vorwort der neuen Ausgabe des hauseigenen Magazins \u201eCarisma\u201c <\/p>\n<p>          \u201eRadio Luxembourg &#8211; Ghosts of the Villa\u201c bis zum 30. April verl\u00e4ngert <\/p>\n<p>Ende M\u00e4rz gab Kulturminister Eric Thill (DP) in der Abgeordnetenkammer bekannt, er suche nach M\u00f6glichkeiten, die immersive Ausstellung \u201eRadio Luxembourg \u2013 Ghosts of the Villa\u201c weiterzuf\u00fchren. Zumindest eins steht schon fest: Wer noch nicht in die Geschichte von Radio Luxemburg eingetaucht ist, kann dies noch bis zum 30. April in der Villa Louvigny in Luxemburg-Stadt tun. Urspr\u00fcnglich sollte die Ausstellung diese Woche enden. Aufgrund der hohen Besuchszahlen und der ausgebuchten Rundg\u00e4nge, entschied sich das Team mit Unterst\u00fctzung des Film Fund Luxembourg, des Centre national de l\u2019audiovisuel und der Oeuvre Nationale jedoch f\u00fcr die Fortsetzung. Vom 5. bis zum 14. April ist die Schau allerdings geschlossen. Weitere Informationen und Reservierungen via radio.lu. (ispi) <\/p>\n<p>          \u201ePrix Laurence\u201c 2026 geht in die letzte Runde <\/p>\n<p>87 literarische Nachwuchstalente traten an, 26 schafften es in die Endrunde: Die Finalisten des Jugendliteraturpreises \u201ePrix Laurence\u201c der Gemeinde Bettemburg sind bekannt. Die Kandidaturen (12-17 Jahre; 18-26 Jahre) gingen aus Luxemburg, der Gro\u00dfregion und den Partnerst\u00e4dten von Bettemburg \u2013 Valpa\u00e7os (Portugal) und Flaibano (Italien) \u2013 ein. <\/p>\n<p class=\"Zahl_Inhalt1\">160 <\/p>\n<p class=\"Zahl_Beschreibung1\">Texte in f\u00fcnf Sprachen buhlten 2026 beim \u201ePrix Laurence\u201c um einen Platz im Finale <\/p>\n<p>Die ausgew\u00e4hlten Texte sind auf prixlaurence.lu verf\u00fcgbar und stehen zur Bewertung bereit. Das Publikum entscheidet ab dem 7. April online \u00fcber den \u201ePrix du Public\u201c. Am 25. April (12-17 Jahre) und am 26. April (18-26 Jahre) tragen die Talente ihre Texte jeweils um 11 Uhr im \u201eCh\u00e2teau de Bettembourg\u201c vor. Der \u201ePrix Laurence\u201c wird seit 2015 j\u00e4hrlich im Rahmen des Literaturfestivals \u201eLiteraTour\u201c verliehen. 2026 bestand die Jury aus Vesna Andonovic, Nicolas Calmes, J\u00e9r\u00f4me Jaminet, Christiane Kremer, Sabrina Notka, Antoine Pohu und Pit Hoerold. (ispi) <\/p>\n<p>          Das gibt es in der neuen Ausgabe des MuseoMag zu entdecken <\/p>\n<p>Im zweiten MuseoMag des Jahres f\u00fchrt Direktorin Tania Brugnoni in den Inhalt ein, indem sie unterstreicht, dass das Heft den Reichtum diverser Herangehensweisen schildert, \u201edepuis la gen\u00e8se d\u2019une exposition jusqu\u2019\u00e0 la red\u00e9couverte d\u2019oeuvres oubli\u00e9es, en passant par les appels \u00e0 participation citoyenne et les avanc\u00e9es d\u00e9cisives en mati\u00e8re de num\u00e9risation\u201c. Neben bekanntem (\u201eVu Lilien a Linnen\u201c) weist sie auf die umfangreiche Vorschau auf die Ausstellung \u201eBerthe Brincour (1879-1947)\u201c hin, eine, wie Kuratorin Lis Hausemer, schreibt \u201eartiste hors normes et hors temps\u201c, eine Feststellung, die die bereits abgebildeten Werke belegen. Ab dem 4. Juni zeigt das Nationalmuseum auf dem Fischmarkt eine umfassende Retrospektive dieser eher vergessenen K\u00fcnstlerin. Aussichten aus der Vogelperspektive von Luxemburg-Stadt aus dem Jahre 1916 von Auguste van Werweke, die Villa in Echternach in Erinnerung an die Zeiten, in denen die R\u00f6mer unser Land besuchten, Spuren der Soldaten der ersten Landesarmee, ein Blick in die Digitalisierung des Herr-Archivs und ein Aufgreifen der Werke von Marie Anne Henck\u00e9 im Luxemburger Kunstarchiv sind neben Kurzinformationen au\u00dferdem Bestandteil dieses \u201eMuseoMagazins\u201c. Dem Heft liegt eine \u201eAgenda\u201c mit einer \u00fcbersichtlichen Zusammenfassung aller MNHAHA-Aktivit\u00e4ten in den Monaten April bis August bei. Wer das Magazin noch nicht per Abonnement bezieht, sollte sich ein solches besorgen. \u201eMuseoMag\u201c ist eine wichtige Informationsquelle f\u00fcr jeden Kunst- und Geschichtsfreund. (fw) <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wiltz im Ausnahmezustand: Zwei Formate, ein Anspruch Der Brandbau wird am 10. und 11. 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