{"id":5200,"date":"2026-04-07T13:11:07","date_gmt":"2026-04-07T13:11:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/5200\/"},"modified":"2026-04-07T13:11:07","modified_gmt":"2026-04-07T13:11:07","slug":"tageblatt-lu-5680-euro-pro-stunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/5200\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | 56,80 Euro pro Stunde"},"content":{"rendered":"<p>Dass Luxemburg kein Billiglohnland ist, ist bekannt. Der Unterschied zum europ\u00e4ischen Durchschnitt ist jedoch \u00fcberaus deutlich. W\u00e4hrend das statistische Institut Eurostat die durchschnittlichen Arbeitskosten pro Stunde in der Europ\u00e4ischen Union in der Privatwirtschaft im Jahr 2025 auf 34,9 Euro sch\u00e4tzt, so sind es im Gro\u00dfherzogtum stolze 56,8 Euro pro Stunde. <\/p>\n<p>Luxemburg ist f\u00fcr Arbeitgeber damit das mit Abstand teuerste Land in Europa. Einzig und allein D\u00e4nemark (51,7 Euro pro Stunde) liegt neben dem Gro\u00dfherzogtum bei \u00fcber 50 Euro pro Stunde. Hinter den beiden folgen die Niederlande (47,9 Euro) und \u00d6sterreich mit 46,3 Euro pro Stunde. F\u00fcr Belgien, das 2024 mit 48,2 Euro pro Stunde auf Platz zwei lag, sind noch keine Zahlen von 2025 verf\u00fcgbar. Alle anderen L\u00e4nder sind sp\u00fcrbar g\u00fcnstiger f\u00fcr die Arbeitgeber. Zur Berechnung dieser Zahl spielen sowohl die reelle H\u00f6he der Geh\u00e4lter als auch die H\u00f6he der Lohnnebenkosten eine Rolle. <\/p>\n<p>            &#13;<br \/>\n              <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild-93121.jpg\" title=\"Luxemburg bleibt auch 2025 der teuerste Arbeitsmarkt der EU \" alt=\"Luxemburg bleibt auch 2025 der teuerste Arbeitsmarkt der EU \" class=\"img-responsive\"\/>&#13;<\/p>\n<p>Luxemburg steht erst seit einigen Jahren an der Spitze dieses Rankings: Im Jahr 2016 beispielsweise stand das Land (mit 38,7 Euro pro Stunde) noch auf dem zweiten Platz, fast auf der gleichen H\u00f6he wie Belgien, hinter D\u00e4nemark (41,3 Euro pro Stunde). 2012 befand sich das Gro\u00dfherzogtum, den europ\u00e4ischen Statistiken zufolge, sogar blo\u00df auf Platz vier, hinter D\u00e4nemark, Belgien und Schweden. <\/p>\n<p>Am g\u00fcnstigsten waren die Arbeitskosten im Jahr 2025 in und Bulgarien (12 Euro pro Stunde), Rum\u00e4nien (13,6 Euro pro Stunde) und Ungarn (15,2 Euro pro Stunde). <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Island teurer, aber wettbewerbsf\u00e4higer <\/p>\n<p>Dabei bedeuten die Unterschiede bei den Arbeitskosten nicht, dass die \u201ebilligeren L\u00e4nder\u201c prinzipiell wettbewerbsf\u00e4higer w\u00e4ren als die \u201eteureren L\u00e4nder\u201c. Im Gegenteil. Das wird von internationalen Wettbewerbsrankings immer wieder best\u00e4tigt. Im hierzulande <a href=\"https:\/\/www.cc.lu\/toute-linformation\/actualites\/detail\/imd-world-competitiveness-ranking-2025-le-luxembourg-sinstalle-dans-le-ventre-mou-du-classement\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">vielbeachteten IMD-Ranking<\/a> f\u00e4llt beispielsweise auf, dass vor allem teurere L\u00e4nder als am meisten wettbewerbsf\u00e4hig gelten. In der j\u00fcngsten Ausgabe (2025) liegen L\u00e4nder wie die Schweiz, Singapur, Hongkong und D\u00e4nemark an der Spitze. Noch vor Luxemburg liegen auch Irland, Schweden, Norwegen und Finnland. <\/p>\n<p>Immer wieder sind es die beiden L\u00e4nder Luxemburg und D\u00e4nemark, die sich an der Spitze von europ\u00e4ischen Kostenrankings wiederfinden, etwa auch bei den <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Luxemburger-Arbeitnehmer-verdienen-im-Schnitt-82969-Euro-brutto-pro-Jahr-3843.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">h\u00f6chsten Geh\u00e4ltern<\/a> oder den <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/In-nur-zwei-Laendern-sind-die-Verbraucherpreise-noch-hoeher-als-in-Luxemburg-7203.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">h\u00f6chsten Verbraucherpreisen<\/a>. Doch trotz der hohen Kosten schneiden beide bei einer ganzen Reihe anderer Rankings sehr unterschiedlich ab: In dem erw\u00e4hnten Wettbewerbsranking erreicht D\u00e4nemark Platz vier, Luxemburg aber lediglich Platz 20. So z\u00e4hlt das Gro\u00dfherzogtum auch zu den schlechtesten L\u00e4ndern, wenn es um <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Luxemburg-unter-Europas-Schlusslichtern-bei-der-Erschwinglichkeit-von-Wohnungen-14087.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">erschwingliche Wohnungen<\/a> geht, D\u00e4nemark jedoch zu den besten. Dies zeigt, dass der Faktor \u201eArbeitskosten\u201c allein nicht entscheidend ist, wenn es um die wirtschaftliche Attraktivit\u00e4t eines Landes geht. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Die-Top-20-beim-IMD-Wettbewerbsranking-des-Jahres-2025-93122.jpg\" title=\"Luxemburg bleibt auch 2025 der teuerste Arbeitsmarkt der EU \" alt=\"Top 20 Unternehmen im IMD-Wettbewerbs-Ranking 2025 mit Logos und Platzierungen dargestellt\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"image-caption\">Die Top 20 beim IMD-Wettbewerbsranking des Jahres 2025 Screenshot: Chambre de commerce<\/p>\n<p>Selbst der m\u00f6gliche EU-Anw\u00e4rter Island, wo die Arbeitskosten pro Stunde mit 59,3 Euro noch h\u00f6her sind als in Luxemburg, gilt laut IMD als wettbewerbsf\u00e4higer als das Gro\u00dfherzogtum. <\/p>\n<p>G\u00fcnstig bei den Nebenkosten <\/p>\n<p>Gilt noch zu bemerken, dass sich die Arbeitskosten aus zwei Faktoren zusammensetzen: den Lohnnebenkosten wie auch dem Gehalt selber. Im EU-Durchschnitt betragen die Steuern und Abgaben auf dem Gehalt im Schnitt 8,6 Euro pro Stunde. Luxemburg liegt da mit 7,1 Euro pro Stunde unter dem europ\u00e4ischen Durchschnitt, aber nahe bei den 6,9 Euro in D\u00e4nemark. In Frankreich sind die Lohnnebenkosten laut den Eurostat-Zahlen europaweit am h\u00f6chsten, mit 14,3 Euro die Stunde. <\/p>\n<p>Anteilsm\u00e4\u00dfig am bezahlten Lohn liegen die Abgaben hierzulande (mit 12,4 Prozent), wie auch in D\u00e4nemark (13,3 Prozent), jedoch deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 24,8 Prozent. Die niedrigsten Anteile der Lohnnebenkosten wurden in Rum\u00e4nien (4,8 Prozent) verzeichnet, die h\u00f6chsten in Frankreich (32,3 Prozent). <\/p>\n<p>Lohnnebenkosten sind laut Eurostat alle zus\u00e4tzlichen Kosten, die Arbeitgeber neben dem direkten Lohn zahlen: Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge (gesetzlich, tariflich und freiwillig); garantierte Lohnfortzahlungen (z.B. bei Krankheit, Kurzarbeit, Abfindungen); Kosten f\u00fcr Weiterbildung; Einstellungskosten und Arbeitskleidung und lohnbezogene Steuern. Von diesen Kosten werden staatliche Subventionen abgezogen, die zur Erstattung von Lohnkosten gedacht sind. <\/p>\n<p>Niedrige Zuwachsrate <\/p>\n<p>Weiter gilt es noch zu erw\u00e4hnen, dass die Jahreszuwachsrate bei den Arbeitskosten hierzulande 2025 (mit plus 3,5 Prozent) unter dem EU-Durchschnitt von 4,1 Prozent lag. Die h\u00f6chsten Anstiege der Arbeitskosten pro Stunde wurden in Bulgarien (13,1 Prozent) und Kroatien (11,6 Prozent) verzeichnet, die niedrigsten in Malta und Frankreich. <\/p>\n<p>In den letzten f\u00fcnf Jahren sind die Arbeitskosten in Luxemburg um 20 Prozent gestiegen, leicht weniger als die 23 Prozent im europ\u00e4ischen Durchschnitt. Am h\u00f6chsten war die Zuwachsrate in L\u00e4ndern wie Bulgarien (plus 82 Prozent), Polen (plus 75 Prozent) und Litauen (plus 73 Prozent), L\u00e4nder, die noch einen hohen Aufholbedarf haben. Am schw\u00e4chsten war die Zuwachsrate, mit plus zehn Prozent, in Italien. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild-93123.jpg\" title=\"Luxemburg bleibt auch 2025 der teuerste Arbeitsmarkt der EU \" alt=\"Luxemburg bleibt auch 2025 der teuerste Arbeitsmarkt der EU \" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dass Luxemburg kein Billiglohnland ist, ist bekannt. Der Unterschied zum europ\u00e4ischen Durchschnitt ist jedoch \u00fcberaus deutlich. W\u00e4hrend das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5201,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[1100,405,1101,5],"class_list":{"0":"post-5200","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-luxemburg","8":"tag-arbeitskosten","9":"tag-arbeitsmarkt","10":"tag-lhne-und-einkommen","11":"tag-luxemburg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@lu_de\/116363597123838885","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5200","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5200"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5200\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5201"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5200"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5200"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5200"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}