{"id":5291,"date":"2026-04-08T13:25:10","date_gmt":"2026-04-08T13:25:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/5291\/"},"modified":"2026-04-08T13:25:10","modified_gmt":"2026-04-08T13:25:10","slug":"tageblatt-lu-das-ende-des-jobwunders","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/5291\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Das Ende des Jobwunders"},"content":{"rendered":"<p>Manche \u201eProbleme\u201c l\u00f6sen sich von selbst: W\u00e4hrend Jahren wurde sich in Luxemburg \u00fcber zu viel Wachstum, zu viele neue Jobs beschwert. Das ist nun seit zwei Jahren wahrlich nicht mehr der Fall. <\/p>\n<p>Neue, vorl\u00e4ufige <a href=\"https:\/\/lustat.statec.lu\/vis?lc=fr&amp;tm=DF_E2310&amp;pg=0&amp;snb=1&amp;df[ds]=ds-release&amp;df[id]=DF_E2310&amp;df[ag]=LU1&amp;df[vs]=1.0&amp;dq=.A&amp;pd=1995%2C2025&amp;to[TIME_PERIOD]=false\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">Jahreszahlen von Statec<\/a> zeigen, wie schwach diese Entwicklung im Jahr 2025 tats\u00e4chlich war: Verbucht wurde ein Plus von rund 5.300 neuen Jobs \u2013 deutlich weniger als in den guten Jahren (2017 bis 2019), als mehr als 14.000 neue zus\u00e4tzliche Arbeitspl\u00e4tze pro Jahr entstanden sind. <\/p>\n<p>Die Details zeigen zudem, dass die Entwicklung volkswirtschaftlich noch negativer ist, als aus dieser Zahl ersichtlich: Der kleine verbuchte Zuwachs ist n\u00e4mlich fast allein auf den Staat zur\u00fcckzuf\u00fchren. Im Privatsektor gab es w\u00e4hrend des gesamten Jahres 2025 nur ein sehr kleines Nettojobwachstum. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Die Krise im Bausektor belastet <\/p>\n<p>Von den 5.300 neu geschaffenen Arbeitspl\u00e4tzen entfallen 4.400 auf den Staat. Im Privatsektor sind somit innerhalb eines Jahres, netto, nur rund 900 zus\u00e4tzliche Jobs entstanden. \u00c4hnlich schlecht waren die Zahlen bereits im Jahr 2024. <\/p>\n<p>Ein wichtiger Grund dieser schlechten Entwicklung ist dabei die weiterhin sehr negative Entwicklung im luxemburgischen Bauwesen. Innerhalb des Jahres 2025 hat Statec, den vorl\u00e4ufigen Zahlen zufolge, hier einen R\u00fcckgang von mehr als 1.100 Jobs gemessen. Seit Beginn der Krise auf dem <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Nach-zwei-Jahren-im-Minus-steigen-die-Wohnungspreise-wieder-63032.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">Luxemburger Immobilienmarkt<\/a> im letzten Quartal 2022 bis zum Tiefstpunkt <a href=\"https:\/\/lustat.statec.lu\/vis?lc=fr&amp;tm=DF_E2604&amp;pg=0&amp;snb=1&amp;df[ds]=ds-release&amp;df[id]=DF_E2604&amp;df[ag]=LU1&amp;df[vs]=1.0&amp;dq=.Q&amp;lom=LASTNOBSERVATIONS&amp;lo=20&amp;pd=2016-Q1%2C2025-Q4&amp;to[TIME_PERIOD]=false\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">im dritten Quartal 2025<\/a> ist ein Verschwinden von 4.800 Arbeitspl\u00e4tzen im Bauwesen gemessen worden. Mit anderen Worten: Jeder zehnte Job im Bausektor ist in dieser Zeit gestrichen worden. <\/p>\n<p>Hinzu kamen letztes Jahr ebenfalls noch ein weiterer Abbau der Zahl der Arbeitspl\u00e4tze in der <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Anteil-der-Industrie-an-der-Wirtschaftsleistung-2024-erstmals-unter-5-Prozent-gefallen-10420.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">Industrie<\/a> (minus 245 Jobs) und im Bereich ICT (minus 500 Jobs). In beiden Bereichen waren auch im Vorjahr R\u00fcckg\u00e4nge bei der Zahl der Jobs gemessen worden. <\/p>\n<p>Der Jobabbau in diesen Sektoren war derma\u00dfen hoch, dass der Zuwachs der Arbeitspl\u00e4tze in anderen Sektoren nicht ausgereicht hat, die Zahlen sp\u00fcrbar zu verbessern. Im Bereich der spezialisierten Unternehmensdienstleistungen sind 930 neue Jobs entstanden, im Finanz- und Versicherungswesen 400 zus\u00e4tzliche Arbeitspl\u00e4tze und im Gastgewerbe war es ein Plus von rund 600. <\/p>\n<p class=\"Zahl_Inhalt1\">2,6 <\/p>\n<p class=\"Zahl_Beschreibung1\">neue Jobs pro Tag hat der Privatsektor letztes Jahr in Luxemburg gechaffen. In den guten Vorjahren war es hingegen regelm\u00e4\u00dfig ein Plus von 30 neuen Arbeitspl\u00e4tzen pro Tag. <\/p>\n<p>Umgerechnet in neue Jobs pro Tag bedeutet das, dass der Privatsektor letztes Jahr im Schnitt nur noch 2,6 neue Arbeitspl\u00e4tze pro Tag geschaffen hat. In den guten Vorjahren war es hingegen regelm\u00e4\u00dfig ein Plus von 30 neuen Jobs pro Tag. <\/p>\n<p>Ohne Staat kaum Wachstum <\/p>\n<p>Im Gegensatz zu dem heftigen Einbruch im Privatsektor ist die Schaffung neuer Jobs beim Staat heute in etwa auf gleicher H\u00f6he als in fr\u00fcheren Jahren: 2025 sind im Schnitt t\u00e4glich 12 neue Arbeitspl\u00e4tze geschaffen worden. <\/p>\n<p>Gilt noch zu erw\u00e4hnen, dass es nicht nur Jobs in der Verwaltung sind, die beim Staat geschaffen wurden. Von den 4.400 neuen Jobs sind letztes Jahr rund 2.000 im Gesundheitswesen, 1.000 im Bildungsbereich und 1.400 bei der Verwaltung entstanden.<br \/>Seit Jahren ist das Gewicht des Staates als Arbeitgeber am Wachsen: Im Jahr 2000 stand er f\u00fcr 17 Prozent aller Besch\u00e4ftigten hierzulande \u2013 heute hat er einen Anteil von 23,1 Prozent. Fast unbemerkt hat es damit in den letzten Jahren eine Verschiebung zwischen den Sektoren gegeben: Der Staat hat mittlerweile den traditionellen Spitzenreiter <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Der-Luxemburger-Staat-beschaeftigt-erstmals-mehr-Leute-als-der-Handel-hierzulande-13564.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">\u201eHandel\u201c als gr\u00f6\u00dften Arbeitgeber \u00fcberholt<\/a>. <\/p>\n<p>Die Aussichten f\u00fcr die Zukunft bleiben nicht sonderlich optimistisch, auch wenn es noch vor einigen Wochen <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Das-Wachstum-bei-den-Arbeitsplaetzen-legt-langsam-wieder-zu-Staat-bleibt-Jobmotor-Bau-und-Industri-23993.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">Anzeichen f\u00fcr eine Besserung<\/a> gab. F\u00fcr das Gesamtjahr 2025 erwartet Statec f\u00fcr das laufende Jahr, laut den <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Kleine-Schritte-im-frueheren-Boomland-Neue-Statec-Prognosen-bis-2029-25364.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">Prognosen von Ende Februar,<\/a> lediglich eine Zuwachsrate von 1,6 Prozent bei der Besch\u00e4ftigung, nach 1,1 Prozent im Jahr 2025. Mit einem Erreichen der einstigen Zuwachsrate von drei Prozent pro Jahr wird, zumindest bis 2029, nicht gerechnet. Hinzu kommt, dass das statistische Institut nun <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Statec-macht-sich-Sorgen-um-die-Entwicklung-der-Konjunktur-in-Luxemburg-62951.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">Ende M\u00e4rz erkl\u00e4rt<\/a> hat, dass es die bestehenden Prognosen f\u00fcr das Wirtschaftswachstum in Luxemburg, aufgrund der schwierigen geopolitischen Lage, f\u00fcr das laufende Jahr wohl herunterschrauben muss. <\/p>\n<p>Das Wachstum der Zahl der Arbeitspl\u00e4tze ist <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Abhaengig-von-immer-mehr-Arbeitsplaetzen-62326.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">ein wichtiger Faktor<\/a> f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Nachrichten\/Luxemburg-hat-35000-Euro-Schulden-pro-Kopf-und-die-Regierung-hat-keinen-Plan-14485.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">Luxemburger Staatsfinanzen<\/a>, bedingt durch Steuern auf den Geh\u00e4ltern. Die Einnahmen aus diesem Bereich sind seit vielen Jahren am Wachsen: 2010 war die Marke von zwei Milliarden Euro j\u00e4hrlich st\u00e4ndig \u00fcberschritten worden. Seit 2014 liegen die diesbez\u00fcglichen Jahreseinnahmen bei mehr als drei Milliarden. Von den 25,6 Milliarden Euro an Steuereinnahmen, die <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Nachrichten\/Luxemburger-Zentralstaat-erwirtschaftet-Defizit-von-mehr-als-einer-Milliarde-Euro-24762.html\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" title=\"\">der Staat im Jahr 2025<\/a> verbucht hat, sind allein 6,7 Milliarden auf die Steuern auf Geh\u00e4lter zur\u00fcckzuf\u00fchren. Wegen der Entwicklung der Sozialabgaben bedeuten diese Zahlen auch f\u00fcr das Renten- und das Gesundheitswesen nichts Gutes. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Manche \u201eProbleme\u201c l\u00f6sen sich von selbst: W\u00e4hrend Jahren wurde sich in Luxemburg \u00fcber zu viel Wachstum, zu viele&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5292,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[1174,5,195],"class_list":["post-5291","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-luxemburg","tag-arbeitspltze","tag-luxemburg","tag-wirtschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@lu_de\/116369314454536783","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5291","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5291"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5291\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5292"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5291"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5291"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5291"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}