{"id":5399,"date":"2026-04-10T05:08:05","date_gmt":"2026-04-10T05:08:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/5399\/"},"modified":"2026-04-10T05:08:05","modified_gmt":"2026-04-10T05:08:05","slug":"tageblatt-lu-editorial-fuer-die-gesundheit-und-das-budget-e-zigaretten-muessen-staerker-reguliert-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/5399\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Editorial | F\u00fcr die Gesundheit und das Budget: E-Zigaretten m\u00fcssen st\u00e4rker reguliert werden"},"content":{"rendered":"<p>\u201eUm das Rauchen wirksam zu bek\u00e4mpfen, hat Luxemburg eine Reihe von Ma\u00dfnahmen ergriffen, die darauf abzielen, die Bev\u00f6lkerung besser vor den sch\u00e4dlichen Auswirkungen des Tabakkonsums zu sch\u00fctzen: Pr\u00e4vention, gesetzliche Ma\u00dfnahmen, ein nationaler Plan zur Tabakbek\u00e4mpfung sowie Programme zur Raucherentw\u00f6hnung.\u201c Mit diesen Worten stellt die Regierung ihre nationale Strategie zur Tabakbek\u00e4mpfung in Luxemburg vor \u2013 und l\u00e4uft den eigenen Anspr\u00fcchen hinterher. <\/p>\n<p>Die Umsetzung ist jedoch eher halbherziger Natur; finanzpolitische \u00dcberlegungen \u00fcberwiegen die gesundheitlichen Risiken f\u00fcr die Gesamtbev\u00f6lkerung. Insbesondere in Zeiten, in denen die budgetpolitische Vorsicht von der CSV-DP-Regierung \u00fcber Bord geworfen wurde, ist Luxemburg mehr denn je auf staatliche Einnahmen angewiesen. \u201eRauchen f\u00fcrs Budget\u201c \u2013 eine vielleicht zynische Sichtweise auf die Problematik, der jedoch unverkennbar ein F\u00fcnkchen Wahrheit innewohnt. <\/p>\n<p>Umso bedenklicher erscheint der Blick auf den E-Zigarettenmarkt in Luxemburg. 43 Prozent der hierzulande verkauften Produkte (Vapes und Liquids) werden auf dem Schwarzmarkt gehandelt, zus\u00e4tzliche 8 Prozent werden auf dem Luxemburger Graumarkt verkauft. Das beinhaltet gleich mehrere Risiken. <\/p>\n<p>Einerseits entziehen sich diese Produkte europ\u00e4ischen und nationalen Richtlinien, was die Inhaltsstoffe \u2013 darunter auch die maximale Nikotinkonzentration \u2013 anbelangt. Eigentlich verbotene Substanzen werden weiterhin konsumiert. Mit verschiedenen Geschmacksrichtungen, deren Namen eher an Kaugummis oder S\u00fc\u00dfigkeiten erinnern, werden vor allem Jugendliche und junge Erwachsene angesprochen. Und w\u00e4hrend die Regierung auf Pr\u00e4ventionsebene den \u201eZugang zu Tabak- und Vape-Produkten einschr\u00e4nken will\u201c, k\u00f6nnen Einweg-Vapes mit s\u00fc\u00dflichen Geschmacksrichtungen, wie sie in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern bereits verboten wurden, weiterhin in Luxemburg erworben werden. Laut der \u201eFondation Cancer\u201c greift jeder Vierte zwischen 16 und 24 Jahren zur Vape; die WHO geht sogar davon aus, dass Nutzer zwischen 13 und 15 Jahren 15 Prozent der dampfenden Bev\u00f6lkerung ausmachen. <\/p>\n<p>Wenn die gesundheitspolitischen Risiken nicht Grund genug sein sollten, das Problem an der Wurzel zu packen, k\u00f6nnten finanzielle \u00dcberlegungen vielleicht einen zus\u00e4tzlichen Anreiz schaffen. Dadurch, dass etwa die H\u00e4lfte der auf dem Luxemburger Markt gehandelten Produkte illegal eingef\u00fchrt wird, entgehen der Regierung j\u00e4hrlich Unsummen an potenziellen Steuereinnahmen: Die geplante Steuerreform, Verteidigungsausgaben, Rentenreform und Co. lassen gr\u00fc\u00dfen. <\/p>\n<p>Die EU l\u00e4uft in ihrer Regulierungsrolle den Innovationen und der Produktflut aus China hinterher. Einweg-Vapes, die seit Jahren in der EU konsumiert werden, sollen erst ab 2027 vom Markt verbannt werden. Die Flut an Produkten aus China macht es den Beh\u00f6rden zunehmend schwerer, den Markt zu kontrollieren und Regulierungen durchzusetzen. Luxemburgs Ansatz ist es, in solchen F\u00e4llen meist, auf eine Antwort aus der EU zu hoffen. In diesem Fall sollte das Dreh- und Angelkreuz des E-Zigarettenmarktes in der EU \u00fcberlegen, selbst aktiv zu werden. Wenn nicht f\u00fcr die Gesundheit, dann wenigstens f\u00fcrs Budget. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eUm das Rauchen wirksam zu bek\u00e4mpfen, hat Luxemburg eine Reihe von Ma\u00dfnahmen ergriffen, die darauf abzielen, die Bev\u00f6lkerung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5400,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[1182,13,77,5],"class_list":{"0":"post-5399","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-luxemburg","8":"tag-e-zigaretten","9":"tag-europa","10":"tag-gesundheit","11":"tag-luxemburg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@lu_de\/116378684915553193","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5399","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5399"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5399\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5400"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5399"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5399"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5399"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}