{"id":55,"date":"2026-02-11T05:15:14","date_gmt":"2026-02-11T05:15:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/55\/"},"modified":"2026-02-11T05:15:14","modified_gmt":"2026-02-11T05:15:14","slug":"tageblatt-lu-winterdienst-in-luxemburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/55\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Winterdienst in Luxemburg"},"content":{"rendered":"<p>Streusalz geh\u00f6rt in Luxemburg zum Winter wie Reifen zum Auto \u2013 ohne geht nichts. Die Stra\u00dfenbauverwaltung streut j\u00e4hrlich rund 17.000 Tonnen, um die Sicherheit auf den Stra\u00dfen zu gew\u00e4hrleisten, wie aus einer <a href=\"https:\/\/www.rtl.lu\/news\/national\/mir-streeen-all-joer-eng-moyenne-vun-17-000-tonnen-1936018286\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">RTL-Reportage<\/a> hervorgeht. Doch der Rohstoff ist in den vergangenen Jahren wegen seiner Auswirkungen auf die Umwelt zunehmend in die Kritik geraten. Das besch\u00e4ftigt auch die CSV-Abgeordneten Charel Weiler und Jeff Boonen: In einer parlamentarischen Anfrage weisen sie nicht nur auf die Sensibilit\u00e4t von Luxemburgs Gew\u00e4ssern hin, sondern fragen auch nach Auswirkungen und m\u00f6glichen Alternativen. <\/p>\n<p>Umweltminister Serge Wilmes (CSV) versichert in seiner Antwort, dass Streusalz den \u00f6kologischen Zustand von Luxemburgs Oberfl\u00e4chen- und Grundwasser nicht beeintr\u00e4chtigt. Die gemessene Salzkonzentration liege \u201edeutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten\u201c. Lokale und vor\u00fcbergehende Effekte seien zwar nicht vollst\u00e4ndig auszuschlie\u00dfen, doch es bestehe weder eine Gefahr f\u00fcr das Trinkwasser noch f\u00fcr das aquatische Leben. Lediglich die Mosel weise hohe Chlorid-Werte auf, die jedoch von Soda-Fabriken in Frankreich und nicht von Streusalz stammten. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Keine Alternative  <\/p>\n<p>Streusalz k\u00f6nne zwar die Bodenqualit\u00e4t beeintr\u00e4chtigen \u2013 etwa durch erh\u00f6hte Salzkonzentrationen im Bodenwasser, die besonders f\u00fcr empfindliche Pflanzen sch\u00e4dlich seien und die Bodenfruchtbarkeit verringern k\u00f6nnen. Das passiere jedoch nur bei sehr hohen Salzkonzentrationen direkt entlang gesalzener Stra\u00dfen, sagt Wilmes. Der Effekt sei au\u00dferdem zeitlich begrenzt, da das Salz in Luxemburg durch starke Winterniederschl\u00e4ge schnell ausgewaschen werde. Die meisten Pflanzenarten bef\u00e4nden sich im Winter zudem in einer physiologischen Ruhepause und seien dadurch weniger empfindlich. <\/p>\n<p>Wildtiere und V\u00f6gel, die nat\u00fcrliche Mineralien aufnehmen, k\u00f6nnten laut Wilmes vom Streusalz angezogen werden, was das Risiko f\u00fcr Verkehrsunf\u00e4lle erh\u00f6he. Auch die Lebenserwartung von Stra\u00dfenb\u00e4umen k\u00f6nnte sich durch zu viel Salz verk\u00fcrzen. Genaue Zahlen dazu l\u00e4gen jedoch nicht vor. <\/p>\n<p>Trotz jahrzehntelanger Suche nach umweltschonenden Alternativen bleibt klassisches Streusalz laut Wilmes \u201edas einzige bew\u00e4hrte Mittel\u201c f\u00fcr einen effizienten Winterdienst. Auf dem staatlichen Stra\u00dfennetz werde bewusst auf Splitt oder andere mechanische Streumittel wie (Lava-)Granulate verzichtet. Diese seien teurer, verschlei\u00dfintensiv, f\u00fcr wechselhafte Winterbedingungen ungeeignet und k\u00f6nnten die Abwasserleitungen verstopfen. (les) <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Streusalz geh\u00f6rt in Luxemburg zum Winter wie Reifen zum Auto \u2013 ohne geht nichts. 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