{"id":5500,"date":"2026-04-10T18:26:06","date_gmt":"2026-04-10T18:26:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/5500\/"},"modified":"2026-04-10T18:26:06","modified_gmt":"2026-04-10T18:26:06","slug":"tageblatt-lu-klimasystem-unter-druck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/5500\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Klimasystem \u201eunter Druck\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der vergangene Monat war der zweitw\u00e4rmste M\u00e4rz in Europa seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Zudem registrierte der EU-Klimawandeldienst Copernicus die zweith\u00f6chste globale Temperatur an der Meeresoberfl\u00e4che f\u00fcr diesen Monat. Weltweit war es der viertw\u00e4rmste M\u00e4rz seit Messbeginn. <\/p>\n<p>Die globale Durchschnittstemperatur lag bei 13,94 Grad Celsius. Dieser Wert liegt 1,48 Grad \u00fcber dem gesch\u00e4tzten vorindustriellen Durchschnitt der Jahre 1850 bis 1900 f\u00fcr diesen Monat und 0,53 Grad \u00fcber dem M\u00e4rz-Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Damit setze sich der Trend extremer Temperaturen fort, hei\u00dft es. Der bisherige Rekord-M\u00e4rz war im Jahr 2024. <\/p>\n<p>Besonders deutlich zeigte sich die Erw\u00e4rmung in Europa, wo die Durchschnittstemperatur mit 5,88 Grad Celsius deutlich \u2013 um 2,27 Grad \u2013 \u00fcber dem Referenzwert der Jahre 1991 bis 2020 lag. W\u00e4hrend weite Teile des Kontinents trockener als im Durchschnitt waren, kam es in Regionen wie dem Mittelmeerraum und Skandinavien durch starke Regenf\u00e4lle teils zu \u00dcberschwemmungen. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Wetter in Luxemburg milder als \u00fcblich <\/p>\n<p>In Luxemburg war der M\u00e4rz 2026 deutlich milder als \u00fcblich. Mit einer Durchschnittstemperatur von 7,2 Grad Celsius lag er klar \u00fcber dem Mittel der Referenzperiode 1991 bis 2020 von 5,7 Grad, wie aus dem Monatsbericht von Meteolux hervorgeht. Die Temperaturen schwankten im Monatsverlauf stark. Am 9. M\u00e4rz wurden fr\u00fchlingshafte 17,4 Grad Celsius gemessen, am 27. M\u00e4rz fiel das Thermometer auf -2,6 Grad unter den Gefrierpunkt \u2013 ein Unterschied von insgesamt 20 Grad. Einen Rekord-M\u00e4rz gab es dennoch nicht. Dieser wurde im Jahr 2012 registriert, als die durchschnittliche Temperatur bei 8,5 Grad lag. <\/p>\n<p>Beim Niederschlag blieb der Monat mit 51,9 l\/m\u00b2 unter dem von 1991 bis 2020 gemessenen Mittelwert von 57 l\/m\u00b2, geht weiter aus dem Meteolux-Bericht hervor. Rekordhalter ist hier das Jahr 2001. Damals fielen im M\u00e4rz durchschnittlich 137,8 l\/m\u00b2. <\/p>\n<p>Wetterexperte Philippe Ernzer beschreibt den M\u00e4rz in Luxemburg als \u201ezu mild und zu nass\u201c. An der M\u00e9t\u00e9o-Boulaide-Referenzstation in Baschleiden lag die Durchschnittstemperatur bei 6,4 Grad Celsius und damit deutlich \u00fcber dem langj\u00e4hrigen Mittel von 5,12 Grad. Die h\u00f6chste Temperatur wurde dort am 9. M\u00e4rz mit 17,7 Grad gemessen, w\u00e4hrend es zu Monatsbeginn mit -2,1 Grad noch frostig war. Auch beim Niederschlag wurde das Soll deutlich \u00fcberschritten. Mit insgesamt 67 l\/m\u00b2 fiel rund ein Drittel mehr Regen als \u00fcblich, so der Experte. <\/p>\n<p>  &#13;<\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Luxemburg\/Nach-zu-nassem-Maerz-klopft-der-Fruehling-erneut-in-Luxemburg-an-63367.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#13;<br \/>\n              <img decoding=\"async\" class=\"img-responsive wcms-image-layout wcms-img-fitting-cover wcms-img-aspect-ratio-16-9 wcms-img-object-position-centered\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Japanische-Bluetenkirschen-in-der-Fruehlingssonne-93149m.jpg\" loading=\"lazy\" title=\"Nach zu nassem M\u00e4rz klopft der Fr\u00fchling erneut in Luxemburg an\" alt=\"Japanische Bl\u00fctenkirschen in voller Bl\u00fcte im Fr\u00fchlingssonnenschein, Symbol f\u00fcr japanischen Fr\u00fchling und Natur Sch\u00f6nheit\" style=\"object-position:80.29424422480056478% 59.678864667007083256%;\"\/>&#13;<br \/>\n            <\/a>&#13;<\/p>\n<p>    &#13;<\/p>\n<p>Meereisausdehnung in der Arktis auf Tiefstand <\/p>\n<p>Ein Minusrekord wurde in der Arktis gemessen: Die Meereisausdehnung erreichte im M\u00e4rz den niedrigsten jemals aufgezeichneten Wert f\u00fcr diesen Monat und lag 5,7 Prozent unter dem Durchschnitt, hie\u00df es in der Mitteilung von Copernicus. Die globale Temperatur an der Meeresoberfl\u00e4che lag mit durchschnittlich 20,97 Grad auf dem zweith\u00f6chsten jemals gemessenen Stand f\u00fcr einen M\u00e4rz. <\/p>\n<p>Weltweit gab es starke Kontraste: W\u00e4hrend im Westen der USA eine langanhaltende Hitzewelle w\u00fctete, erlebten Regionen wie Alaska, Kanada und Nordwestsibirien laut Copernicus ungew\u00f6hnlich kalte Bedingungen. <\/p>\n<p>\u201eJede Zahl f\u00fcr sich alleine ist auff\u00e4llig\u201c, erkl\u00e4rte Copernicus-Direktor Carlo Buontempo zu der M\u00e4rz-Bilanz. \u201eZusammen zeigen sie das Bild eines Klimasystems, das unter dauerhaftem und sich beschleunigendem Druck steht.\u201c <\/p>\n<p>Der Klimawandeldienst der Europ\u00e4ischen Union ver\u00f6ffentlicht regelm\u00e4\u00dfig Daten zu Temperaturen, Meereis und Niederschl\u00e4gen. Grundlage ist unter anderem der ERA5-Datensatz, in den Milliarden Messungen von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen weltweit einflie\u00dfen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der vergangene Monat war der zweitw\u00e4rmste M\u00e4rz in Europa seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. 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