{"id":6294,"date":"2026-04-21T10:37:12","date_gmt":"2026-04-21T10:37:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/6294\/"},"modified":"2026-04-21T10:37:12","modified_gmt":"2026-04-21T10:37:12","slug":"luxemburg-ungarn-verstoesst-mit-anti-lgbtqi-gesetz-gegen-eu-grundwerte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/6294\/","title":{"rendered":"Luxemburg | Ungarn verst\u00f6\u00dft mit Anti-LGBTQI-Gesetz gegen EU-Grundwerte"},"content":{"rendered":"<p>Luxemburg (dpa) &#8211; Ungarns umstrittenes Gesetz zur Einschr\u00e4nkung von Informationsrechten Minderj\u00e4hriger zu Homosexualit\u00e4t und Transpersonen ist nach einem Urteil des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs (EuGH) rechtswidrig. Die Richterinnen und Richter in Luxemburg stellten im Plenum erstmals einen Versto\u00df gegen die Grundwerte der EU fest.\u00a0<\/p>\n<p>Das Gesetz, das offiziell dem Schutz von Kindern und der Bek\u00e4mpfung von P\u00e4dophilie dienen soll, stelle \u00abein koordiniertes B\u00fcndel diskriminierender Ma\u00dfnahmen dar, die in offenkundiger und besonders schwerwiegender Weise\u00bb die Rechte von Menschen der LGBTQI+-Gemeinschaft verletzen, hie\u00df es. Die englische Abk\u00fcrzung steht f\u00fcr Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-Menschen, queere sowie intergeschlechtliche Menschen. Das Pluszeichen ist ein Platzhalter f\u00fcr weitere Identit\u00e4ten und Geschlechter.<\/p>\n<p>Das Gesetz war am 15. Juni 2021 vom ungarischen Parlament angenommen worden. Es schr\u00e4nkt den Zugang zu Inhalten ein, in denen es um \u00c4nderungen des Geschlechts oder Homosexualit\u00e4t geht. Die Europ\u00e4ische Kommission hatte daraufhin Ungarn vor dem EuGH verklagt.<\/p>\n<p>Die Luxemburger Richterinnen und Richter betonten laut Mitteilung, dass Mitgliedstaaten zwar einen gewissen Spielraum beim Schutz Minderj\u00e4hriger vor ungeeigneten Inhalten h\u00e4tten. Dieser m\u00fcsse jedoch im Einklang mit dem Diskriminierungsverbot wegen Geschlecht und sexueller Ausrichtung ausge\u00fcbt werden, das in der EU-Grundrechte-Charta verankert ist. Das sei hier nicht der Fall gewesen.\u00a0<\/p>\n<p>Ungarns Gesetz stigmatisiert Minderheiten<\/p>\n<p>Das Gesetz beruhe auf der Annahme, jede Darstellung von bestimmten sexuellen und transgeschlechtlichen Identit\u00e4ten sei per se sch\u00e4dlich f\u00fcr Minderj\u00e4hrige, unabh\u00e4ngig vom konkreten Inhalt. Damit \u00abstigmatisiert und marginalisiert\u00bb die Gesetzgebung alle Menschen, die nicht heterosexuell sind oder sich nicht dem Geschlecht zugeh\u00f6rig f\u00fchlen, das ihnen bei Geburt zugeschrieben wurde.\u00a0<\/p>\n<p>Der Titel des Gesetzes, der auf ein strengeres Vorgehen gegen p\u00e4dophile Straft\u00e4ter verweist, bringe sie mit p\u00e4dophiler Kriminalit\u00e4t in Verbindung, was geeignet sei, diese Stigmatisierung zu verst\u00e4rken und hassgetriebenes Verhalten ihnen gegen\u00fcber zu sch\u00fcren.<\/p>\n<p>Der EuGH stellte neben dem Versto\u00df gegen die EU-Grundwerte Verst\u00f6\u00dfe gegen die EU-Dienstleistungsfreiheit, die EU-Grundrechte-Charta und die Datenschutz-Grundverordnung fest.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Luxemburg (dpa) &#8211; Ungarns umstrittenes Gesetz zur Einschr\u00e4nkung von Informationsrechten Minderj\u00e4hriger zu Homosexualit\u00e4t und Transpersonen ist nach einem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6295,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[12,13,637,5,731,639,1435,14],"class_list":{"0":"post-6294","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-luxemburg","8":"tag-eu","9":"tag-europa","10":"tag-gesellschaft","11":"tag-luxemburg","12":"tag-menschenrechte","13":"tag-prozess-gericht","14":"tag-ungarn","15":"tag-urteile"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@lu_de\/116442263923901707","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6294","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6294"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6294\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6295"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6294"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6294"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6294"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}