{"id":6566,"date":"2026-04-23T16:12:18","date_gmt":"2026-04-23T16:12:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/6566\/"},"modified":"2026-04-23T16:12:18","modified_gmt":"2026-04-23T16:12:18","slug":"eu-erlaubnis-fuer-corona-hilfen-an-lufthansa-ist-nichtig-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/6566\/","title":{"rendered":"EU-Erlaubnis f\u00fcr Corona-Hilfen an Lufthansa ist nichtig"},"content":{"rendered":"<p>&#13;<br \/>\n            Luxemburg. Im Streit um milliardenschwere Staatshilfen f\u00fcr die Lufthansa in der Corona-Pandemie hat der Europ\u00e4ische Gerichtshof (EuGH) die Nichtigerkl\u00e4rung der EU-Erlaubnis f\u00fcr die Hilfen best\u00e4tigt. Lufthansa scheiterte in Luxemburg mit ihrer Berufung gegen eine Entscheidung in erster Instanz aus dem Jahr 2023. <\/p>\n<p>Vor Gericht ging es um ein sechs Milliarden Euro schweres Hilfspaket der Bundesregierung aus dem Fr\u00fchjahr 2020 f\u00fcr die gr\u00f6\u00dfte deutsche Fluggesellschaft. Es setzte sich zusammen aus einem 20-prozentigen Aktienpaket und stillen Beteiligungen, teils mit Umwandlungsm\u00f6glichkeit in Aktien. Die Europ\u00e4ische Kommission gab daf\u00fcr gr\u00fcnes Licht, ohne f\u00f6rmliches Pr\u00fcfverfahren. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            EU-Kommission pr\u00fcft Subventionen <\/p>\n<p>Die Richterinnen und Richter des h\u00f6chsten europ\u00e4ischen Gerichts monierten in dem Zusammenhang Modalit\u00e4ten der Festsetzung vom Aktienpreis. Hier habe die EU-Kommission Fehler gemacht. Die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde wacht dar\u00fcber, ob Beihilfen von L\u00e4ndern an Unternehmen den Wettbewerb innerhalb des EU-Markts verzerren. Gegen die Genehmigung im Lufthansa-Fall hatten die Konkurrenten Ryanair und Condor geklagt. <\/p>\n<p>Der EuGH stimmte laut Mitteilung allerdings nicht in allen Punkten mit der Vorinstanz \u00fcberein: Das EU-Gericht habe der Kommission zu Unrecht weitere Fehler vorgeworfen, etwa in Bezug auf Fragen der Marktmacht des Konzerns oder die Beurteilung, ob Lufthansa sich in der Krisensituation \u00fcber die Finanzm\u00e4rkte h\u00e4tte finanzieren k\u00f6nnen. Hier habe das Gericht zu strenge Ma\u00dfst\u00e4be angelegt und in das \u201eweite Ermessen\u201c eingegriffen, \u00fcber das die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde verf\u00fcge. <\/p>\n<p>Hilfen bereits zur\u00fcckgezahlt <\/p>\n<p>\u201eWir nehmen das Urteil des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs zur Kenntnis\u201c, hie\u00df es von der Lufthansa nach Urteilsverk\u00fcndung. Der Konzern hat den Teil der Hilfen, die abgerufen wurden, nach eigenen Angaben vollst\u00e4ndig zur\u00fcckgezahlt.\u00a0 <\/p>\n<p>Zugleich verwies die Lufthansa darauf, dass die Kommission nach dem ersten Urteil des EU-Gerichts 2024 eine neue Untersuchung zu den deutschen Ma\u00dfnahmen eingeleitet hatte. Damit steht eine neue Entscheidung zur Beihilfeberechtigung von Lufthansa an. \u201eWir werden den weiteren Prozess konstruktiv begleiten und stehen in engem Austausch mit allen beteiligten Institutionen\u201c, teilte die Airline mit. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#13; Luxemburg. 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