{"id":6824,"date":"2026-04-27T09:51:13","date_gmt":"2026-04-27T09:51:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/6824\/"},"modified":"2026-04-27T09:51:13","modified_gmt":"2026-04-27T09:51:13","slug":"grenzkontrollen-zwischen-luxemburg-und-deutschland-illegal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/6824\/","title":{"rendered":"Grenzkontrollen zwischen Luxemburg und Deutschland illegal"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die<a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/ein-jahr-grenzkontrollen-das-sagen-pendler-und-co-dazu_aid-134873737\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> Binnengrenzkontrollen an der luxemburgisch-deutschen Grenze f\u00fcr den Zeitraum vom 16. M\u00e4rz bis zum 15. September 2025<\/a> sind nach einem Gerichtsurteil rechtswidrig gewesen. Die Bundesrepublik Deutschland habe unter anderem nicht dargelegt, \u201edass es sich bei der von ihr angenommenen Bedrohungslage durch eine hohe Zahl unerlaubter Migrationsbewegungen um eine pl\u00f6tzliche Entwicklung handele\u201c, erkl\u00e4rte das Verwaltungsgericht Koblenz am Montag. F\u00fcr solche Kontrollen sei eine \u201eaktuelle, nicht absehbare Entwicklung\u201c n\u00f6tig. Eine gleichbleibende Migrationsbewegung \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum reiche nicht als Begr\u00fcndung aus (AZ: 3 K 650\/25.KO). Die Berufung zum Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz ist m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im konkreten Fall geht es um eine verdachtsunabh\u00e4ngige Identit\u00e4tskontrolle durch Bedienstete der Bundespolizei im Juni 2025. Der Kl\u00e4ger war den Angaben zufolge mit einem Linienbus von Luxemburg nach Saarbr\u00fccken unterwegs. Wenige Tage sp\u00e4ter habe er Klage eingereicht, teilte das Gericht mit. Seiner Einsch\u00e4tzung nach verstie\u00dfen die Grenzkontrollen gegen den Schengener Grenzkodex, weil die Bundesrepublik Deutschland deren Wiedereinf\u00fchrung und Verl\u00e4ngerung nicht hinreichend begr\u00fcndet habe. Er sei bereits mehrfach kontrolliert worden und rechne auch in Zukunft damit, weil er aus beruflichen Gr\u00fcnden h\u00e4ufig nach Luxemburg reise.<\/p>\n<p>Bundesrepublik hat \u00dcberforderung nicht ausreichend begr\u00fcndet      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Verwaltungsgericht gab ihm recht. Artikel 25 des Schengener Grenzkodexes erlaube einem Mitgliedsstaat zwar die Wiedereinf\u00fchrung oder Verl\u00e4ngerung von Binnengrenzkontrollen. Daf\u00fcr m\u00fcsse aber die \u00f6ffentliche Ordnung oder die innere Sicherheit in diesem Mitgliedsstaat ernsthaft bedroht sein, etwa durch eine pl\u00f6tzlich sehr hohe Zahl unerlaubter Migrationsbewegungen, die die Beh\u00f6rden \u00fcberfordere.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Bundesrepublik habe ihre Bewertung einer Bedrohung aber \u201enicht auf einer tragf\u00e4higen Tatsachengrundlage vorgenommen\u201c, urteilte das Gericht. So seien die Migrationsbewegungen nicht in Relation zu den vorhandenen Kapazit\u00e4ten und Ressourcen der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden gesetzt worden. Der Hinweis auf einzelne schwere von ausl\u00e4ndischen Staatsangeh\u00f6rigen ver\u00fcbte Gewaltstraftaten lasse sich auch nicht auf eine generelle \u00dcberforderung schlie\u00dfen. Des Weiteren habe die Bundesrepublik ihren Entscheidungs- und Abw\u00e4gungsvorgang nicht hinreichend dokumentiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Binnengrenzkontrollen an der luxemburgisch-deutschen Grenze f\u00fcr den Zeitraum vom 16. M\u00e4rz bis zum 15. 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