{"id":7083,"date":"2026-04-29T14:09:11","date_gmt":"2026-04-29T14:09:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/7083\/"},"modified":"2026-04-29T14:09:11","modified_gmt":"2026-04-29T14:09:11","slug":"tageblatt-lu-wohlstand-jeder-siebte-kaempft-2025-in-luxemburg-mit-armut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/7083\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Wohlstand | Jeder Siebte k\u00e4mpft 2025 in Luxemburg mit Armut"},"content":{"rendered":"<p>Fast jeder siebte Mensch in Luxemburg lebte 2025 mit dem Risiko oder in Armut. Das geht aus der j\u00e4hrlichen Erhebung \u201eRevenus et conditions de vie des m\u00e9nages\u201c des Statec hervor. Diese dient als Grundlage f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der sozialen Realit\u00e4t in Luxemburg. Wie die Statistikbeh\u00f6rde am Mittwoch mitteilt, hat sie die Erhebung erstmals durch Verwaltungsdaten erg\u00e4nzt. Dadurch sollen pr\u00e4zisere Indikatoren zu den Lebensbedingungen in Luxemburg entstehen. <\/p>\n<p>Das mediane verf\u00fcgbare Einkommen liegt laut Statec bei 6.522 Euro pro Haushalt. Der mediane Lebensstandard betr\u00e4gt 4.170 Euro pro Person. Die Schere zwischen Arm und Reich bleibt weit ge\u00f6ffnet: Die wohlhabendsten 20 Prozent genie\u00dfen einen durchschnittlich 4,6-mal h\u00f6heren Lebensstandard als die \u00e4rmsten 20 Prozent. <\/p>\n<p>Die monet\u00e4re Armutsquote betr\u00e4gt in Luxemburg 14,8 Prozent \u2013 trotz Sozialleistungen. Ohne staatliche Beihilfen w\u00e4ren laut Statec 26,5 Prozent der Bev\u00f6lkerung armutsgef\u00e4hrdet. Im Jahr 2025 war damit etwa jede siebte Person betroffen. Die Sozialtransfers haben somit eine Wirkung von fast 12 Prozentpunkten. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Kinder und Jugendliche besonders gef\u00e4hrdet <\/p>\n<p>Die Armutsgrenze liegt f\u00fcr einen Einpersonenhaushalt bei 2.502 Euro im Monat. Frauen sind mit 15,4 Prozent weiterhin st\u00e4rker betroffen als M\u00e4nner (14,2 Prozent). Besonders betroffen sind junge Menschen. Bei den unter 18-J\u00e4hrigen liegt die Armutsgef\u00e4hrdung bei 22,2 Prozent. Das entspricht nahezu 30.000 jungen Menschen, darunter rund 17.000 Kinder unter 12 Jahren (17,5 Prozent). <\/p>\n<p>Der sogenannte \u201eGini-Koeffizient\u201c, ein weiterer Indikator zur Messung der Ungleichheit, liegt 2025 bei 0,305 (30,5 Prozent). Der Gini-Index misst die Ungleichheit bei der Einkommensverteilung in einem Land. Er variiert dabei zwischen 0 (perfekte Gleichverteilung) und 1 (maximale Ungleichheit). <\/p>\n<p>Im Jahr 2025 betr\u00e4gt die Quote des Risikos von Armut und sozialer Ausgrenzung 18,2 Prozent der Einwohner. Die monet\u00e4re Armutsquote liegt bei 14,8 Prozent. 3,4 Prozent der Bev\u00f6lkerung sind von schwerer materieller und sozialer Benachteiligung betroffen, w\u00e4hrend 5,5 Prozent in Haushalten mit sehr geringer Erwerbsintensit\u00e4t leben. <\/p>\n<p>Alleinerziehende tragen h\u00f6chstes Risiko <\/p>\n<p>Das Profil der Haushalte mit dem h\u00f6chsten Armutsrisiko bleibt unver\u00e4ndert. Alleinerziehende tragen das h\u00f6chste Risiko \u2013 40,5 Prozent sind armutsgef\u00e4hrdet. Es folgen Paare mit drei oder mehr Kindern (36,7 Prozent), Mieter (23,7 Prozent) und Menschen mit portugiesischer Staatsangeh\u00f6rigkeit (29,2 Prozent). Sie z\u00e4hlen weiterhin zu den besonders gef\u00e4hrdeten Gruppen. <\/p>\n<p>Die subjektive Armutsquote, die auf der Selbsteinsch\u00e4tzung der Haushalte zu ihrer finanziellen Lage beruht, liegt bei 21,6 Prozent. <\/p>\n<p>Auch auf europ\u00e4ischer Ebene wurde die Messung des Armutsrisikos erweitert. Sie umfasst nun Menschen die von monet\u00e4rem Armutsrisiko, schwerer materieller und sozialer Benachteiligung und\/oder sehr geringer Erwerbsintensit\u00e4t im Haushalt betroffen sind. (les) <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fast jeder siebte Mensch in Luxemburg lebte 2025 mit dem Risiko oder in Armut. 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