{"id":8326,"date":"2026-05-21T07:51:10","date_gmt":"2026-05-21T07:51:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/8326\/"},"modified":"2026-05-21T07:51:10","modified_gmt":"2026-05-21T07:51:10","slug":"tageblatt-lu-ausstellung-in-hesperingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/8326\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Ausstellung in Hesperingen"},"content":{"rendered":"<p>Ist Keramik mittlerweile recht verbreitet in Luxemburg, so ist die Glaskunst noch eher eine Randerscheinung. Von den 22 ausstellenden K\u00fcnstlern haben 15 ihren Wohnsitz im Gro\u00dfherzogtum. F\u00fcr echte F\u00f6rderung des Kunsthandwerks mit Glas sorgt bereits 2025 zum 10. Mal das in Asselborn organisierte internationale Glas-Festival. Im Juli und August gibt es dort eine \u201ePorte ouverte\u201c in den Ateliers Zaiga Baiza &amp; Robert Emeringer, treibende Kr\u00e4fte des Festivals. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Antike Kunst und Murano-Glas <\/p>\n<p>Malerei, Skulptur, Fotografie und selbst Keramik sind Gattungen, die einem breiten Publikum gel\u00e4ufig sind. Glaskunst ist weniger bekannt, einfach weil es hierzulande kaum Praktizierende gibt. Glaskunst hat jedoch eine lange Geschichte: Man hat bereits in der Antike Nutzobjekte, aber auch dekorative Gegenst\u00e4nde aus Glas gefertigt, und wer von Venedig spricht, kommt an der Erw\u00e4hnung des bekannten Murano-Glases nicht vorbei. <\/p>\n<p>Glas ist nicht nur gleichbedeutend mit Fenstern, Platten, Flaschen, Vasen, Gl\u00e4sern und anderen Gef\u00e4\u00dfen oder Nutzgegenst\u00e4nden, Glas bedeutet auch nicht nur die allseits bekannte Glasbl\u00e4serei: Die Techniken haben sich entwickelt, dies vorwiegend in der authentischen Glaskunst. Neben dem Glasblasen, einer traditionellen Technik, werden auch das \u201eFusing\u201c und \u201eSlumping\u201c sowie das \u201eCasting\u201c oder \u201eLampwork\u201c beim Warmglas angewandt. Beim \u201eKaltglas\u201c, wo es um \u201eFormen ohne Schmelzen\u201c geht, spricht man neben dem \u201eGravieren und Schleifen\u201c auch vom \u201esandgestrahlten und ge\u00e4tzten Glas\u201c. Hinzu kommt viel Wissen \u00fcber Materialien (Kristallglas) und Farbe (diese entsteht durch Rezepturen und Metalloxide). Interessant ist, dass die K\u00fcnstler Glas mit anderen Materialien kombinieren, etwa Metall, Holz und sonstigen Komponenten. Beispiele dieser Art finden sich auch in der aktuellen Expo. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Die-Kuenstlerin-Lisa-Junius-praesentiert-in-Hesperingen-ein-95919.jpg\" title=\"\u201eLe verre dans tous ses \u00e9clats\u201c wartet mit facettenreicher Glaskunst auf \" alt=\"Die K\u00fcnstlerin Lisa Junius pr\u00e4sentiert in Hesperingen ein Mosaik\" class=\"img-responsive\" style=\"object-position:56.35115486587554301% 42.592606370466462806%;\"\/><\/p>\n<p class=\"image-caption\">Die K\u00fcnstlerin Lisa Junius pr\u00e4sentiert in Hesperingen ein Mosaik Foto: Harry Daemen<\/p>\n<p>Auch wenn das Medium in Luxemburg weniger bekannt ist, erfreut sich der Einsatz von Glas doch gro\u00dfer Beliebtheit, unter anderem wegen der Transparenz und seiner Vielseitigkeit, wie diverse Webseiten zu diesem Thema hervorstreichen. Kurzum, es ist eine vielseitige und inspirierende Kunstform. Auf alle Arten der Glaskunst einzugehen, w\u00e4re m\u00fc\u00dfig, doch was bietet die Ausstellung im CELO in Hesperingen? <\/p>\n<p>22 K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler <\/p>\n<p>Die 22 mit ihren Werken im CELO versammelten K\u00fcnstler bieten eine abwechslungsreiche Schau, von eher klassischen St\u00fccken, etwa farbigen Vasen und Gef\u00e4\u00dfen, \u00fcber kreativ gestaltete Schmuckst\u00fccke oder kunstvoll ausgerichtete Figuren menschlicher und tierischer Pr\u00e4gung bis hin zu Mischobjekten aus Glas, Holz oder Metall sowie fantasievoll kombinierten, aus Glaselementen geformten Skulpturen. <\/p>\n<p>Baiza-Emeringer Zaiga zeigt ein \u201eMensch \u00e4rgere dich nicht\u201c-Spiel mit glattem Untergrund und farbigen tanzenden Figuren (Play Figures), ein Meisterst\u00fcck, das ihr Talent \u00fcberzeugend unterstreicht, derweil Robert Emringer Gef\u00e4\u00dfe, fast heilige Grals, erschaffen hat: Glask\u00f6rper, mit denen er seinen Sinn f\u00fcr Farbkombinationen im und mit Glas dokumentiert. Camille Jacobs pr\u00e4sentiert f\u00fcnf Kreationen, die mehrschichtig hergestellt, von den Mustern her feinf\u00fchlig gestaltet sind, derweil Remigijus Kriukas komplexe Objekte in perfektem Design-Modus anbietet. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Zaehlt-zu-den-Hoehepunkten-der-Ausstellung-die-blaue-95920.jpg\" title=\"\u201eLe verre dans tous ses \u00e9clats\u201c wartet mit facettenreicher Glaskunst auf \" alt=\"Z\u00e4hlt zu den H\u00f6hepunkten der Ausstellung: die blaue Glasskulptur von Anda Munkevica\" class=\"img-responsive\" style=\"object-position:56.283469342098882748% 48.234087495588411798%;\"\/><\/p>\n<p class=\"image-caption\">Z\u00e4hlt zu den H\u00f6hepunkten der Ausstellung: die blaue Glasskulptur von Anda Munkevica Foto: Harry Daemen<\/p>\n<p>Zu den Prunkst\u00fccken dieser Schau geh\u00f6ren die Arbeiten von Anda Munkevica, vor allem eine elegante, in Tiefblau gehaltene, kompakt aufstrebende Glasskulptur. Johny Hettinger steuert ein Ensemble aus f\u00fcnf Werken bei, wobei er einmal mehr seine perfekte Technik und seinen Sinn f\u00fcr thematisch behaftete Standobjekte, eine wellenartig geformte Skulptur und wei\u00dfe St\u00fccke wie zerbrochene Eisschollen mit jeweils anderer Herstellungsweise unterstreicht. <\/p>\n<p>Traumf\u00e4nger und das unendliche Blau <\/p>\n<p>Setzt Hettinger bei drei Arbeiten auf eine Verbindung Metallrahmen-Glas, so kombiniert Julie Gonce, stets von der Natur inspiriert, feine Glaselemente mit Holzfundamenten, etwa in dem zierlichen und ansprechenden Werk \u201eMicrocosme de poirier\u201c. Bei Nina Lishovska tritt ihr Sinn f\u00fcr Menschliches und Mysteri\u00f6ses in den Vordergrund \u2013 diese Verbindung gelingt ihr im Zusammenwirken von Glas, Holz und Bronze. \u201eIce and the Swan\u201c nennt sich eine recht expressive Skulptur. Von Lachezar Dochev sind es Gebilde aus Glas in unterschiedlicher gestalterischer Ausf\u00fchrung und Farbgebung, Figuren wie \u201eDreamcatcher\u201c stehen f\u00fcr eine sinngebende Kunst. <\/p>\n<p>Mit von der Partie ist auch Lisa Junius, die wir von der Expo \u201eGeneration\u201c-Art kennen, eine talentierte K\u00fcnstlerin, die hier mit zwei Traumfiguren in mosaik\u00e4hnlicher Oberfl\u00e4che und farblich ideal rund um das \u201eBlau\u201c kombinierten Elementen und Blumennachbildungen auftrumpft. Madeleine Weber-Weydert zeigt eigenartige Kreationen, die mit viel Imagination zu interpretieren sind. Sie selber gibt zu, ihre Arbeiten w\u00fcrden jeweils zwei Geschichten in sich tragen: die ihrer Vergangenheit und die ihr seitens der K\u00fcnstlerin eingefl\u00f6\u00dfte Aura. Bei Pascale Seil, deren Werke wir anhand ihrer ganz pers\u00f6nlichen kreativen Handschrift in diverser Blastechnik artikuliert auf Anhieb erkennen, variiert diesmal ihr K\u00f6nnen. Sie steuert auch die Eingangsskulptur bei. <\/p>\n<p class=\"Infobox-Titel1\">Info <\/p>\n<p class=\"Infobox-Text1\">\u201eLe verre dans tous ses \u00e9clats\u201c, noch bis zum 24. Mai 2026 im CELO (476, route de Thionville, L-5886 Hesperingen) <\/p>\n<p>Glas l\u00e4sst sich auf verschiedene Weise k\u00fcnstlerisch einsetzen, etwa bei der Ausrichtung von Fenstern (Kirchenfenster sind ein gutes Beispiel), aber auch in Form von Glasperlen oder Glasst\u00fcckchen, wie sie bei der Zusammensetzung von Mosaiken verwendet werden. Joey Adam, die bei \u201eMains de Ma\u00eetres\u201c 2024 vertreten war, bietet eine gegenst\u00e4ndliche Facette an Mosaiken an, w\u00e4hrend Marleen Lacroix mit ihren farbigen Puzzles gar Experimente in Sachen Farbabstimmung oder Nachbildungen, etwa \u201eColor Study Kandinsky\u201c, darbietet. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Tierische-Arbeiten-aus-Glas-von-William-Geffroy-95921.jpg\" title=\"\u201eLe verre dans tous ses \u00e9clats\u201c wartet mit facettenreicher Glaskunst auf \" alt=\"Tierische Arbeiten aus Glas von William Geffroy\" class=\"img-responsive\" style=\"object-position:51.910227152847710386% 40.020535134192108728%;\"\/><\/p>\n<p class=\"image-caption\">Tierische Arbeiten aus Glas von William Geffroy Foto: Harry Daemen<\/p>\n<p>Verspielt oder herk\u00f6mmlich bew\u00e4hrt geht es bei den Werken von Joana Antola (Schmuck), Anuschka Bayens (Glas und Farbakzente), William Geffroy (Hohle Glask\u00f6rper mit Tiernachbildungen aus Glas), Millie Mack (Gef\u00e4\u00dfe), Clara Meyer (feine K\u00f6rperobjekte), Dorry Niclou-Spoo (Murrinis), Olga Oswald-Schorokhova (Miniaturen aus Glas und Metall) sowie Monique Wolter (Gef\u00e4\u00dfe) runden dieses vielseitige Spektrum an Glaskunst ab. Die Schau wird von einem Katalog mit Texten von Daniela Anderlini begleitet. Rundum eine gelungene Schau, die den kreativen Umgang mit der Materie Glas und ihrer vielseitigen Verarbeitungstechniken illustriert und dazu einl\u00e4dt, diese Kunstform zu f\u00f6rdern. Schade, dass die Expo nur noch bis Samstag, den 24. Mai zu sehen ist. Wer durch einen Besuch Interesse an Glaskunst gewonnen hat, der ist wohl herzlich zu den Wochenenden der \u201eoffenen T\u00fcren\u201c vom 18. Juli bis 23. August in Asselborn eingeladen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ist Keramik mittlerweile recht verbreitet in Luxemburg, so ist die Glaskunst noch eher eine Randerscheinung. Von den 22&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8327,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[388,1871,783,5],"class_list":["post-8326","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-luxemburg","tag-ausstellung","tag-hesperingen","tag-kunst","tag-luxemburg"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@lu_de\/116611480608234927","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8326","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8326"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8326\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8327"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8326"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8326"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8326"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}