{"id":8625,"date":"2026-05-27T14:59:10","date_gmt":"2026-05-27T14:59:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/8625\/"},"modified":"2026-05-27T14:59:10","modified_gmt":"2026-05-27T14:59:10","slug":"tageblatt-lu-rauchen-fast-jeder-dritte-greift-zur-kippe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/8625\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Rauchen | Fast jeder Dritte greift zur Kippe"},"content":{"rendered":"<p>Der Marlboro-Mann ist an Lungenkrebs gestorben, in Filmen raucht kaum noch ein sympathischer Hauptcharakter. Obwohl es also l\u00e4ngst nicht mehr cool ist, qualmt die Mitte der Gesellschaft. Knapp ein Drittel der Einwohner Luxemburgs \u00fcber 16 Jahren konsumiert regelm\u00e4\u00dfig Tabak oder Nikotin \u2013 das entspricht rund 177.000 Menschen. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Ilres, die die Direction de la sant\u00e9 und die Fondation Cancer anl\u00e4sslich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai ver\u00f6ffentlicht haben. <\/p>\n<p>Das Rauchen ist l\u00e4ngst nicht mehr allein Sache der klassischen Zigarette. Neben ihr haben sich E-Zigarette, Shisha und Nikotinbeutel als feste Gr\u00f6\u00dfen etabliert, und zwar vor allem bei J\u00fcngeren. In der Altersgruppe zwischen 16 und 34 Jahren raucht mehr als jeder Zweite in irgendeiner Form. Kleine Nikotinbeutel, die unter die Lippe gesteckt werden, sind besonders unter 16- bis 24-J\u00e4hrigen verbreitet: 15 Prozent dieser Altersgruppe konsumieren sie. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Rauchen beginnt in der Jugend <\/p>\n<p>Die Ilres-Studie zeichnet dabei ein klares Bild davon, wie Abh\u00e4ngigkeiten entstehen. Der Einstieg erfolgt fast immer vor dem 18. Lebensjahr. Als Gr\u00fcnde nennen Jugendliche vor allem das soziale Umfeld, Stress und den Wunsch, dazuzugeh\u00f6ren. Das Vapen \u2013 also die E-Zigarette \u2013 gilt dabei nicht als harmlose Alternative, sondern als Einstiegsweg: Wer mit der E-Zigarette beginnt, raucht h\u00e4ufig bald auch klassische Zigaretten. <\/p>\n<p>Trotz dieser Zahlen wollen viele mit dem Rauchen wieder aufh\u00f6ren. Jeder zweite Raucher zwischen 16 und 34 Jahren gibt an, in den n\u00e4chsten Monaten seinen Nikotinkonsum beenden zu wollen. Die meisten nennen ihre Gesundheit als Grund. Doch der Weg dorthin ist schwer: Wer es versucht hat, scheiterte in vier von zehn F\u00e4llen an zu hohem Stress. Und nur jeder F\u00fcnfte sucht dabei professionelle Hilfe, die meisten versuchen es alleine. <\/p>\n<p>Auch das Passivrauchen bleibt ein Problem. Rund 72 Prozent der Bev\u00f6lkerung sind regelm\u00e4\u00dfig im Freien Tabakrauch ausgesetzt, etwa an Bushaltestellen, auf Restaurantterrassen oder in Parks. Unter den J\u00fcngsten ist dieser Anteil noch h\u00f6her. <\/p>\n<p>Seit dem 1. Januar 2026 gilt ein neues Tabakgesetz in Luxemburg, das unter anderem den Nikotingehalt von Pouches begrenzt, ihren Konsum in der N\u00e4he von Schulen und Spielpl\u00e4tzen untersagt und stimulierende Zusatzstoffe wie Koffein oder Taurin verbietet. Auch der Verkauf an Minderj\u00e4hrige ist verboten. <\/p>\n<p>Ob diese Ma\u00dfnahmen greifen, wird die n\u00e4chste Umfrage zeigen. Die aktuelle jedenfalls beweist: Luxemburg hat beim Thema Tabak noch viel Arbeit vor sich. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Marlboro-Mann ist an Lungenkrebs gestorben, in Filmen raucht kaum noch ein sympathischer Hauptcharakter. 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