{"id":9153,"date":"2026-06-04T06:14:27","date_gmt":"2026-06-04T06:14:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/9153\/"},"modified":"2026-06-04T06:14:27","modified_gmt":"2026-06-04T06:14:27","slug":"tageblatt-lu-editorial-die-loesung-fuer-kurz-mittel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/9153\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Editorial | Die L\u00f6sung f\u00fcr kurz-, mittel"},"content":{"rendered":"<p>Als die Statistikbeh\u00f6rde Statec der Regierung und den Sozialpartnern zur ersten Tripartite-Runde im Mai die aktuellen Prognosen zur Entwicklung der luxemburgischen Wirtschaft pr\u00e4sentierte, gingen die Statistiker in ihrem positiven Szenario noch davon aus, dass der Krieg im Iran und damit die Blockade der Stra\u00dfe von Hormus noch im selben Monat enden w\u00fcrden. Dieses Szenario ist nicht eingetreten. <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Nachrichten\/Defizit-bei-den-Staatsfinanzen-koennte-weiter-wachsen-wenn-der-Krieg-andauert-65172.html\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">In ihrer halbj\u00e4hrlichen Konjunkturprognose rechnet Statec<\/a> f\u00fcr dieses Szenario nun mit einem Ende des Konflikts im Juni. Doch wer die aktuellen Nachrichten aus der Gemengelage USA\/Iran\/Israel\/Libanon verfolgt, sieht auch die Chancen auf dieses Szenario von Tag zu Tag sinken. Dass sich der Konflikt so schnell l\u00f6sen lassen wird, scheint immer unrealistischer. <\/p>\n<p>Luxemburg muss sich darauf einstellen, dass die Unsicherheit im Nahen Osten bestehen bleibt \u2013 und sich mit der Prognose der Statistiker f\u00fcr einen andauernden Konflikt besch\u00e4ftigen. Das bedeutet: negatives Wachstum, ein ausgebremster Arbeitsmarkt, steigende Arbeitslosigkeit, steigende Preise und ein Loch in den Staatsfinanzen, das immer gr\u00f6\u00dfer wird. <\/p>\n<p>Um die steht es schon seit 2025 nicht mehr so rosig. Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben, die zu schlie\u00dfen einmal Hauptziel von Finanzminister Gilles Roth (CSV) war, geht immer weiter auf. Laut Statec k\u00f6nnte das Defizit bis zum n\u00e4chsten Jahr auf drei Prozent des BIP anwachsen. Und es ist nicht nur die globale Krisenlage, die Luxemburgs Staatskasse bedroht. Eine geplante EU-Reform der Tabaksteuer k\u00f6nnte ein Ende des Tabaktourismus bedeuten, aus dem Luxemburg viele Einnahmen zieht. Die einheitliche Steuerklasse und die wachsenden Verteidigungsausgaben sind zwei dicke Kostenpunkte, die noch gar nicht im aktuellen Mehrjahreshaushalt verbucht sind. <\/p>\n<p>Premier Luc Frieden hat nun <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Nachrichten\/Sozialpartner-fuehren-konstruktive-Gespraeche-zu-kontroversen-Themen-65192.html\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">im ersten abendlichen Zwischenfazit der Tripartite-Gespr\u00e4che<\/a> einen Ausblick gegeben auf \u201eeng Rei Proposen\u201c, die die Regierung auf den Tisch gelegt habe, um der aktuellen Krise Herr zu werden. Konkret wurde Frieden dabei verst\u00e4ndlicherweise noch nicht, sprach jedoch unter anderem auch von Steuersenkungen, um die Kaufkraft zu st\u00e4rken. Auch die Arbeitgebervertreter k\u00f6nnten sich eine Senkung der Betriebssteuer um weitere zwei Prozentpunkte vorstellen. <\/p>\n<p>Steuern zu senken, in einer Zeit, in der die Einnahmen ohnehin weniger stark wachsen als die Ausgaben, und ohne Plan, wie man neue Einnahmequellen erschlie\u00dfen kann, ist keine gute Krisenbew\u00e4ltigungsstrategie. Resilienz angesichts globaler (Trump, Putin, Xi) und lokaler Unsicherheiten (Wohnungsmarkt) sieht anders aus. <\/p>\n<p>Um das Land und seine Wirtschaft besser aufzustellen, w\u00e4re es deshalb dringender denn je angeraten, gezielt strukturelle Probleme anzugehen, statt Steuergeschenke an Unternehmen zu verteilen. Ein Vorschlag der Gewerkschaftsfront aus den Tripartite-Verhandlungen will genau das: 10.000 erschwingliche Wohnungen bauen in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren. Eine Idee, so einfach wie wirkungsvoll. Schon lange werden grundlegende Initiativen wie diese gefordert. Stattdessen gab es von der Regierung immer wieder nur halbherzige Ma\u00dfnahmen, mit dem Ziel, den Wohnungsmarkt anzukurbeln. Vergebens, <a href=\"https:\/\/www.tageblatt.lu\/Wirtschaft\/Luxemburg-baut-immer-weniger-und-immer-kleinere-Wohnungen-65194.html\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wie j\u00fcngste Zahlen zum Wohnungsbau best\u00e4tigen<\/a>: Die Zahl der Baugenehmigungen f\u00e4llt \u2013 trotz des stetig steigenden Mangels an Wohnraum. <\/p>\n<p>Und das Beste: Solch eine Wohnungsbau-Initiative m\u00fcsste die Staatskasse gar nicht belasten. Der Staat k\u00f6nnte etwa eine Wohnungsbaugesellschaft gr\u00fcnden, die mit staatlichen Garantien g\u00fcnstige Kredite bei den Banken erh\u00e4lt. Eine Projektfinanzierung, die den Staatshaushalt nicht belastet. Das w\u00e4re eine L\u00f6sung f\u00fcr kurz-, mittel- und langfristige Krisen, von der alle profitieren. <\/p>\n<p>            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/20240507-Dudelange-quartier-NeiSchmelz-debut-des-travaux-96730.jpg\" alt=\"Die L\u00f6sung f\u00fcr kurz-, mittel- und langfristige Krisen? Wohnungen statt Steuergeschenke\" class=\"swiper-lazy img-responsive wcms-image-layout wcms-img-aspect-ratio-auto wcms-img-fitting-contain wcms-img-object-position-middle-top wcms-img-border-none col-xs-12\"\/><\/p>\n<p>             \/ <\/p>\n<p>\t\t\t20240507, Dudelange, quartier NeiSchmelz, d\u00e9but des travaux pr\u00e9paratoires de la r\u00e9habilitation du Laminoir et ses abords, quartier \u201eNeiSchmelz\u201c \u00e0 Dudelange, pr\u00e9sence de Claude Meisch, Ministre du Logement et de l\u2019Am\u00e9nagement du territoire, Dan Biancalana, Bourgmestre de la Ville de Dudelange, et Jacques Vandivinit, Directeur du Fonds du Logement, Foto: Editpress\/Didier Sylvestre<\/p>\n<p class=\"WebStoryPicItemCopyright\">\u00a9 Foto: Editpress\/Didier Sylvestre<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Als die Statistikbeh\u00f6rde Statec der Regierung und den Sozialpartnern zur ersten Tripartite-Runde im Mai die aktuellen Prognosen zur&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9154,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[1507,266,5,2223,1847,165,195,2186,838],"class_list":["post-9153","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-luxemburg","tag-gilles-roth","tag-luc-frieden","tag-luxemburg","tag-probleme-und-krisen","tag-staatsfinanzen","tag-steuern","tag-wirtschaft","tag-wohnungen","tag-wohnungsbau"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@lu_de\/116690371504579917","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9153","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9153"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9153\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9154"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9153"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9153"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/lu-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9153"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}