Risikofaktor im Check
Kann Stress wirklich eine Gürtelrose auslösen?
20.02.2026 – 07:45 UhrLesedauer: 3 Min.
Gürtelrose: Der Ausschlag kann sehr schmerzhaft sein. (Quelle: PonyWang/getty-images-bilder)
Gürtelrose (Herpes zoster) trifft vor allem ältere und immungeschwächte Personen. Doch auch Stress kann das Risiko für den schmerzhaften Ausschlag erhöhen.
Gürtelrose entsteht durch eine Infektion mit dem Varizella-Zoster-Virus. Die Viren verbleiben im Körper und können jederzeit wieder aktiv werden. Vor allem ältere Menschen und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind betroffen. Doch wer starken Stress hat, ist ebenfalls gefährdet. Warum Stress das Risiko erhöhen kann.
Eine Gürtelrose (Herpes zoster) entsteht, wenn das Varizella‑Zoster‑Virus (VZV) nach einer früheren Windpocken‑Infektion wieder aktiv wird. Das Virus verbleibt lebenslang in den Nervenknoten und kann sich reaktivieren, wenn die Immunabwehr des Körpers geschwächt ist.
Eine Gürtelrose kann sich überall am Körper zeigen. Besonders oft ist der Rumpf oder der Kopf betroffen. Der Begriff „Gürtelrose“ deutet das Erscheinungsbild an: Die schmerzhaften, roten gruppierten Bläschen des Hautausschlags entstehen häufig gürtelförmig am Rumpf. Ergänzend zu den starken Schmerzen treten meist Brennen und Juckreiz auf. Auch Kribbeln, Taubheitsgefühle, Abgeschlagenheit und Fieber können hinzukommen.
Bei Verdacht auf eine Gürtelrose ist es wichtig, rasch mit einer ärztlichen Praxis Kontakt aufzunehmen und zu klären, ob eine Behandlung mit Medikamenten notwendig ist, etwa bei einer Gürtelrose im Kopf-Hals-Bereich. Die Gürtelrose birgt gesundheitliche Risiken. Vor allem Ältere und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen und einen schweren Krankheitsverlauf. Bei Kindern und jungen Menschen verläuft die Erkrankung im Allgemeinen mild.
Laut dem Bundesministerium für Gesundheit ist es möglich, dass die Nervenschmerzen nach dem Abheilen des Hautausschlags fortbestehen. Bei länger als drei Monate anhaltenden Beschwerden sprechen Mediziner von einer Post-Zoster-Neuralgie. Diese tritt bei bis zu 30 Prozent der Erkrankten auf und kann Monate bis Jahre dauern.
Tritt die Gürtelrose im Bereich des Auges oder der Ohren auf, können Sehschäden und Hörstörungen auftreten und schlimmstenfalls bestehen bleiben. Ebenso können sich Nervenlähmungen an Armen und Beinen zeigen. Lebensgefährliche Verläufe sind möglich, wenn das Gehirn und weitere Organe betroffen sind.
