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Los Angeles (USA) – Kaum ist der letzte Oscar vergeben, bekommt Hollywood richtig Hunger: Wenn sich am Sonntag die Türen zum Governors im Ball Ray Dolby Ballroom im Hollywood & Highland Center in Los Angeles öffnen, tauschen die Stars ihre Goldjungen gegen Gourmetessen – oder einfach gegen Pizza und Tacos. Seit 32 Jahren inszeniert Starkoch Wolfgang Puck (76) das offizielle Menü der Oscar-Nacht. Im BILD-Interview verrät er jetzt seine Geheimnisse!
Zu den 98. Oscars gehören natürlich wieder legendäre Partys. Die exklusivste von allen: der Governors Ball im Ballroom des Dolby Theatre. Hier kommen nur Gewinner, Nominierte, Laudatoren, Moderatoren und hochrangige Gäste rein.

Für die 1500 Gäste des Governors Ball dürfen die legendären Lachs-Oscars nicht fehlen
Foto: AFP
130 Köche bereiten das Oscar-Menü zu
Der Österreicher Wolfgang Puck verfügt über einen eigenen Stern auf dem „Walk of Fame“ und ein Imperium mit über 100 Restaurants. BILD trifft ihn bei den letzten Vorbereitungen hinter den Kulissen. In seiner Küche am Dolby Theatre schraubt er noch an Details und verrät: „Ich habe fünf Köche, die sich nur um Extrawünsche kümmern. Wenn einer Wiener Schnitzel haben möchte, machen wir es. Dieses Jahr habe ich fünf japanische Köche für Sushi und andere asiatische Spezialitäten da.“ Insgesamt sind 130 Köche im Einsatz!

BILD-Reporter Nico Nölken (26, l.) traf Puck in Hollywood und durfte schon die Backhendl mit Kaviar probieren
Foto: Konrad Tho Fiedler
Wolfgang Puck setzt auf österreichische Tradition
Der Kärntner serviert Apfelstrudel nach Rezept seiner Mutter, Kardinalschnitten, Sachertorte und Backhendl mit Kaviar. „Heimat und Tradition sind mir sehr wichtig“, sagt er BILD. Nach der Verleihung tischt er den Promis insgesamt 91 Kilo trocken gereiftes Entrecôte, 45 Kilo Shrimps und 14 Kilo Kaviar auf.
Fette Kalorien und ganz viel Extrawurst: Das futtern die Stars bei der Oscar-Verleihung
Quelle: BILD, Reuters, AP, Getty13.03.2026
Was es nie auf das Menü schaffen wird? „Einige vegetarische oder vegane Gerichte.“ Als Starkoch hält er natürlich trotzdem pflanzliche Spezialitäten wie Risotto mit Champignons und Tofu bereit. Die Vorbereitungen gehen am Sonntag schon früh los. Aber: „Das Schwierigste ist die Logistik, dass alles super frisch ist. Gekocht wird im letzten Moment. Es soll genauso wie in unseren Restaurants schmecken.“

Wolfgang Puck wird bei den Oscars von seinem Vice President Eric Klein (l.) und Sohn Byron (31, rechts in Schwarz) unterstützt. Seine Lieblingsgäste sind Rod Stewart (81), Mick Jagger (82) und Dr. Dre (61)
Foto: REUTERS
Das bestellen Leo DiCaprio und Barbra Streisand
Eins sei den Hollywood-Stars am Oscar-Abend besonders wichtig: bodenständiges Essen. „Wir servieren schon am Eingang Pizza und Tacos“, so Puck. „Comfort Food wie auch Mac and Cheese ist sehr beliebt.“ Dann verrät er BILD die Lieblingsgerichte der Stars: „Leonardo DiCaprio und Tom Cruise essen am liebsten New York Steak. Unser gedünsteter Fisch ist bei Michael Douglas sehr beliebt. Barbra Streisand liebt Chicken-Pot-Pie.“ Neben den Oscars bewirtet Puck auch den US-Präsidenten. Über ihn sagt er: „Donald Trump ist kein Feinschmecker. Er isst Steak well done mit Pommes und Ketchup.“

Leonardo DiCaprio (51) ist als „Bester Hauptdarsteller“ für „One Battle After Another“ nominiert
Foto: ZUMAPRESS.com/Avalon

Das aufgebaute Schokoladen-Arrangement voller Oscars ist eines der Highlights
Foto: AFP
Hollywood trinkt weniger Wein
Am Abend greifen selbst die schlankesten Hollywood-Stars zu, versichert Wolfgang Puck. „Sie haben den ganzen Tag nichts gegessen, müssen zum Friseur, das Make-up machen, und der rote Teppich geht schon um 15 Uhr los. Abends haben alle Hunger!“ Gegessen werde immer gleich viel, nur heute werde weniger Wein getrunken.

An einer „Oscar-Sprühstation“ können sich Stars, die keinen Goldjungen gewonnen haben, eine Schokoladen-Statue mit essbarem Gold abholen
Foto: REUTERS
Und dann gibt es da noch die Gerüchte, dass Preisträger abends zum Kult-Burgerladen „In-N-Out“ fahren: „Das ist mir egal“, sagt er gelassen. Denn der 76-Jährige versteht es, Weltstars zu verwöhnen. Den Ruhestand schließt er aus: „Man lebt von A bis Z, vom Anfang bis zum Ende. Ich kann mir nicht vorstellen, aufzuhören.“ Höchstens gönnt er sich ein paar Tage mehr Auszeit in Wien oder Kärnten – bevor Hollywood wieder Schlange steht.