Gesundheitsbehörden warnen vor Risiken unkontrollierter Vitamin-D-Einnahme, während Mangelwerte bei Kindern steigen. Experten fordern individuelle Checks und betonen die Rolle von Magnesium.
Gesundheitsbehörden warnen eindringlich vor den Risiken einer unkontrollierten Einnahme von Vitamin-D-Präparaten. Gleichzeitig erreichen die Mangelwerte bei Kindern neue Höchststände. Die jüngsten Erkenntnisse fordern ein Umdenken.
Der gefährliche Trend zur Selbstmedikation
In den letzten Tagen häuften sich die Warnungen von Experten vor einer Vitamin-D-Vergiftung. Der Grund: Immer mehr Menschen greifen zu hochdosierten Präparaten nach dem Motto “Viel hilft viel”. Doch das fettlösliche Vitamin wird im Körper gespeichert – eine Überdosierung kann schwerwiegende Folgen haben.
“Blutwerte über 100 ng/ml erhöhen das Risiko für toxische Effekte drastisch”, warnt Endokrinologe Dr. Altay. Die Symptome reichen von Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Nierensteinen oder Herzrhythmusstörungen. Der britische NHS rät dringend davon ab, mehr als 100 Mikrogramm täglich ohne ärztliche Anweisung einzunehmen.
Kinder im Vitamin-D-Dilemma: Bildschirm statt Sonne
Besonders alarmierend ist die Situation bei Kindern und Jugendlichen. Ihre Vitamin-D-Defizite könnten diesen Winter ein Rekordniveau erreichen. Experten machen nicht nur die geringe Sonneneinstrahlung verantwortlich, sondern einen modernen Faktor: die exzessive Bildschirmzeit am Morgen.
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Kinderarzt Dr. Deepal Perera erklärt den Zusammenhang: “Die morgendliche Sonnenexposition ist entscheidend für die Vitamin-D-Synthese. Durch Smartphones und Tablets bleiben Kinder genau dann drinnen, wenn das winterliche Tageslicht am effektivsten wäre.” Die Folge: ein geschwächtes Immunsystem und erhöhte Infektanfälligkeit.
Magnesium – der unterschätzte Schlüssel
Eine bahnbrechende Studie des Vanderbilt University Medical Center zeigt, warum Vitamin-D-Präparate bei vielen Menschen wirkungslos bleiben. Der Mineralstoff Magnesium wirkt wie ein “Thermostat” für Vitamin D.
Die entscheidende Erkenntnis: Ohne ausreichend Magnesium kann der Körper das zugeführte Vitamin D nicht in seine aktive Form umwandeln. Millionen Menschen, die fleißig Kapseln schlucken, ziehen möglicherweise keinen Nutzen daraus. Ernährungsmediziner raten daher, immer auch die Magnesiumzufuhr im Blick zu behalten – etwa durch Nüsse, Samen oder Vollkornprodukte.
So finden Sie Ihren persönlichen Vitamin-D-Status
Angesichts der komplexen Lage ist ein professioneller Check-Up ratsamer denn je. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat ihre Empfehlungen aktualisiert. Ein einfacher Bluttest beim Hausarzt gibt Aufschluss.
- Unter 12 ng/ml: Defizit mit hohem Risiko für Knochenerweichung
- 12-20 ng/ml: Suboptimale Versorgung
- Ab 20 ng/ml: Ausreichende Versorgung
- Über 100 ng/ml: Toxischer Bereich
Für Risikogruppen wie Senioren oder Menschen mit dunklerer Haut wird eine Supplementierung von Oktober bis März empfohlen. Die Standarddosis liegt bei 800 bis 1.000 I.E. täglich – die individuelle Menge sollte jedoch immer auf Basis des Blutwertes festgelegt werden.
Ein schmaler Grat zwischen Mangel und Überfluss
Die aktuelle Situation zeigt eine deutliche Polarisierung. Während ein Teil der Bevölkerung durch Homeoffice und hohe Bildschirmzeit weniger Sonnenlicht abbekommt als je zuvor, gefährdet sich ein anderer Teil durch unkontrollierte Selbstmedikation.
Die Ernährungsmedizin bewegt sich weg von pauschalen Empfehlungen. Stattdessen setzt sie auf eine nuancierte Betrachtung des gesamten Nährstoffprofils. Der einfache Griff zur Pille ersetzt nicht den Gang an die frische Luft – ein Spaziergang in der Mittagspause bleibt die sicherste Methode zur Vitamin-D-Bildung.
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